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Storchenseite Archiv
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Diese Seite
wurde eingerichtet, da die Datenmenge für die Storchenseite zu groß und
damit für manche Anwender die Öffnungszeiten zu lang wurde.
Aktualität
dieser Seite "von oben nach unten" - das heißt: Die älteren
(von den "Anfängen" in den 90-er Jahren bis zum ersten
"Volltreffer" im Jahr 2000) stehen ganz unten, die
"jüngeren" dieser Archiv-Seite (derzeit Ende der Storchensaison
2011 bzw. Beginn der Saison 2012) ganz oben. |
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| Ungewöhnlich frühzeitiger Besuch,
Fans der Riesenvögel in heller Freude:
"Da Stoach is scho
do!"
Auf der Durchreise oder
ernsthafte Absichten?

Leuchtend roter Schnabel, souveräner Blick (Bild vom
9. März 2012).
10. März 2012:
Der Storch auf dem Bild oben wurde in Miltach
erstmals am 6. März gesehen. Er machte sich sogleich am Nest auf dem Schlossdach zu schaffen,
räumte kräftig aus und nächtigte dort auch in den letzten Tagen.
Sein Motto heißt offenbar: "Der frühe Storch besetzt den
Horst - und dann schaun ma amoi."
Höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um einen
"Spanier", also einen "Westzieher", deren
Flugstrecke aus dem Winterlager ungleich kürzer ist als die der
"Ostzieher" (via Bosporus, Winterlager in Afrika), die
bisher die Miltacher Storchengeschichte dominierten.
Sollten also Paula und Willi (das Vorjahres-Storchenpaar) Hin- und
Rückreise gut überstanden haben, werden sie auch wieder ihr
trautes Miltacher Heim für sich beanspruchen. Das könnte Ärger
geben.
Muss es aber nicht. Am besten, man macht sich nicht zu viel Gedanken
und freut sich einfach über den Beginn eines neuen, vermutlich
wieder sehr spannenden Storchenjahrs. |
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| Störche machen unheimlich viel
Freude, aber manchmal ...
... machen sie auch Arbeit...

... die man natürlich gern leistet.
Die Zusammenarbeit zwischen Schloss Miltach und dem LBV-Zentrum
"Mensch und Natur" (in Nößwartling b. Arnschwang)
der Kreisgruppe Cham klapp(er)t nach wie vor optimal. So befreiten
Anfang Oktober 2011 zwei LBV-Mitarbeiter in sicherer und
schwindelfreier Kooperation die Dachflächen beiderseits unter dem
Storchenhorst von einer großen Menge Äste, die den
"Nestbesitzern" Paula und Willi bei deren Ausbau- und
Instandhaltungsarbeiten runter fielen und letztendlich stark den
Niederschlagswasserablauf behindert hätten. |
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| MAKE LOVE NOT WAR!
Bild des Jahres 2011

Das kleine Bild rechts zum Vergrößern anklicken.
Der allererste Kontakt zwischen Paula
und Willi am Nachmittag des 8. April 2011 verhieß nichts gutes.
Liebe auf den ersten Blick sieht anders aus. Über eine Stunde lang
führten sie einen erbitterten Kampf auf Leben und Tod. Dann muss
wohl die/der Klügere oder Schwächere nach- bzw. aufgegeben haben.
Genaues weiß man nicht. Jedenfalls beschlossen die beiden
plötzlich: Na gut, dann heiraten wir eben. Ausführlicher Hergang:
Siehe Tagebuch auf dieser Seite weit unten - Titel
"Zusammengerauft. Das neue Miltacher Storchenpaar"".
Das war der extrem ungewöhnliche
Beginn eines überaus glücklichen Familienlebens (zur Nachahmung
nicht unbedingt empfohlen). |
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| Interessanter Link:
Wo in Bayern die Weißstörche
wohn(t)en...
... und vieles mehr
Auf die Graphik klicken:

(Quelle: Landesbund für Vogelschutz in Bayern
e.V.) |
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| Miltacher Storchenjahr 2011 zu
Ende:
Paula & Willi gemeinsam
südwärts
30. August 2011:
Höchstwahrscheinlich am Sonntag, 28. August, haben die Altstörche
Miltach verlassen und befinden sich nun, dem Nachwuchs hinterher,
auf dem Weg in südlichere Gefilde.
In der Regel fliegt ja zuerst die Störchin, der Gatte folgt wenige
Tage. Paula und Willi dagegen machen's wohl gemeinsam. Ist ja auch
schöner so.
Damit ging ein Storchenjahr zu Ende, das - vom Tod des vierten
Jungstorches "Benjamin" abgesehen - überaus angenehm in
Erinnerung bleiben wird.
Den Gedanken an das schöne, zeitweise sehr aufregende Miltacher
Storchenjahr 2011 wird auf dieser Seite demnächst mit einer
Zusammenstellung der schönsten Bilder, Links zu Videoaufnahmen
sowie der kleinen Serie "Klappernde Störche"
nachgeholfen.
Macht's gut, Paula, Willi, Ella, Frizzi und Isidor! |
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| "Single" sorgt für
Abwechslung, aber:
Paula & Willi ohne Pardon

Bild vom 26. August 2011: Paula und
Willi haben den soeben vertriebenen Eindringling im Blick.
26. August 2011:
In den letzten Tagen besetzte ein Fremdstorch - vermutlich ein
partnerloser Einzelgänger, der sich wie das Miltacher
Altstorchenpaar noch nicht den Afrikaflug-Schwärmen anschließen
mag - immer wieder das Nest auf dem Schlossdach und zelebrierte
jeden Neuanflug mit laut geklappertem Single-Gesang. Paula und Willi
beobachteten dies von ihrem Domizil auf dem Bäckerkamin. Scheinbar
unbeeindruckt und folgenlos. Erst mal.
Zuletzt fing der "Neu-Miltacher" sogar damit an, den Horst
für möglicherweise längerfristige Eigenzwecke umzubauen. Er
dachte wohl schon etwas über die zu Ende gehende Storchensaison
hinaus: "Die Wohnung passt ja schon mal - fehlt nur noch
die/der ideale Frau/Mann." Dies ging Paula und Willi dann aber
doch zu weit. Am Nachmittag des 26. August "überfielen"
sie den Eindringling im Zweier-Pack. Dieser drehte noch zwei kurze
Ehrenrunden, bevor er vor dem triumphierend klappernden Paar das
Weite suchte. Besonders freundliche Gastgeber sind sie ja nicht, die
Paula und der Willi.
Paula darauf im Exklusiv-Interview mit dem "Miltacher
Horstanzeiger": "Ja mei, do kannt ja a jeder daher kema."

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| Zum Ende der Saison in Dorfmitte
umgezogen:
Altstorchenpaar vor Abschied


22. August 2011:
Die Bilder oben zeigen Paula & Willi am 12. August 2011 auf dem
Bäckerkamin, der sich wie schon in fast allen
"erfolgreichen" Familienjahren als beliebtes Ausweichlager
erwiesen hat, wenn es in der "Familienwohnung" auf dem
Schlossdach zu eng wird. Nun, aller Erziehungstätigkeiten ledig,
sind sie gänzlich in die Dorfmitte "umgezogen", haben auf
dem Kamin gar noch mit dem Bau eines Nestes begonnen; Müßiggang
ist scheinbar das letzte, das sie sich vorwerfen ließen.
Man sollte ihre Anwesenheit dieser Tage vielleicht noch bewusster
genießen als sonst. Schon bald werden sie ihren Kindern ins
Winterlager Afrika folgen. |
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| Jungstörche verließen Miltach:
Paula und Willi wieder allein
16. August 2011:
Es ist traurig und schön zugleich - und jetzt auch amtlich: Die
fabelhaften Jungstörche Ella, Frizzi & Isidor folgten ihrem
natürlichen Trieb und sind vermutlich seit vergangenem Samstagnachmittag - als "Ostzieher", über den Bosporus,
Libanon, Israel - unterwegs nach Afrika.
Wie "vorgesehen", halten ihre Eltern noch die Miltacher
Stellung, machen sich am Familiennest auf dem Schloss und dem
Ausweichlager auf dem Bäckerkamin zu schaffen, übernachten mal
gemeinsam oder getrennt. Plötzlich ist wieder Platz im Überfluss.
Paula und Willi scheinen die kinderlose Zeit zu genießen. In etwa
zwei Wochen werden sie - zunächst die Dame, dann zwei, drei Tage
später der Herr - dem Nachwuchs folgen, wenn alles
"vorschriftsmäßig" läuft. |
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| Vermutlich...
Ella, Frizzi & Isidor auf
Afrikaflug

Foto: Bob Vogl (rechts Gesamtbild - zum Vergrößern
anklicken).
15. August 2011:
Das Bild oben vom Samstag, 13. August zeigt die drei Miltacher
Jungstörche Ella, Frizzi und Isidor auf einer Wiese am Regen
(zwischen Kapellensiedlung und Tiefental), wo sie und ihre Eltern in
den letzten Tagen oft gemeinsam anzutreffen waren. Am gleichen Tag
wurde der Nachwuchs auch in Oberndorf bei der Futtersuche gesichtet.
Möglicherweise ist dieser 13. August aber auch schon der Tag, an
dem die Jungtiere ihr Heimatdorf in Richtung Afrika verlassen haben.
Jedenfalls waren sie in der Nacht auf Sonntag nicht (wie sonst
immer) im Familienhorst auf dem Schlossdach auszumachen. Bei den
beiden Störchen, die dort tags darauf rumnestelten, handelt es sich
wahrscheinlich um die Eltern Paula & Willi.
Aber wie es so schön auf bayrisch heißt: Ganz
gwieß is iwahapt goa nix ned. Hat jemand andere Beobachtungen
gemacht?
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| Die Zeit des Abschieds steht kurz
bevor - Jungstörche genießen aber vorerst ...
... Freiheit in vollen Zügen

Bild oben vom 8. August: Einer der
Jungstörche beim näheren Erkunden des Heimatdorfes Miltach.
Derzeit ist kaum ein Dach bzw. Kamin im "alten Dorf" vor
ihrem Besuch sicher. Steht Miltach ein baldiger Kinder-Reichtum
bevor?
8. August 2011:
Freiheit: Ja. Unabhängigkeit: Noch nicht ganz. Zumindest am
Sonntag, 7. August, ließen sich Ella, Frizzi & Isidor von ihren
Eltern mit Futter versorgen, wie seit Wochen gewohnt. Diese lassen
sich da nichts nachsagen und beliefern den Nachwuchs mit Frischware
aus dem offensichtlich reich gedeckten Tischen rund um Miltach
(wenigstens die Störche werden sich nicht über das sommerliche
Nasswetter beschweren).
Das Familiennest ist nach wie vor Hauptaufenthaltsort, Schlafzimmer
und Treffpunkt der Jünglinge. In den letzten zwei Wochen wurden sie
von Paula und Willi behutsam aber bestimmt in die Geheimnisse der
"Außenwelt" eingeführt und nach und nach zu immer
perfekteren Fliegern und nahrungstechnischen Selbstversorgern
ausgebildet.
Die drei Storchenkinder lassen es sich aber nicht nehmen, darüber
hinaus durch ihr Heimatdorf zu strawanzen. Derzeit ist kaum ein
Hausdach bzw. Kamin im "alten Dorf" (Miltach-City
sozusagen) vor ihnen sicher. Aufgepasst, Gemeindeplaner: In naher
Zukunft ist in Miltach mit einer Bevölkerungsexplosion zu rechnen.
Paula und Willi haben das Familiennest (vorübergehend) an den
Nachwuchs übergeben und fliegen es derzeit neben den Fütterungen
eigentlich nur noch zu Ausbau- und Verbesserungsarbeiten an.
Noch deutet nichts darauf hin, dass die Familie bald für immer
getrennt wird.

Siehe auch Kurzfilme auf
Facebook: Hier
und hier. |
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| Jungstörche bestehen Gesellenprüfung
mit Bravour:
Ella, Frizzi & Isidor
fliegen
26. Juli 2011:
Bereits am 23. Juli - möglicherweise sogar einen Tag davor - war es
soweit, dass alle drei Jungstörche erfolgreich Erstflug und
-landung absolvierten und damit quasi ihren Gesellenbrief machten.
Das wochenlange, mühevolle Training im engen Nest fand somit seinen
krönenden Abschluss. Mittlerweile sind die Sprösslinge
flugtechnisch kaum mehr von ihren Eltern zu unterscheiden.
Die Aufenthalte tagsüber auf dem Schlossdach wurden seither immer
kürzer. Nun steht die selbständige Futtersuche auf dem
Lehr-Programm. Wie gut das funktioniert, ist schwer zu sagen. Aber
die Eltern Paula und Willi stehen auch hier mit Rat und Tat zur
Verfügung.
Für die fünfköpfige Storchenfamilie ist damit wahrscheinlich die
schönste Zeit im gemeinsamen Leben angebrochen: Gemeinsam die
Heimat erkunden. Diese wird voraussichtlich in zwei, drei Wochen ihr
Ende haben. Dann ist vorgesehen, dass sich Ella, Frizzi und Isidor
dem Afrika-Zug der Jungstörche anschließen.
Aber noch sind sie ja hier. |
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| Besonders mutiger Jungstorch machte es
vor:
Erstflug absolviert!

19. Juli 2011:
Überraschend, spannend, phasenweise nervenaufreibend ging es an
diesem 19. Juli zu: Ein besonders mutiger Jungstorch wagte am
Vormittag den Erstflug. Dabei gelang ihm allerdings nur ein besserer
Hüpfer, nämlich in den Schlossgarten steil darunter auf der
Westseite ("oben"). Dadurch brachte er sich in eine
denkbar ungünstige Situation; dieser Bereich ist als
Storchen-Startbahn eigentlich viel zu kurz, zudem umgeben von
Hindernissen (Schlossmauer, Zäune, Bäume). Bei der Begegnung mit
dem gleichermaßen erschrockenen Beobachter "flüchtete"
er in Richtung Nord (über die am Schloss vorbeiführende Straße)
in den bewaldeten "Dschungel" an Regen und Perlbach - für
einen Fluganfänger eine äußerst schwierige Aufgabe, da heil
durchzukommen -, bis sich seine Flugspur verlor. Aber soweit zu
beobachten war, bewältigte er die Aufgabe mit Bravour.
Daraufhin machte sich ein Altstorch Richtung Regen-Wiesen
offensichtlich auf, ihn zu begleiten bzw. zu versorgen.
Die im Horst verbliebenen Geschwister intensivierten in den
Folgestunden ihre Trockenflugübungen (siehe Bilder oben - das
rechte zum Vergrößern anklicken), ohne den "Ernstfall"
zu riskieren.
Am frühen Abend innerhalb weniger Sekunden zunächst bange Momente,
dann nach der letztendlich gut verlaufenen Crash-Erstlandung des
"Erstfliegers" endlich Entwarnung und glückliche
Wiedervereinigung des Jung-Trios. Die werden sich was zu klappern
haben...
Kurzfilm
über die Crash-Erstlandung:
Facebook-Seite
von Schloss Miltach! |
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| Jetzt "Familiensplitting"
angesagt:
Riesenbabys Ella, Frizzi &
Isidor absprungbereit

18. Juli 2011:
Ella, Frizzi & Isidor (Bild oben vom Sonntag, 17. Juli) sind
jetzt mindestens so groß wie ihre Eltern und von diesen äußerlich
nur noch durch die etwas dunkleren Schnäbel zu unterscheiden. Auch
das Klapperhandwerk beherrschen sie mittlerweile perfekt.
Paula und Willi fliegen den Horst seit langem nur noch zum Füttern
an. Ansonsten positionieren sie sich auf den benachbarten
Schlosskaminen, dem Schlossdachfirst oder dem Bäckerkamin in der
Ortsmitte.
Diese Art von Familiensplitting mag wohl auch als Anreiz für die
schmachtenden Jungtiere dienen, endlich die Erstflüge zu
absolvieren, um Mama und Papa auf die Futterwiesen zu folgen. |
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| Letzte Fütterungen:
Elterliche Anordnung:
"Werdet selbständig!"

"Formationshecheln"...
Ella, Frizzi und Isidor (Bild vom 12. Juli) haben offensichtlich ein Elternteil entdeckt
und warten sehnsüchtig auf Frischnahrung, Zuneigung und die letzten
Anweisungen für den Afrika-Flug.
12. Juli 2011:
Noch genießen Ella, Frizzi & Isidor den totalen Service ihrer
Eltern. Aber lange werden Mama Paula und Papa Willi keinen Bock mehr
darauf haben - vielmehr ihre Riesenbabys zur Selbständigkeit
drängen. Das heißt: Fliegt endlich und ernährt euch selber!
Bei den Senkrechtstart-Flugübungen schaffen es die Storchenkinder
schon, für Sekunden in der Luft zu bleiben. Theoretisch sind sie
für den Flug gerüstet. Es fehlt wohl nur noch etwas an Mut und
Selbstvertrauen.
Neu! ->
Storchen-Videos auf der
Facebook-Seite
von Schloss Miltach
Bereits Anfang/Mitte August steht der Sammel-Zug
der Jung-Störche nach Afrika auf dem Programm, während die
Altstörche normalerweise noch bis Ende August/Anfang September in
der Heimat verweilen und sich von der überaus aufwändigen
Nachwuchsarbeit erholen dürfen.
Bilder vom 12. Juli - zum
Vergrößern anklicken:
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| Storchennachwuchs kaum mehr zu halten:
Endlich raus hier!

Mach schon! Ich will auch mal!
5. Juli 2011:
Ella, Frizzi & Isidor sind hinsichtlich Körpergröße und
Flügel-Spannweite fast schon "erwachsen". Jetzt geht's
beim Flugtraining an die Feinmotorik. Abwechselnd üben die
Jungstörche auf dem erhöhten Nestrand den eleganten Schwung. In
wenigen Tagen wird es wohl so weit sein, dass sie zum Jungfernflug
ansetzen.
Die Eltern Paula und Willi haben derweil alle Schnäbel voll zu tun,
um ihren permanent hungrigen Kindern die notwendigen Kalorien
einzuverleiben. An der Kraft soll's ja nicht scheitern.
Bilder vom 5. Juli - zum
Vergrößern anklicken:
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| An Pfingsten:
Fünf Störche im Familienglück

Auf einen Blick: Die drei Miltacher Jungstörche.
12. Juni 2011:
Noch immer braucht man viel Geduld und etwas Glück, wenn man von
herunten, also ohne mit ihnen auf Augenhöhe zu sein, ein Bild von
allen drei Jungstörchen schießen will. Aber ihre Neugier wächst
genauso schnell wie ihre Körper, und manchmal, wenn sie am Nestrand
einen auf "groß" machen und sich aufplustern, bekommt man
schon Angst, sie könnten runterfallen.
Ansonsten sieht es derzeit um die Kinder von Paula & Willi sowie
um die ganze Familie prächtig aus: Schönes, nicht zu heißes
Wetter, keine Gewitter, ein offensichtlich reich gedeckter Tisch -
und keine Artgenossen, die Ärger machen.
Entsprechend zeigen die Bilder vom Pfingstsonntag das perfekte
Bilderbuchglück. So was kommt selten genug vor. Die Natur stellt
Storchenfamilien nur einen äußerst engen Terminplan zur
Verfügung: Bis Anfang/Mitte August sollte der Nachwuchs
soweit sein, dass er sich dem "Ost-Zug" der Jungtiere
anschließen kann, um die weite Reise gen Afrika via Bosporus
anzutreten. Dies bedeutet für die nächsten Wochen: Schnell groß
und stark werden, dann ein paar Tage "Trockenübungen" im
Nest - und schon stehen die Jungfernflüge an.
Das Bild unten ganz rechts - zum
Vergrößern anklicken - zeigt, wie auf der Schloss-Startseite
angedeutet, alle fünf Mitglieder der Miltacher Storchenfamilie
(zweites Alttier sehr weit entfernt, über Tiefental fliegend -
siehe Kreis).

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| Drei sehr hungrige Kinder,
"Wohnungsausbau" und Störenfriede:
Schwerstarbeit für
Storcheneltern
9. Juni 2011:
Paula und Willi haben den Tod ihres kleinen "Benjamin"
wahrscheinlich - im Gegensatz zu manchem ihrer zahlreichen
menschlichen Beobachter - längst abgehakt. Sie hätten aber auch
kaum Gelegenheit für ausufernde Trauergedanken. Die Schnäbel der
übrig gebliebenen Jungtiere - laut Horstbetreuer Manfred Renner
"drei Prachtexemplare" - wollen ständig mit Frischnahrung
versorgt werden. Das ist eigentlich schon Stress genug. Tagsüber
gönnen sich die Eltern keine Zeit für einen ausgiebigen Ratsch -
der eine kommt an, kurzes Hallo-Geklapper (wenn überhaupt), die
andere fliegt los. Und umgekehrt.
Zusätzlich will das Zuhause in Schuss gehalten bzw. ausgebaut
werden: Äste, Sträucher, Stroh, Gras, Moos... alles, was storch
halt so für eine behagliche und sichere Wohnung braucht, wird
(neben frisch erlegtem Kleingetier vom Wurm bis zur Maus)
ununterbrochen angeschafft.
Und dann wären da noch diverse Fremdstörche, die (wie am Vormittag
des 9. Juni) immer wieder mal für Aufregung und Ärger sorgen. Wenn
man weiß, dass so ein Eindringling dafür sorgen kann, dass die
ganze Brut vernichtet wird, dann bekommt man gerade in den Tagen
"nach Benjamin" richtig große Angst um ..., ... und ...
(die drei Storchenkinder haben noch keine Namen).
Aber Paula und Willi machen das schon. |
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Sehr traurige Nachricht:
Jungstorch
"Benjamin" ist tot
7. Juni 2011:
Horstbetreuer Manfred Renner hoffte von seiner Beobachtungsstation
aus (mehrere Hundert Meter vom Storchennest entfernt) lange, dass
das mit Abstand kleinste Jungtier nur etwas untertauchte bzw. von
seinen stämmigen Geschwistern verdeckt wurde. Aber dann war ihm
klar, dass "Benjamin", wie er seine jüngste Entdeckung
(siehe 4. Juni) nannte, nicht mehr lebt. Wenige Minuten später wurde der
kleine (durchaus schon mit einem stattlichen Körper ausgerüstete)
Storch leblos im Schneefangzaun auf der Schloss-Westseite entdeckt.
Tags zuvor war noch alles bestens, obwohl bezüglich des
Nesthäkchens Bedenken angebracht waren.
Schwer zu sagen, ob Benjamin verhungerte (eher unwahrscheinlich),
das schwere Gewitter vom Vorabend zum
Tod Benjamins führte, oder ob der Naturinstinkt die Alttiere
nachhelfen ließ, um das Überleben der drei anderen Jungstörche zu
sichern. Die Fachleute vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV)
wollen der Ursache auf den Grund gehen. |
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| Demnächst mehr davon:
Bilder vom Storchennachwuchs

6. Juni 2011:
Ob es sich bei dem Storch auf dem Bild oben (vom 5. Juni) um Paula
oder Willi handelt, lässt sich nicht so leicht sagen. Aber auf
jeden Fall ist das, was vom rechten Bein des Altstorches ein wenig
verdeckt ist, der Kopf eines der vier Jungstörche. Ständig um
Zuneigung und Fütterung bemüht, recken sie immer öfter die Köpfe
aus der Horstmulde und gewähren den Beobachtern leichte
Rückschlüsse auf ihre körperliche Entwicklung. Derzeit bekommen
sie aber auch mit, dass das Leben kein Ponyhof ist. Das sehr heiße
Spätfrühlingswetter ließ sich im Schatten von Mamas und Papas
mächtigen Flügeln locker aushalten. Aber bei dermaßen heftigen
Gewittern wie dem am Abend des 6. Juni würde sich Kleinstorchi
möglicherweise ins Ei zurückgewünscht haben.
Hoffen wir, dass die nächsten Bilder die Familie Paula & Willi
komplett und gesund zeigen. |
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| Noch einen
"Benjamin" entdeckt:
Es sind vier
Junge!
4. Juni 2011:
Ein paar Tage herrschte rund um das Miltacher Storchenleben
Informationsnotstand. Horstbetreuer Manfred Renner, der einzige
Beobachter mit dem wahren Einblick, legte einen Kurzurlaub ein. Nun
ist er wieder daheim. Sogleich nahm er die
Storchenbeobachtungsposition ein und kann eine tolle Nachricht
vermelden: Es gibt da noch einen "Benjamin", so Renner,
und weiter: "Es sind zweifelsfrei vier Junge auf dem
Schlossdach!"
Man konnte in den letzten Tagen schon feststellen, dass sich Paula
und Willi kaum Ruhepausen gönnen und nur für ganz kurze Zeit
gemeinsam in ihrem Heim verweilen. Eigentlich logisch: Erstens haben
so Jungstörche ganz schönen Hunger, und wenn's dann schon viere an
der Zahl sind... Glücklicherweise hatte das kurze, aber heftige
Regenwetter in den Tagen zuvor das Speisenangebot erhöht. (Wie man
leider von vielen Storchenbeobachtern aus anderen Gegenden vernahm,
mussten die dortigen Storcheneltern mangels Frischnahrungsangebot -
wohl die Folge der langen Trockenperiode - ihre Kinderschar auf
grausame Weise reduzieren, um die Überlebenschancen der
verbliebenen Jungstörche zu erhöhen.)
Jedenfalls ist klar: Für Paula und Willi sind die Zeiten des
Müßiggangs und der Gemütlichkeit jetzt richtig passé. Mit so
einer 6-er WG muss man sich erst mal arrangieren. Aber sie geben
sich da, zumindest äußerlich, keine Blöße. Der Stil wird
gewahrt: Jeder Neuanflug wird gemäß Hausordnung heftig klappernd
zelebriert. Und da kommt derzeit und in den nächsten Wochen ganz
schön was zusammen - wenn alles nach Plan läuft.
Langsam sollte man sich Gedanken über passende Storchenkinder-Namen
machen. Einer steht ja schon fest: Benjamin.
Bitte Vorschläge! |
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| Gute Nachrichten ohne Ende! Manfred
Renner: "Es sind jetzt mindestens...
... drei Jungstörche!
27. Mai 2011:
Was für gute Nachrichten: "Es sind jetzt mindestens drei
Junge'", so Manfred Renner, Miltachs oberster
Storchenbeobachter am Freitag, 27. Mai. "Mindestens"
deswegen, weil es durchaus möglich sei, dass sich noch ein weiteres
Jungtier in der tiefen Mulde des Miltacher Horsts befindet. Die drei
registrierten Küken seien alle gleich groß, insofern auch gleich
kräftig und haben damit beste Entwicklungschancen, so Renner
weiter.
Die Eltern Paula & Willi freuen sich nicht nur über ihren
zahlreichen, gesunden Nachwuchs, sondern ganz sicher - wie auch ihre
zweibeinigen Beobachter - über das Regenwetter, das am Abend des
26. Mai eine allzu lange Trockenperiode beendete. Nun lässt sich
gewiss leichter Nahrung auftreiben. Für die folgenden Tage ist
allerdings schon wieder heißes Trockenwetter angesagt... |
|
| Der Horstbetreuer hat ganz genau
hingeschaut und gibt bekannt:
Mindestens zwei Junge!

23. Mai 2011:
Das mächtige Wolkengebirge beeindruckt höchstens Fotografen, die
aufsehenerregende Bilder machen wollen, nicht jedoch hartgesottene,
weltgewandte Storcheneltern. Viel wichtiger ist für sie "auf'm
Platz". Und da sieht's richtig klasse aus:
Miltachs Horstbetreuer Manfred Renner gibt bekannt, dass er für
einen Moment "mindestens zwei Köpferl" in der Nestmulde
erblickt hat.
Paula und Willi teilen sich, einer modernen Ehe gemäß, die
Erziehungsarbeit (Füttern und Schatten spenden) und machen dabei
einen völlig entspannten Eindruck. Ein Indiz dafür, dass das
Nahrungsangebot nichts zu wünschen übrig lässt.
Bilder vom 22. und 23. Mai:
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|
| Juhuu! Paula & Willi
geben bekannt:
Nachwuchs
geschlüpft!
19. Mai 2011:
Mit einem Bild vom Nachwuchs kann an dieser Stelle leider noch nicht
gedient werden - noch nicht einmal mit einem aktuellen der stolzen
Neu-Eltern. Macht nix. Hauptsache, dem Nachwuchs geht's gut.
Paula und Willi mussten sich am Geburtstag 19. Mai - ein glühend
heißer Frühlingstag - gleich als Schattenmacher betätigen und mit
ihren riesigen Flügeln das/die Küken vor zu viel Sonne und Hitze
schützen. Gleichzeitig hat damit natürlich auch schlagartig der
Nahrungsbesorgungsstress seinen Anfang genommen. Als Regenwurm,
Heuschrecke oder sonstiges Kleinstgetier sollte man in den nächsten
Tagen in und um Miltach besonders vorsichtig sein, denn diese stehen
vorerst auf der Speisekarte von Familie Paula & Willi ganz oben,
bevor in ein paar Wochen auf Mäuse- und Fröschekost erweitert
wird.
Wie viele Jungstörche zu versorgen bzw.
zu schützen sind, wird man definitiv wohl erst in ein paar Wochen
wissen, so der Miltacher Horstbetreuer Manfred Renner.
Bitte, Petrus, jetzt erst mal keine schweren Gewitter! |
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| Beruhigte Lage, Paula und Willi
entspannt:
Friedliches Brüten und
Nestarbeiten

6. Mai 2011:
Die erste Angriffswelle aggressiver Eindringlinge scheint vorüber.
Das neue Storchenpaar macht einen entspannten Eindruck, brütet
friedlich über dem Nachwuchs und baut das Nest aus.
Der neue Storchenmann heißt übrigens Willi - nicht etwa wegen dem
frisch verheirateten englischen Kronprinzen William, sondern
vielmehr nach Wilhelm dem Eroberer. Paula, seit 2010 (zusammen mit
ihrem damaligen Gatten Ferdinand) Hausherrin im Schlosshorst, musste
ja erst sprichwörtlich erobert werden (siehe weiter unten).
Wie bitte? Die Storchenfrau muss nicht unbedingt jene Paula sein?
Ach geh, wer hat denn da noch Zweifel!? Natürlich ist sie unsere
Paula. |
|
| Brüten und abwehren:
Keine Ruhe auf dem Dach
29. April 2011:
Laut Horstbetreuer Manfred Renner wird bereits seit 16. April schwer
gebrütet. So weit, so gut.
Allerdings sieht sich das neue Miltacher Storchenpaar in den letzten
Tagen wieder verstärkten, zum Teil sehr erbitterten und
hartnäckigen Angriffen von Fremdstörchen (oder ist es immer der
gleiche?) ausgesetzt. Handelt es sich dabei gar um
"Spätheimkehrer" Ferdinand, der sich um sein 2009/2010
erwirktes "Hausrecht" betrogen fühlt? Bisher gelang es
nicht, den/die Eindringling(e) hinsichtlich einer Beinmarkierung
genau genug zu "untersuchen".
Wie auch immer: Im Sinne eines "gedeihlichen
Familienlebens" wäre etwas weniger Dramatik über dem
Schlossluftraum wünschenswert.
Herunten bleibt sowieso nichts anderes übrig als zu beobachten und
zu bangen... |
|
| Erneuten Einbruchs-Anflug schon im
Vorfeld vereitelt:
Storchenpaar souverän

Vereintes Bollwerk: Das Miltacher Storchenpaar beim
"Abwehrfächern". Das Ausfahren und Fächern der
mächtigen Flügel sollte, zusammen mit extrem lauter Klapperarbeit,
neugierige Fremdstörche erst gar nicht auf dumme Gedanken kommen
lassen, vielmehr zum sofortigen Abhauen bewegen. Und so war's auch
am frühen Abend des 22. April; kein bisschen Körperkontakt
diesmal...
21. April 2011:
Die Beiden haben nach wie vor größten Spaß aneinander. Man darf
in und um Miltach mit erheblicher Bevölkerungszunahme rechnen.
22. April 2011:
Kurzes Drohkreiseln eines Fremdstorches über dem Schlossdach. Im
Horst ein Abwehrbereitschaft signalisierendes Paar. Und schon war
wieder a Ruah. |
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| Störenfried verscheucht, ansonsten
...
... Ehe-Harmonie pur

Das neue Miltacher Storchenpaar am Sonntag, 17.
April, in Äktschn (Foto: Irmgard E.). So ein Storchen-Eheleben
bietet schon mehr als nur monatelang zwischen Afrika und Europa hin-
und herzufliegen oder Frösche und Mäuse zu jagen, nicht wahr?
16. April 2011:
Große Aufregung auf dem Schlossdach: Ein Fremdstorch (oder ist es
Ferdinand auf verspäteter Heimkehr?) hat sich offensichtlich zur
feindlichen Übernahme entschlossen und greift an. Den zahlreichen
Beobachtern vom Supermarkt in der Dorfmitte - darunter auch
LBV-Mitarbeiter Dieter Renner (Bruder des Horstbetreuers) - bieten
sich ca. zehn Minuten rasanter Zweikämpfe. Sieger bleibt der neue
"Hausherr", der Eindringling sucht das Weite. Bei
letzterem handelte es sich wohl nicht um Ferdinand; der hätte den
Kampf zur Rückeroberung Paulas (die Romantiker unter Miltachs
Storchenfreunden halten hartnäckig daran fest, dass es ich beim
Weibchen um Paula handelt) nie und nimmer so schnell aufgegeben.
17. April 2011:
Irmgard E. und Gatte Peter, normalerweise eher der Abt.
"Nachtschicht" im Schloss Miltach zuzurechnen, sind zu
Besuch hergeradelt. Tierfreundin Funky Sister I. gelangen dabei
einige sehr schöne Aufnahmen, die zeigen, wie prächtig sich das
neue Storchenpaar in relativ kurzer Zeit miteinander arrangiert hat.
Dies wird auch vom Bodenpersonal (Altkatze Frau Bär und
Schildkröte Gretl) neidlos anerkannt.
Bilder vom 17. April (alle Irmgard
E.):
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|
| Dramatisches Schauspiel mit
außerordentlich glücklichem Ende:
Zusammengerauft!
Das neue Miltacher Storchenpaar

Bild oben vom späten Nachmittag des 8. April 2011:
Das neue Miltacher Storchenpaar, friedlich vereint im Schloss-Nest.
Noch bis wenige Minute davor haben sich die beiden über eine Stunde
lang erbittert bekämpft - möglicherweise ging das bei dem Tier
links ins (linke) Auge. Wird scho wieda wern...
7. April 2011:
Ein Storch (nicht Ferdinand, den man an seiner Beinmarkierung
erkennen würde, aber möglicherweise "seine" Paula) lässt
sich auf dem Schlossdach nieder, macht sich verdächtig vertraut am
Horst zu schaffen, erkundet die Umgebung und übernachtet im Horst.
Bilder vom 7. April - zum
Vergrößern anklicken:

8. April 2011:
Das Tier macht den Eindruck, nicht mehr weiterreisen zu wollen und
führt kleinere Verbesserungsarbeiten im Nest aus. Fein, fein.
Am Nachmittag deutet aufgeregtes Klappern die Ankunft eines weiteren
Storches an. Kurz darauf beginnt ein dramatisches Schauspiel, wie
man es während der gesamten Miltacher Storchen-Geschichte noch
nicht mal annähernd erlebt hat. Der Neuankömmling greift wüst an
und wird vom Horstbesetzer ebenso wüst gekontert.
Immer wieder flogen sie über weite "Anlauf"-Bögen aufeinander zu, um
dann äußerst heftig zusammenzuprallen und sich zudem in der Luft
und im Horst zu "fetzen". Man musste
fürchten, dass eines der Tiere diesen Kampf nicht überlebt.
Für die Beobachter schien es, als würden zwei Storchenmänner die
Hoheitsrechte über das Nest beanspruchen. Nach über einer Stunde
ununterbrochener Kämpfe mit größter Härte (die Tiere rissen sich
die Federn bündelweise aus) sitzen die beiden plötzlich
nebeneinander im Horst. Zu erschöpft? Äh, nein. Man scheint sich
sympathischer zu werden. Die Berührungen, die in den nächsten
Minuten "stattfinden", sind ganz anderer, eher (räusper)
amouröser Art.
Miltachs Storchenbetreuer Manfred Renner hat zwar die "Schlacht
über Miltachs Luftraum" nicht verfolgt, allerdings dann das
Liebesspiel des Paares und ist, wie alle Storchen-Freunde, höchst
erfreut, dass seitens der "direkt Betroffenen" alles für
ein erfolgreiches Familienleben getan wird.
Wie erklärt sich nun das Ganze?
Ferdinand (der Markierte) ist jedenfalls nicht im Spiel. Wenn das
2010-er Paar sein Miltacher Familienglück in diesem Jahr fortsetzen
wollte, hätte naturgemäß aber erst Ferdinand aus Afrika
zurückkehren müssen, dann die Gattin. Möglicherweise ist
Ferdinand was zugestoßen - oder er hat Verspätung.
Falls es sich bei dem erstangekommenen Tier um Paula handelt, wollte
sie sich offensichtlich nicht kampflos gleich dem
"Nächstbesten" hingeben (da machen wir ihr, falls nötig,
gern die Zeugen). Dies wäre zumindest eine Erklärung...
Bilder vom 8. April:

9. April 2011:
Wie auch immer, das neue Miltacher Storchenpaar hat sich innerhalb
kürzester Zeit prächtig miteinander arrangiert und demonstriert
einträchtiges Eheleben.
Falls es sich bei der Dame tatsächlich um Paula handelt und
Ferdinand doch noch nachkommt, ist der nächste Großärger
allerdings vorprogrammiert.
Mal schaun. |
|
| "Da Stoach is do!"
(Vermutlicher) Rumtreiber
eröffnet
Miltacher Storchen-Saison 2011
19. März 2011:
"Da Stoach ist do!", hieß es an diesem Samstagvormittag
(19. März) in Miltach - also genau zum 100-jährigen Jubiläum des
Josefivereins des Regentaldorfes.
Nachdem schon in den Vortagen mehrere Horste in der näheren
Umgebung von den "rechtmäßigen Altbesitzern"
wiederbesetzt wurden, dachte man in Miltach, dass es sich dabei nur
um Ferdinand handeln könne.
Dem war aber offensichtlich nicht so. Das Tier ließ sich auf dem
Schlossdach nieder, schaute sich die Sach' gründlich an, setzte an,
den Luftraum über Miltach großräumig zu erkunden und landete
erneut im Nest. Dann allerdings verließ es den Horst erneut, um
dann (vorerst?) nicht zurückzukehren.
War's etwa gar Ulli beim "Müßiggang", um ganz nebenbei
seiner/ihrer Kinderstube einen Besuch abzustatten oder irgendein
anderer Jungvogel, den es irgendwie in den Bayerwald verschlagen
hat?
Der Möglichkeiten viele.
Gewöhnlich kommen Miltachs "ernsthafte" Störche ja erst
später (siehe die verschiedenen Berichte auf dieser Seite weiter
unten), dafür aber um so gründlicher (höhö). |
|
| (Plötzliches) Ende gut, alles gut:
Paula, Ferdinand
& Ulli
gemeinsam auf Südkurs!
31. August 2010:
Man konnte es schon am Sonntag, 29. August ahnen, aber nun, nach
zwei weiteren Tagen, darf wohl mit sehr großer Sicherheit
festgestellt werden: Die Familie Paula-Ferdinand-Ulli ist gemeinsam
auf Südkurs gegangen - und zwar vermutlich schon am Samstag, 28.
August. Da wurde das Trio zuletzt in bzw. bei Miltach gesehen: Auf
dem Schlossdach und bei Oberndorf auf einer Wiese bei der
gemeinsamen Futtersuche.
Normalerweise verlässt der Nachwuchs als erstes (ab etwa Mitte
August) die Heimat, indem er sich dem Sammelzug der Jungtiere
anschließt. Dann, gegen Ende August/Anfang September folgen
zunächst die weiblichen Altstörche, zwei bis vier Tage später
gewöhnlich die Familienväter, nachdem sie das Nest noch für die
kalte Jahreszeit stabilisiert haben.
Nachdem aber Ulli erst ziemlich spät geschlüpft ist, geriet dieser
Zeitplan etwas aus den Fugen. Da dachte sich das junge Elternpaar
Paula & Ferdinand wohl: Sicherheit für Ulli geht vor, lasst uns
gemeinsam die Reise nach Afrika (auf der sehr weiten Ost-Route über
den Bosporus, Libanon, Israel, Ägypten bis möglicherweise
Südafrika) antreten; lieber ein paar Tage zu früh als zu spät.
Die Futtersuche kann das Kind quasi nebenher lernen.
Viel Glück, ihr drei!
Sollte sich nicht noch was äußerst
Überraschendes ergeben, darf hiermit das überaus spannende
Miltacher Storchenjahr 2010 als abgeschlossen und sehr erfolgreich
bezeichnet werden.
Falls Ulli ihre/seine Heimat Miltach in den nächsten Jahren wieder
besucht, wird man sie/ihn wahrscheinlich nicht erkennen. Leider.
Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Paula & Ferdinand 2011 ein
weiteres glückliches Ehejahr an Regen und Perlbach verbringen, ist
doch sehr hoch. Es wird jedenfalls wieder sehr spannend.
Bei der Gelegenheit: Vielen Dank den
zahlreichen Fans der Miltacher Storchen-Szene sowie den Stammgästen
auf dieser Seite! Vielen Dank auch für manche aufschlussreiche
Beobachtung!
Auf ein tolles Miltacher Storchenjahr
2011!
St. Orch
(staatl. beinahe anerkannter Großvogel-Pressewart, Abt.
Schlossdach) |
|
| Jungstorch ist perfekter Flieger,
aber...
... Ulli bleibt ein Problemkind
27. August 2010:
Obwohl sich Ulli in den letzten Tagen zum perfekten/r Flieger/in
gemausert hat, muss ihre/seine Entwicklung in diesen Tagen, da die
letzten Züge nach Afrika gehen (viele Jungstörche sind längst auf
dem Weg), mit (vorerst leichter) Sorge bedacht werden. Noch immer
scheint sich nämlich das Storchenkind nicht selbständig ernähren
zu können - und so folgen die leidgeplagten Jungeltern Paula und
Ferdinand nach wie vor den herzzerreißenden "Huuungaaaa!!!"-Bettelrufen
Ullis. Dies konnte auch am Abend des Donnerstag, 26. August,
vernommen werden: Ulli hockt im Horst, die Eltern auf den Kaminen am
anderen Ende des Schlossdachs. Ruhe kehrt erst ein, wenn Paula oder
Ferdinand das Abendessen schnabelgerecht in die Kinderstube k.....,
äh, auswürgen.
Selbst der ansonsten so nachsichtige und geduldige Horstbetreuer
Manfred Renner meinte, dass Ulli "jetzt langsam aber mal
mächtig Dampf machen" sollte, bevor er (Renner) sich in den
Urlaub verabschiedete.
Also, Ulli, reiß di zamm! |
|
| Ulli wieder "zu Hause":
Erst getestet, dann geübt
16. August 2010:
Die Reihenfolge wurde ja nicht ganz eingehalten von Jungstorch/in
Ulli. Aber egal, sie/er ist geflogen. Irgendwie hat sie/er es wieder
ins Familiennest auf dem Schlossdach geschafft - und jetzt wird halt
hinterher, in Form von Trockenflugeinheiten, an den Feinheiten
geübt. Die Eltern sind noch mit Futterarbeiten beschäftigt. Aber
das ist ja kein Problem, im Gegenteil: Keine Chance dem süßen
Lotterleben!
Ulli, der neue Superstar über Miltach, wird sicher rechtzeitig auf
den Weg gebracht. Leider muss man sich damit abfinden, dass ihr/sein
bevorstehender Abschied voraussichtlich einer auf immer sein wird.
Die Jungeltern Paula & Ferdinand haben nämlich "bis auf
weiteres" das Hausrecht...
Eine andere (Dauer-)Schlossbesucherin
namens Ulli macht sich derweil Gedanken über Dach-Ulllis Zukunft
-> Best of Gästepost. |
|
| Sorgen erst mal unbegründet:
"Ulli"
absolvierte Jungfernflug

Ulli um die Mittagszeit des 13. August auf dem
Nachbarsdach.
Wenn sie/ihn niemand rübergetragen hat, muss sie/er rübergeflogen
sein.
13. August 2010:
"Mit dem stimmt was nicht... Der rührt sich kein bisschen;
schon gar nicht macht er Trocken-Flugübungen. Dabei wär es
höchste Zeit dafür...". Storchenbetreuer Manfred Renner
schwante noch vor wenigen Tagen nichts Gutes. "Er", der
Jungstorch, der sich jetzt mit dem geschlechtsneutralen Namen
"Ulli" anfreunden muss, wurde beinah schon zum Problemkind
gestempelt. Tatsächlich erschien Ullis Unbeweglichkeit langsam auch
dem zahlreichen fachunkundigen "Bodenpersonal" bedenklich.
Doch seit Donnerstag, 12. August darf Entwarnung gegeben werden.
Vorerst. Da wurde nämlich das riesige Storchenkind (optisch
eigentlich nur noch durch den dunkleren Schnabel von den Eltern zu
unterscheiden) plötzlich auf dem Dach des Nachbarwohnhauses
gesichtet: Unsicher staksend, immer mit sehnsüchtigem Blickkontakt
zum Schlossdach, wo sich Mama Paula und Papa Ferdinand - scheinbar
völlig unbeeindruckt von des Nachwuchses
Selbständigkeitsbemühungen - um Nest und eigenes Gefieder
kümmerten.
Wo Ulli die Nacht vom 12. auf 13. August verbrachte, konnte nicht
beobachtet werden. Jedenfalls befindet sie/er sich derzeit (Freitag,
13. August, Mittag) ein paar Meter weiter auf des Nachbars
Scheunendach.
Nun hofft man auf einen weiteren "Mut-Anfall" Ullis.
Schließlich muss er sich im Laufe der nächsten zwei bis drei
Wochen auch noch die selbständige Futtersuche aneignen. Und dann
geht auch schon der letzte Zug nach Afrika...
Was für ein Stress!
Bilder vom 13. August:
Einbeinig geht auch schon:
Mama Paula: 
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| Jetzt aber:
Bilder vom "Kind"

Neuer Star (obwohl eindeutig Storch) über Miltach:
Paulas und Ferdinands Einzelkind.
30. Juli 2010:
Es blieb nur kurz Zeit, die Kamera auf das vorübergehend verwaiste
und wirklich äußerst fotoscheue Storchenjunge zu richten - nach einem
minimalen Stellungswechsel des Fotografen tauchte Paulas und
Ferdinands (Riesen-) Baby sofort wieder unter.
Vielleicht sollte man ihr/ihm einen Namen geben?! Hat wer einen
passenden, am besten geschlechtsneutralen, parat? ->
schloss-miltach(at)miltach.de
Bilder vom ersten Miltacher
Storchen-Nachwuchs seit 2003 - zum Vergrößern anklicken:
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| Immer noch kein Foto:
Storchenkind fotoscheu oder was?
25. Juli 2010:
Lieber Besucher dieser Storchenseite,
vielen Dank für die vielen Hinweise, dass man den Miltacher
Storchennachwuchs "doch längst sieht und es höchste Zeit für
ein Bild auf eurer Storchenseite ist".
Jou, auch wir vom Bodenpersonal bzw. der Redaktion von
schloss-miltach.de haben registriert, dass sich das Kind von Paula
und Ferdinand nun schon seit gut drei Wochen immer wieder der
Öffentlichkeit präsentiert - und wir sind, wie alle Beobachter,
auch sehr glücklich darüber, dass ihm die Jahrhunderthitzewelle
offenbar nicht geschadet hat. Soweit, so prima.
NATÜRLICH bemühen wir uns, endlich ein Bild des Storchenjungen auf
diese Seite zu setzen. Nur: Das Objekt der Begierde macht nicht mit.
Kaum geht man rein, die Kamera zu holen, taucht es unter. X-faches
Auf-der-Lauer-liegen war bisher umsonst. Zufall? Pech? Will uns das
Kind ärgern, oder ist es einfach fotoscheu? Es kommt hinzu: Der
Horstaufbau ist schon wieder so hoch, dass man das Kind bei der
Steilheit einfach nicht sieht, wenn es nicht gerade am Nestrand
thront.
Aber sehr bald muss sie/er ja mit den Trockenflugübungen anfangen.
Und dann ist Schluss mit lustich - und spätestens dann ist auch ein
Bild der Prinzessin/des Prinzen auf dieser Seite.
Als kleinen Trost haben wir Papa Ferdinand aufgenommen (Bilder unten
vom Sonntag, 25. Juli), der das Nest scheinbar nur noch zum Füttern
anfliegt, ansonsten aber ganz dem Kind zur weiteren gedeihlichen
Entwicklung übergeben hat.


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| Bei der Affenhitze:
Storcheneltern als
Schattenmacher

4. Juli 2010:
Dauerhaft glühend heiße
Temperaturen lassen das miese Frühjahrswetter vergessen, die Bäder
sind überfüllt, Deutschland befindet sich inmitten eines neuen
Sommermärchens und jauchzt am Tag nach einem historischen
WM-Triumph (4:0 über Argentinien) vor Glück.
Dem/Der Kleinen auf dem Schlossdach soll's da natürlich auch
bestens gehen. Deshalb ist Schattenspenden angesagt. Die mit der
Nahrungssuche ohnehin unterforderten Eltern wechseln sich dabei ab.
Das Bild oben zeigt Mama Paula, wie sie sich zur Mittagsstunde extra
breit macht, damit der Nachwuchs ja nicht überhitzt. Das Jungtier
wagt noch kaum einen Blick über den eigenen Nestrand, deshalb sind
derzeit Bilder davon "von unten her" kaum möglich.
Storchenbetreuer Manfred Renner jedoch verfügt über ein tolles
Fernglas, das aus gut 500 Metern Entfernung beste Einblicke zulässt.
Auf die Frage "Wie groß ist das Storchenbaby denn jetzt?"
antwortete Renner kürzlich zur späten Stund' (bei einer
Geburtstagsfeier) vielleicht eine Spur zu unsensibel: "Na ja,
ungefähr einen Gänsebraten groß."
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| Paula und Ferdinand lassen's ruhig
angehen:
Ein Jungstorch "im
Schlaraffenland"
18. Juni 2010:
Deutschland liegt nach dem 0:1 gegen Serbien zumindest
vorübergehend am Boden. Das neue Miltacher Traumpaar auf dem
Schlossdach vermeldet dagegen immerhin einen Volltreffer:
"Definitiv EIN Jungstorch" (so Storchenbetreuer Manfred
Renner am Abend des 18. Juni) erfreut sich seines Daseins und der
uneingeschränkten, liebevollen Zuwendung seiner Eltern. "Nur
einer", mag mancher Beobachter angesichts der Miltacher
"Superjahre" 2000 (drei Junge), 2001 (drei), 2002 (vier!)
und 2003 (zwei) vielleicht meinen. Aber nach sechs Jahren völlig
ohne Nachwuchs darf man die Dreischnäbel-Familie durchaus als
großes Glück werten. Paula und Ferdinand lassen's in ihrem ersten
Ehe-"Pflichtjahr" einfach ruhig angehen. Recht haben sie.
Dem kleinen wird's taugen. Laut Manfred Renner darf man die vielen
gemeinsamen Neststunden des Paars schon während der Brutzeit derart
deuten, dass in und um Miltach geradezu ein Überangebot an
Frischnahrung (Mäuse und sonstiges Kleingetier) herrscht. Insofern
befindet sich der "konkurrenzlose" Jungstorch im reinsten
Schlaraffenland.
Wir gehen aber davon aus, dass die noch unerfahrenen Jungeltern
trotzdem größten Wert auf ausgewogene, nicht zu üppige Ernährung
legen und ihr Einzelkind nicht allzu sehr verhätscheln, sondern
vielmehr zu einem durchsetzungsfähigen, selbstsicheren,
charakterlich einwandfreien, verantwortungsbewussten und
sozialkompetenten Gutstorch mit Weitblick heranziehen. Vielleicht
hat er eines Tages sogar das Zeug zum Landluftrat. |
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| Endlich
wieder Miltacher Storchennachwuchs!
Aber wie viele sind's?
10. Juni 2010:
Storchenbetreuer Manfred Renner teilt mit, dass "gestern",
also am 9. Juni, "mindestens ein Jungstorch" geschlüpft
ist. Dieses Ereignis konnte in Miltach zuletzt im Jahr 2003 (!)
gefeiert werden (siehe ungefähr einen Kilometer weiter unten auf
dieser Seite). Herzlichen Glückwunsch, Paula und Ferdinand!
Zumindest für Ferdinand ist es das erste Mal, dass er auf dem
Eltern-Bogen als Erzeuger erfasst wird - ist doch dank seiner
Markierung eindeutig belegbar, dass er 2010 erstmals mit der
sogenannten "Geschlechtsreife" ausgerüstet ist.
Nebenbei bemerkte Renner, dass der als Brutbeginn vermerkte Zeitraum
nicht stimmen kann und wohl von Ende April auf Anfang Mai korrigiert
werden muss. Egal.
Die Frage ist jetzt noch: "Wie viele Junge sind's?" Der
Horst auf dem Schlossdach ist nur von ziemlich großer Entfernung
einsehbar, und die stolzen Eltern breiten pausenlos
(abwechselnd) ihre mächtigen Körper über die noch sehr kleinen
Tiere - erst recht bei dieser Affenhitze.
Manfred Renner bleibt dran, der Miltacher Schlossgeistkurier
berichtet - demnächst auch wieder mit aktuellen Bildern. |
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| Ein paar Störenfriede, ansonsten
unaufgeregtes Familienleben - aber:
Zeit zum Schlüpfen
30. Mai 2010:
In Anbetracht all der Turbulenzen, Dramen und Tragödien, die man
schon erleben musste, darf das unaufgeregte Leben der Familie Paula
& Ferdinand ausschließlich positiv bewertet werden. Während
"sie" hauptsächlich über dem/den Ei(ern) brütet, ist
"er" vorwiegend für Nestbau und häuslichen Frieden
zuständig. Von wegen Emanzipation!
Diverse Beobachter, zuletzt Horstbetreuer Manfred Renner am 29. Mai
vom Fußballplatz aus (FC Miltach - SV Grainet 4:0), berichteten in
den vergangenen Wochen von einzelnen "neugierigen"
Streunern, die zunächst nicht den gebührenden Abstand zum
Schloss-Horst einhalten. Beinahe hat man schon den Eindruck, als
würde sich der "Hausherr" über derlei Abwechslung freuen
- wie damals Obelix über die Römer. Jedenfalls gehen die
Scharmützel immer sehr schnell zugunsten von Rambo Ferdinand aus,
derweil Gattin Paula voller Stolz und Verzückung klappert:
"Hach, mein Mann!"
Wie Renner meinte, wäre es - vorausgesetzt, Brütbeginn war
tatsächlich am 28. April - an der Zeit, dass geschlüpft wird. Dann
wird man endlich auch sehen, wie viel Jung-Störche den Vermerk
"Geburtsort: Miltach, Lkr. Cham, Bayern" in ihrem
Flug-Pass stehen haben. Das in den letzten Wochen sehr kalte Wetter
mag die Brütdauer möglicherweise auch etwas verlängern, so
Renner.
Wie auch immer: Wenn die Jung-Störche erst mal geschlüpft sind,
sollten streunende Großvögel den Luftraum über Miltach tunlichst
meiden. Denn: Ferdinand wird zum ersten Mal Papa - und hat
zusätzlich zu seiner mächtigen Statur noch die Motivation des
jungen Familienvaters. |
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|
| Der Horstbetreuer hat genau
hingeschaut...
... und bestätigt
5. Mai 2010:
Manfred Renner, Miltacher Horstbetreuer im Dienste des LBV-Zentrums
"Mensch und Natur" (Nößwartling), überlässt nichts dem
Zufall. Seine genauen Beobachtungen bestätigen nun, was man schon
vermuten durfte: "Ferdinand" ist der Storchenmann aus
Waidhofen an der Thaya und seit Ende Juli 2009 Chef des Miltacher
Luftraums. Bei seiner Gattin "Paula" handelt es sich mit
höchster Wahrscheinlichkeit um jene Störchin, die ebenfalls seit
dem Spätsommer des vergangenen Jahres an seiner Seite klappert.
Und: "Es wird über mindestens einem Ei gebrütet." Nun
ja, da wären wir fast von selber drauf gekommen... |
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| Sie brüten:
Alles normal, es geht voran
2. Mai 2010:
Die Wahrnehmungen der zahlreichen Miltacher Storchen-Beobachter
gehen auseinander: Schon am Samstag, 24. April, bemerkte manche(r)
eine "typische Brutstellung". Dass dabei tatsächlich
eines oder mehrere Eier bewacht bzw. gewärmt wurden, ist aber eher
unwahrscheinlich, weil das Storchen-Ehepaar in den Tagen darauf
immer wieder gemeinsam längere Streifzüge in die nähere Umgebung
unternahm.
Ganz sicher gebrütet wird aber spätestens seit Mittwoch, 28.
April.
Glücklicherweise ist Miltachs oberster Storchenbeauftragter Manfred
Renner wieder im Lande. Das heißt: Ab sofort kommt System in die
Angelegenheit (höhö). Wie er wissen lässt, wird als erstes
überprüft, ob es sich bei dem markierten Tier um den Storchenmann
handelt, der Ende Juli 2009 den Bayerwäldlern schöne Grüße aus
dem niederösterreichischen Waidhofen an der Thaya übermittelte. |
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| Erstes Gerangel:
Klarer "Heimsieg" für
Paula und Ferdinand
21. April 2010:
Einseitige Angelegenheit, klarer Heimsieg. Die Rede ist nicht von
einem Fußballspiel, sondern einer kurzen Begebenheit über dem
Miltacher Schloss. Ein etwas übermutiger Fremdstorch dachte sich
beim Überflug wohl: "Do schau her, a scheens Nest do untn"
und setzte zum Landeanflug an.
Ferdinand und Paula, so heißt das neue Traumpaar über Miltach,
ließen aber gar nix aufkommen und machten dem Eindringling schnell
klar, wer hier das Klappern hat. |
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| Wunderbar:
Storchenpaar wiedervereinigt!

19. April 2010, später Nachmittag:
Perfektes Timing! Das Storchenpaar, das uns im Spätsommer 2009 so
viel Hoffnung auf einen guten Neustart 2010 machte, ist
offensichtlich wieder zusammen und innerhalb zweier Tage in der
Wahlheimat Miltach eingetroffen. Zumindest ist "Herr
Storch" der gleiche. Dies ist deutlich am Markierungsband
seines rechten Beins zu erkennen (kleines Bild unten links - zum
Vergrößern anklicken!).
Und: Es wird nicht lange gefackelt. Das "intensive
Eheleben" lässt keinen Zweifel daran, dass eine
Familienerweiterung vorgesehen ist.
Viel Spaß und Glück weiterhin da oben! Wir wollen nur gucken...

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| Storchen-Saison 2010 auf
Schlossdach eröffnet?!?
Vorsichtiger Optimismus erlaubt
19. April 2010:
Seit Samstag, 17. April, bekamen die Hoffnungen auf eine
erfolgreiche Fortsetzung des "Neuanfangs" im späten
Storchenjahr 2009 neue Nahrung. Ein ziemlich großer Storch lässt
sich immer wieder auf dem Schlossdach nieder, beschäftigt sich
intensiv mit dem Horst und nächtigt dort auch. Vielleicht wird's ja
noch was... |
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| Miltacher Storchen-Saison 2009
beendet:
Hoffen aufs Frühjahr 2010
Seit 31. August 2009 ist der Storchenhorst auf dem
Schlossdach wieder sich selber überlassen. Der junge Storchenmann
folgt seiner Gattin ins Winterlager nach Afrika. Immerhin kann man
sich jetzt wieder berechtigte Hoffnungen auf ein erfolgreiches
Storchenjahr 2010 machen. |
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| Seit Tagen nur noch ein Storch auf
Schloss-Horst - alles normal also:
Zeit des Abschieds

30. August 2009:
Das Bild oben vom Abend des 28. August zeigt den jungen
Storchen-Herrn, auf dem die Miltacher Hoffnungen für ein gutes
Storchenjahr 2010 beruhen (siehe auch "Österreichische
Lufthoheit...").
Seit mehreren Tagen lässt er allein das Storchenjahr 2009
ausklingen. Dass die weiblichen Tiere schon ein paar Tage vorher
Europa in Richtung Afrika verlassen, gehört zur guten familiären
Organisation.
Möglicherweise ist mittlerweile auch schon der junge Storchenmann
unterwegs in Richtung Bosporus...
Falls alles normal läuft, kommt er nächstes Jahr im März/April auch als
erster wieder an. Aber was ist schon normal, wenn erst mal gute
20.000 Kilometer geflogen werden wollen!?! |
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| Jetz iss' soweit:
Österreichische Lufthoheit
über Miltach!

11. August 2009:
Man muss bei obigem Bild gar nicht so genau hinschauen, um am
rechten Bein des linken Storchen was auffallend
"Schwarzes" zu erkennen. Dabei handelt es sich weder um
eine Oberschenkelbandage noch um eine Kapitänsbinde. Störche
spielen nicht Fußball!
Das Bild vom 9. August stellte für die Miltacher Vogel-Experten
(hier sind in erster Linie die Gebrüder Renner zu nennen) kein
allzu großes Rätsel dar. Und schon ein etwas genauerer Blick auf
das Markierungsband und diesbezügliche Erhebungsunterlagen - vielen
Dank mal wieder an die Leute vom LBV! - verschaffte eindeutige
Klarheit: Der höchstwahrscheinlich männliche Storch, ein
wahrhafter Riese, ist Österreicher - 2006 in Waidhofen an der Thaya
geboren, mit 3 Lebensjahren noch nicht ganz geschlechtsreif, aber
offensichtlich schon sehr heiratswillig. Woher die nur minimal
kleinere Dame (wenn's denn eine ist) an seiner Seite stammt, wissen
wir (noch) nicht. Aber die ganz feinen Ohren unter den hiesigen
Storchenexperten wollen aus den letzten Klapper-Arien was
"irgendwie waldlerisches" rausgehört haben...
Soviel Lokalpatriotismus sollte schon erlaubt sein.
Ist ja auch wurscht. Jedenfalls, da gibt es nun überhaupt keinen
Zweifel, finden die beiden aneinander und an ihrer neuen (?)
Wahlheimat Miltach anhaltend großen Gefallen...
Bilder - zum Vergrößern anklicken:

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| "Dezentes
Mittsommer-09-Glück" weckt Hoffnungen
auf 2010:
Zwei Störche = Storchenpaar?!?
Ende Juli 2009:
Da meint man immer, man hätte mit dem Getier schon alles erlebt;
und dann haben sie doch immer wieder eine Überraschung auf Lager -
in diesem Fall endlich mal wieder eine richtig positive. So positiv,
dass sich der Schreiber dieser Zeilen mit der Meldung extra ein paar
Tage zurückhielt, um ja nichts zu verschrei(b)en.
Seit über einer Woche kommen allabendlich zwei Störche
lautklappernd angeflogen und lassen sich auf dem Schlossdach nieder,
um an gleicher Stelle die Nacht zu verbringen - das eine Tier, wie
sich's gehört, im Storchenhorst, das andere in respektabler
Entfernung. Der Miltacher Horstbetreuer Manfred Renner konnte sich
das auch nicht so ganz erklären. Wenn er Kriminalbeamter wäre,
hätte er wohl gesagt: "Wir ermitteln in alle Richtungen".
Soll heißen, dass alles möglich ist: Geschwister,
gleichgeschlechtliches oder "klassisches Paar".
Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um letzteres handeln könnte,
hat sich seit dem Abend des 29. Juli drastisch erhöht, weil
nämlich beide Tiere friedlich vereint die folgende Nacht im Horst
verbrachten. Nicht nur das: Zudem machten sie sich schwer am
mittlerweile ziemlich bewachsenen Nest zu schaffen.
Manni Renner: "Vielleicht haben die beiden damit ihr
zukünftiges Heim schon gefunden. Die leise Hoffnung, dass wir im
Frühjahr 2010 ein neues Miltacher Storchenglück beobachten
können, ist zumindest berechtigt." |
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|
| Ein paar "Solo-Besuch",
sonst gar nix:
Auch 2009 kein Miltacher
Storchenjahr
11. Juni 2009:
"A Schtoach is af'm Dach!" Ein paar (wenige) Besuche
einzelner Störche im April ließen leise Hoffnung auf ein
erfülltes Storchenjahr 2009 keimen. Leider blieb es dabei. |
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|
| Schloss Miltach unter den geehrten
Adressen:
"Fledermäuse
willkommen"

Oben: Der Artikel im Chamer
"Bayerwald-Echo" vom 17. März berichtet über die
Fledermaus-Ausstellung im Landratsamt Cham sowie über die Ehrung
der "fledermausfreundlichen" Haushalte am 16. März.
Mit Genehmigung von Redaktionsleiter K. Gohlke darf der Artikel auch
auf der Schloss Miltach-Seite veröffentlicht werden. Vielen Dank!
17. März 2009:
Das haben sich die Störche nun wirklich selber eingebrockt:
Fledermäuse auf "ihrer" Seite!!!
Während die Klappertiere an ihrem schnuckligen Heim AUF dem
Miltacher Schlossdach in den letzten Jahren ziemlich achtlos
hinweggeflogen sind und es links und rechts liegen ließen, werden
die Flächen unter dem Dach von den "Kollegen"
Fledermäusen seit vielen Jahren als regelmäßige Sommerunterkunft
ebenso geschätzt wie genutzt. Vor zwei Jahren wurde auf
Veranlassung LBV-Zentrums "Mensch und Natur"
(Nößwartling bei Arnschwang), quasi zur
"Anflugerleichterung", der Teil eines Dachgaubenfensters
mit einer "Fledermaus-Luke" ausgestattet. Schließlich
legen die Fledermäuse heutzutage großen Wert auf Komfort.
Am 16. Januar wurden die fledermausfreundlichen Hausbesitzer des
Landkreises Cham im Landratsamt durch den dortigen
"Hausherrn", Landrat Theo Zellner, sowie den Vorsitzenden
des LBV-Zentrums, Heribert Mühlbauer, geehrt und mit dem Zertifikat
sowie einer Plakette vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt,
Gesundheit und Verbraucherschutz ausgezeichnet.
Den Störchen sei geraten: Reißt's eich z'samm
und kemmt's boid wieda!!! |
|
|
| Nur der Vollständigkeit halber:
2008 war wieder nix
August 2008:
Die Storchensaison 2008 war keine - zumindest in Miltach. |
|
|
| Immerhin:
"Einzelbesuche"
9. - 13. Mai 2008:
Die neue alte Bescheidenheit im Miltacher Storchengeschehen lässt
einen wieder über Kurzbesuche einzelner Langschnäbel freuen. Sie
kreisen über dem Dorf, peilen die Lage, machen sich ihre Notizen (harrharr),
manchmal lassen sie sich für wenige Minuten auf dem
Schloss-Storchenhorst nieder, denken sich "Eigentlich gar nicht
so übel hier""... und hauen dann wieder ab. Sauber! |
|
|
| Sieht nicht gut aus:
Kein Storch in Sicht
15. April 2008:
Von wegen "2008 wird alles besser"! Man muss wohl die
Ansprüche etwas herunterschrauben und schon froh sein, wenn sich -
wie zu den Miltacher Storchen-Anfängen Ende der 90-er (siehe auf
dieser Seite ungefähr einen Kilometer weiter unten) - erst mal
wieder ein paar "Einzelexemplare" über Regen und Perlbach
blicken lassen, um dann langsam Familienpläne mit Standort Miltach
reifen zu lassen... |
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| September 2007:
2008 wird alles besser |
|
|
| Devise "Hoffnung auf
2008":
Storchenjahr 2007 so gut wie
gelaufen
5.Juli 2007:
Viel mehr war nicht mehr zu erwarten, und man sollte zufrieden sein.
Immerhin scheint es so, als hätten ein paar Störche (inklusive dem
einen oder anderen Jungpaar) ihre Augen auf den Miltacher
Storchenhorst geworfen (siehe im Anschluss unten) - und sich
hoffentlich gut den Flugweg dorthin eingeprägt.
Ansonsten war in den letzten Wochen nicht mehr viel Bewegung auf dem
Schlossdach bzw. auf den Wiesen rund um Miltach. Darüber können
auch gelegentliche Kurzbesuche von Einzelstörchen nicht
hinwegtäuschen.
Im Frühjahr 2008 wird's spannend. |
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| Sieht gar nicht so
schlecht aus:
Schloss-Horst heiß umkämpft!
3. Juni 2007:
Der Standort Miltach ist unter Störchen wieder heiß begehrt, sogar
umkämpft. Vor allem in den letzten Mai-Tagen gab es einige rasante,
ja dramatische Szenen über dem Schloss-Luftraum zu beobachten (man
sollte eigentlich immer seine Kamera dabei haben...). Ein
Storchenpaar, das seit ein paar Wochen offensichtlich das
Schlossnest für sich reklamiert, sah sich schweren Angriffen eines
weiteren Duos ausgesetzt. Klassische "Aufgabenteilung":
Der/die eine verblieb im Horst hocken und verteidigte das Heim
(inklusive benachbarter Kamine) heftig klappernd gegen den einen
"Sturzflieger", während sich die anderen beiden
Kontrahenten im "freien Luftkampf" nichts schenkten und
einige Male schwer gegeneinander krachten. Dabei wurden
sprichwörtlich einige Federn gelassen.
Derlei Kämpfe konnte man in Miltach ja schon öfters beobachten,
aber nur selten in dieser Intensität. Anscheinend werden derzeit in
der Storchen-"Nachwuchsszene" die Claims abgesteckt.
"Gewonnen" hat, soweit man als Beobachter nicht
überfordert war, jeweils das verteidigende Paar.
Mittlerweile hat sich die Lage wieder beruhigt. Das "neue"
Miltacher Storchenpaar macht bereits einen sehr heimischen Eindruck,
pflegt sich und den Horst, lässt sich mal hier, mal da auf
Futtersuche blicken, klappert harmonisch im Duett...
Also, man will ja nichts verschreien, aber: 2007 scheint sich nun
doch noch zum ganz passablen Storchenjahr zu entwickeln.
Bilder - zum Vergrößern anklicken:

Von links: Verteidiger, Angreifer,
"siegreiches Gastgeber-Paar".
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| Schloss Miltach "besetzt"
- nur vorübergehend???
Was soll das jetzt, hä?
20. Mai 2007:
Als ob sie eine Antwort auf die Bemerkungen vom 15. Mai (siehe im
Anschluss) geben möchten, sind zwei, manchmal auch drei Störche in
den letzten Tagen immer wieder auf dem Schlossdach sowie irgendwie
im Bereich um Miltach zu sehen. Und jetzt ist das Schloss doch
auffallend "dauerbesetzt". Manchmal möchte man meinen,
ein Tier wäre immer am Brüten. Geht das denn überhaupt noch? Oder
was soll das bedeuten? Jedenfalls ist es sehr aufregend. Weiter so!
Fotos vom 20. Mai - zum Vergrößern anklicken:

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| Streuner - nix als Streuner:
Auch 2007 kein
Storchen-Familienglück
15. Mai 2007:
Nach mehreren Einzel-Kurzbesuchen in den Vorwochen lassen sich am
Morgen gleich drei weitere Störche auf dem Schloss-Horst bzw.
-Giebel nieder. Eine(r) davon fand wohl das Nest auch sehr
gemütlich und nahm kurz sogar "Brütstellung" ein.
Immerhin dauerte die "Vorstellung" diesmal etwa drei
Stunden, bevor Miltach wieder verlassen wurde. Dem insgesamt doch
eher unbeholfenen und "unernsten" Verhalten (man hat ja
als Beobachter langsam seine Erfahrungen) der Tiere war zu
entnehmen, dass es sich um geschlechtsunreife Jungstörche handelt,
die in der Gegend rumstreunen.
Ansonsten muss man Mitte Mai konstatieren, dass es auch im Jahr 2007
kein Miltacher Storchen-Familienglück geben wird. Der Naturzyklus
lässt dafür nicht mehr die nötige Zeit.
Die Hoffnung bleibt: Vielleicht erinnert sich einer der Streuner des
Dorfes an Regen und Perlbach, wenn er in den nächsten Jahren mit
Partner(in) auf der Suche nach einer geeigneten Dauerunterkunft ist. |
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| Immer wieder mal:
Kurzbesuche - sonst nix
22. April 2007:
Wieder mal, wie in den vergangenen Wochen eher selten, heftiges
Klappern aus zwei Storchenschnäbeln aus dem Schlosshorst. Kurzes
Rumnesteln, Lagepeilen, danach weite Kreise über dem Miltacher
Luftraum. Das war's dann auch schon wieder. Leider. |
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| LBV + Feuerwehr
"eröffneten" Storchenjahr 2007:
Storchenhorst
"entleert"
30. März 2007:
Offizielle "Eröffnung"
des Miltacher Storchenjahres 2007.
Diesmal aber mit "sehr sehr schwerem Gerät": Auf Anfrage
des LBV-Zentrums "Mensch und Natur" (Nößwartling/Arnschwang)
stellte die Bad Kötztinger Feuerwehr dankenswerterweise ihr
Drehleiter-Fahrzeug zur Verfügung. Dieses, von "seinem
Herrn" Heinz Achatz meisterhaft bedient, wurde beinahe bis an
die Grenze beansprucht, als es darum ging, die LBV-Mitarbeiter Josef
Breiter und David Messerer im Korb bis an den Storchenhorst auf dem
Schlossdach zu befördern.
Dieser außergewöhnlich aufwändige Einsatz war auch vonnöten.
Schon beim Anblick von unten waren die heftigen
"Wucherungen" zu erkennen. Breiter und Messerer fanden
dann auch ein Nest vor, das randvoll mit Nistmaterial bzw. Humus
war. Der Inhalt von drei Schubkarren war es schließlich, um den der
Miltacher Storchenhorst nach getaner Arbeit erleichtert war.
Um die Attraktivität des Nistplatzes für "neue" Störche
zu erhöhen bzw. deren Aufmerksamkeit erst einmal zu erhalten, wurde
der Bereich um den Storchenhorst noch mit Kalk bespritzt.
Aufmerksam beobachtet wurde der Job der drei
"Hauptakteure" Achatz, Breiter und Messerer vom
"Bodenpersonal": Miltachs Bürgermeister Gottfried Heigl,
Schloss-Ehepaar Schleyerbach-Breu, Miltachs Pressechef und
"Dorfkundler" Erwin Vogl sowie dem Miltacher
Storchenhorst-Betreuer und LBV-Mitarbeiter Manfred Renner.
Die gelungene Aktion wurde mit einer kleinen Brotzeit im
Schlosskeller, zu der Bürgermeister Heigl einlud, abgeschlossen.
Schlossherrin Christiane Schleyerbach-Breu bedankte sich bei den
"Meistern der Lüfte" Breiter und Messerer sowie beim
Fahrzeug- (und Drehleiter-) Führer Achatz mit handgetöpferten
Haferln aus ihrer Werkstatt.
Ob die Aktion nicht nur als gelungen, sondern auch als erfolgreich
bezeichnet werden kann, hängt von den Störchen selbst ab. Also,
Adebars, auf nach Miltach. Und dann wird auch hier geblieben und so
(blinzel) - Ihr wisst schon...
Bilder - zum Vergrößern
anklicken:

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| Oktober 2006:
Warten (und Hoffen) auf ein besseres
Storchenjahr 2007
Das Storchenjahr 2006 ist natürlich längst
beendet. Im August, spätestens Anfang September haben die letzten
Altstörche Europa in Richtung Afrika verlassen - abgesehen von den
wenigen Tieren, die hier unter sehr schweren Bedingungen (und vom
Menschen unterstützt) überwintern.
Nächstes Jahr wird's wieder besser - auch in Miltach. Wir können
nur warten und hoffen. |
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| Silberstreif am Horizont:
Immer wieder "Einzelbesuche"
26. Juli 2006:
Das Miltacher "Storchenjahr" 2006 ist natürlich längst
gelaufen, ganz und gar nicht nach dem Geschmack der vielen
Beobachter und "Fans" dieser - immer seltener werdenden -
Vögel.
Was ein bisschen Hoffnung auf die kommenden Jahre macht: Immer
wieder lassen sich einzelne Störche, manchmal auch im Duett, auf
dem Schloss-Horst nieder, um dort mehrere Stunden zu verbringen.
Immerhin. Miltachs LBV-Mann und Horstbetreuer Manfred Renner wertet
dies als ungebrochene Attraktivität Miltachs und dessen Umgebung
für Störche. Das Nahrungsangebot - eins der
"Hauptargumente" für die Standortbestimmung der Störche
- scheint zu stimmen. Entscheidend für ein neues Miltacher
Storchenglück sei, so Renner, dass sich zur rechten Zeit ein
Storchenpaar mit "ernsthaften familiären Absichten" für
den Horst auf dem Schlossdach entscheidet. Und dafür sei auch ein
wenig Glück vonnöten.
Unsere Geduld ist ja grenzenlos... |
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| Sieht nicht gut aus:
Miltacher Storchenjahr 2006 bisher "sehr
mager"!
Es geht auf Ende April hin, und langsam müssen
sich die Miltacher Storchenfreunde - und das sind nicht wenige - auf
ein weiteres "sehr mageres" Jahr einrichten. Zwar war bis
in die zweite Aprilwoche ein einzelner Storch schwer am Schuften;
dies aber weniger auf dem Schloss-Horst, der auf die Adebars
scheinbar (weil er zu "verwildert" bzw. verwachsen ist?
Siehe auch im Anschluss: "Storchenhorst geputzt") nicht
mehr die Attraktivität der Vorjahre ausstrahlt, sondern auf dem
"Bäckerkamin" in der Ortsmitte. Dort sind noch immer die
starken Bemühungen um einen "Ersatz-Horst" zu sehen. Seit
knapp zwei Wochen ist aber Miltach wieder völlig storchenfrei.
Nun kann nur gehofft werden. Wieder mal. |
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| Offizieller Start ins
"Miltacher Storchenjahr 2006":
Storchenhorst geputzt

Sicherheit zuerst: Markus
Schmidberger, Manfred Renner und Muharrem Aydinli (von links)
treffen vor Schmidbergers "Ausstieg" die nötigen
Maßnahmen.
Schon am 15. März ließ sich auf dem
Welter-Bäcker-Kamin in der Ortsmitte ein sehr "früher"
Storch nieder, um am Tag darauf Miltach schon wieder zu verlassen -
ein "Durchzügler" also.
Am Freitag, 24. März, machte sich
ein Trio des LBV-Zentrums "Mensch und Natur" (Nößwartling/Arnschwang)
daran, den Storchenhorst auf dem Miltacher Schloss etwas zu
"putzen". Markus Schmidberger, Leiter des Zentrums, stieg
höchstpersönlich dem Schloss aufs Dach - keine leichte Aufgabe,
die bei enormer Steilheit und Höhe trotz aller getroffenen
Sicherheitsmaßnahmen einiges an Mut voraussetzt. Unterstützt wurde
er dabei von den LBV-Mitarbeitern Manfred Renner und Muharrem
Aydinli. Die Säuberung, die vor allem verhindern soll, dass der
pflanzliche Wildwuchs auf dem Horst überhand nimmt, gelang nur sehr
bedingt. Eigentlich wollte Schmidberger sprichwörtlich das
Wurzelproblem lösen, was aber durch die immer noch zugefrorenen
oberen Horst-Schichten verhindert wurde. Nun hofft man, dass sich
bald ein Storchenpaar mit "ernsthaften Absichten"
niederlässt. Und die würden sich "schon um ihre Wohnung
kümmern", wie die Fachleute einhellig meinten.
Bei der Gelegenheit befreite Schmidberger auch gleich die darunter
gelegenen Schneefangzäune und Dachrinnen von den herabgefallenen
Ästen und dadurch gestautes Laub.

(kleine Bilder zum Vergrößern anklicken)
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| Unspektakuläres Finale 2005:
Stella und Bert auf dem Weg nach
Afrika
Donnerstag, 18. August 2005:
Stella und Bert, die hoffentlich neuen Dauerinhaber des
Storchenhorstes auf dem Schlossdach, sind seit mehreren Tagen nicht
mehr gesehen/gehört worden. Im Juli waren sie ein paar Mal schnell
zur Stelle, wenn Fremdstörche den Luftraum über Miltach
"unsicher" machten. Diese zeigten sich jeweils sehr
schnell beeindruckt und suchten das Weite.
Jetzt bleibt zu hoffen, dass sie die lange Reise nach Afrika gut
überstehen und 2006 im März/April Miltach wieder wohlbehalten
anfliegen. |
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| Stella und Bert genießen
"kinderloses Eheglück":
Lotterleben pur!
Mittwoch, 22. Juni 2005:
Seit Wochen genießen Stella und Bert, von allen
"Nachwuchspflichten" entbunden, ihre Zweisamkeit in vollen
Zügen: Ab und zu stehen kleinere Horstausbauarbeiten auf dem
Tagesprogramm, ansonsten Lotterleben pur - vor allem in Form von
ausgedehnten Fressorgien auf frisch gemähten Wiesen rund um
Miltach. Sehr oft lassen sie sich nur wenige Meter entfernt von den
Radwegen nach Chamerau (zwischen Welter-Lager und Kläranlage) und
nach Blaibach (Nähe Tiefental) "besichtigen". Dabei ist
es ihnen um so lieber, wenn ein Landwirt die Felder bearbeitet
(Mähen, Heuwenden...), und sie suchen in aufreizender Nähe die
Nähe zum (fahrenden) Traktor. Schließlich liegt dann das Fressen
(aufgescheuchte Mäuse, Heuschrecken usw.) geradezu auf dem
Präsentierteller.
Ein paar Mal auch wieder Besuch von "streunenden"
Jungstörchen, die den Schlosshorst anpeilen. Aber da sind dann
Stella und Bert schnell zur Stelle und zeigen, wer hier das Klappern
hat. |
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| Stork Wars über Miltach:
Stella und Bert
vertreiben Eindringlinge!
Stella und Bert - so heißen sie, die neuen
Miltacher Luft-Hoheiten, punktum.
Sonntag, 29. Mai 2005:
Stella und Bert sind nun genau seit zwei Wochen ein Miltacher Paar.
Dies wurde (siehe Vorberichte) eindrucksvoll demonstriert.
Die beiden letzten Tage war Besuch angesagt - allerdings
ungebetener. Am Freitag, 27. Mai, machte eine 3-er-Gruppe
(vermutlich "streunende Jungstörche) Stunk und drehte in
aufreizender Nähe zum Schloss-Horst mehrere Runden. Dann aber
hatten Stella und Bert den Schnabel voll und beließen es nicht mehr
bei aufgeregtem Klappern und Flügelschlagen. Sie stiegen hoch und
starteten "Gegenkreise". Die Eindringlinge waren davon
offensichtlich ziemlich überrascht und verlegten ihre Aktivitäten
in höhere Regionen, aber immer noch über dem Miltacher Luftraum.
Dies allerdings war den beiden Hausherren nicht genug Demutshaltung.
Sie gingen nun regelrecht zur Verfolgungsjagd über. Und so spielten
sich einige "handfeste" Szenen mit bedrohlichem
Körperkontakt in bester Flughöhe ab, wobei sicher auch einige
Federn gelassen wurden. Zwei der Fremdstörche kapitulierten
alsbald. Stella und Bert waren's zufrieden und ließen sich wieder
auf dem Schlossdach nieder. Nur der dritte Fremdstorch,
wahrscheinlich der Bandenchef, zeigte noch den Mut des Verzweifelten
(schließlich ging es um sein Ansehen innerhalb der Bande) und flog
- mit gewissem "Sicherheitsabstand" allerdings - die
Einflugschneise über dem Horst-Landebereich an, um dann allerdings
mit der Bemerkung "Na gut, ihr habt gewonnen - aber ich komme
wieder" abzudrehen und seinen Kumpanen zu folgen.
Am Samstag, 28. Mai, dann wieder mehrmals Besuch von Fremdstörchen.
Denen reichte aber Stellas und Berts "Abwehrplan 1a"
(Klappern und Flügelschlagen), und sie hauten jeweils sofort wieder
ab. |
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| "Ernste Absichten" des
neuen Storchenpaars:
"Intensives Eheleben"!
Sonntag, 22. Mai 2005:
Schön langsam darf man sich wohl mit dem Gedanken anfreunden, dass
Miltach nach der 2004-er Tragödie um den "Urstorch" Beppo
und der damit verbundenen "Familienauflösung" (siehe
weiter unten) wieder von einem "richtigen" Storchenpaar
bewohnt wird. Das "Eheleben" lässt an Intensität nichts
zu wünschen übrigen, die übrige Zeit wird zu Verschönerung und
Ausbau des Horstes sowie sonstigen, ganz gewöhnlichen
Gepflogenheiten eines erfüllten und engagierten Paarlebens
genützt. Das ist doch was, oder?! Wenn nicht mehr dieses Jahr
Nachwuchs, dann eben nächstes Jahr.
Demnächst aktuelle Bilder. |
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| Öha:
Neues Storchenpaar auf Schlossdach!
Mittwoch, 18. Mai 2005:
Kaum war der "Pfingstsonntags-Bericht" (siehe unten im
Anschluss) auf dieser Seite platziert, war schon ein zweiter Storch
zugegen. Ohne jetzt weitere Vermutungen loszulassen, die
möglicherweise was verschreien könnten, an dieser Stelle folgende
Beobachtungen: Seit Pfingstsonntag also viel Geklappere, trautes
Zusammensein auf dem Schlossdach. Für eine
"Familienneugründung" ist es Mitte Mai doch eigentlich
schon zu spät, oder?
Wir beobachten weiter. |
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| Leichte Hoffnungen auf einen
"Neubeginn" Miltacher Storchenglücks:
Solo-Storch "richtet sich
ein"
Pfingstsonntag, 15. Mai 2005:
Seit drei Tagen macht ein einzelner Storch Anstalten, sich auf dem
Schloss heimisch zu fühlen: Er putzt am Horst und an seinem
Gefieder rum, macht durch Erkundungsflüge in die Umgebung auf sich
aufmerksam, scheint vom hiesigen Nahrungsangebot wohlgenährt und
genießt ganz offensichtlich die Sympathien der Erdenbürger.
Vielleicht ist er ja ein "Jungmann", der in den nächsten
Jahren schon mal wüsste, wo eine Storchenfamilie gut aufgehoben
wäre. Wir drücken ihm dazu die Daumen. |
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| "Sehr zäher" Beginn des
Storchenjahres 2005:
"Storchen-Duo" nur auf
Kurzbesuch da
Sonntag/Montag, 10./11. April 2005:
Zwei Störche lassen sich immer wieder auf dem Schlosshorst nieder,
drehen ein paar Runden, klappern zwei Strophen, schauen sich das
außerordentlich bewegte und hochdramatische Leben in Miltach-City
quasi "von oben herab" an und hauen dann angeödet wieder
ab. Null Sex, null Bock auf Mijdda. Wahrscheinlich streunendes
Jungvolk ohne Familienpläne oder junges Geschwisterpaar auf
Heimatbesuch.
Des war no nix Gscheits. |
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Montag, 16. August 2004:
Die Storchensaison 2004 neigt sich im Allgemeinen dem Ende zu. In
Miltach war seit Wochen kein Storch mehr zu sehen. 2005 wird
bestimmt wieder besser...
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Dienstag, 27. Juli 2004:
Die Storchenbesuche in den vergangenen Woche waren nur noch sehr
rar; meistens fand sich ein einzelnes Tier auf dem Schlosshorst ein,
verweilte dort kurz und verschwand dann wieder.
- - - - -
Donnerstag, 1. Juli 2004:
Keine besonderen Vorkommnisse. Es tauchen immer wieder zwei oder gar
drei Störche (seltener ein einzelner) auf dem Schlossdach auf,
machen durch lautes Klappern auf sich aufmerksam, übernachten und
verschwinden dann wieder für ein paar Tage.
- - - - -
Sonntag, 20. Juni 2004:
Die "regelmäßige Unregelmäßigkeit" hält an: Mal sind
sie als Paar auf dem Schlossdach, übernachten dort, reagieren
äußerst "interessiert" auf die "Anreden" und
Klapperversuche der Zweibeiner unten, dann ist wieder nur einer zu
sehen, auch auf dem Bäckerkamin, dann sind sie wieder für Stunden
oder gar ein, zwei Tage ganz weg... Das reinste Lotterleben.
- - - - -
Freitag, 11. Juni 2004:
Seit drei Tagen hält sich ein Storchenpaar im Horst auf dem
Schlossdach auf - zwar nicht dauerhaft und regelmäßig, aber immer
wieder. Es kann nur vermutet werden, dass es sich dabei um das
"ausquartierte" Paar vom Bäckerkamin handelt. Wie auch
immer: Miltach scheint seine Anziehungskraft auf die Adebars nicht
verloren zu haben.
- - - - -
Sonntag, 6. Juni 2004:
Seit zwei Tagen ist der einzelne Storch, der sich abwechselnd auf
dem Bäckerkamin und dem Schloss-Horst aufhielt, verschwunden.
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| Untersuchung mit eindeutigem Ergebnis:
Beppo starb an
Rattengift!
Mittwoch, 2. Juni 2004:
Der Miltacher Storchenbetreuer Manfred Renner teilt das endgültige
und eindeutige Untersuchungsergebnis bezüglich der Ursache des
Todes vom Miltacher "Ur-Storch" mit: "Beppo"
starb an Rattengift (Wirkstoff: Brodifacoum), das er höchstwahrscheinlich
durch eine erbeutete Ratte oder Maus, die das gestreute Gift in sich
trug, zu sich nahm. Wie die Untersuchungsexperten (die Untersuchung
wurde vom LBV in Auftrag gegeben) wissen lassen, war es zudem höchstwahrscheinlich
ein sehr qualvoller Tod für Beppo.
Wie schon festgehalten: Beppo überstand im vergangenen Spätsommer
wie durch ein Wunder den Zusammenprall mit einem Auto (siehe weiter
unten), schaffte sogar noch den 10.000 km-Flug ins afrikanische
Winterlager, das gleiche wieder zurück, um dann hier vergiftet zu
werden.
Man kann übrigens davon ausgehen, dass es sich bei der Beute-Ratte
oder -Maus nicht um einen Selbstmordattentäter handelte... |
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Dienstag, 1. Juni 2004:
Die letzte (sehr gut gemeinte) Aktion mit der
"Drahtentfernung" am Samstag war offensichtlich eine
zuviel, denn das Storchenpaar ließ sich seitdem nicht mehr blicken.
Seit dem Abend des 1. Juni dient der Bäckerkamin jedoch einem
einzelnen Storch wieder als "Unterkunft/Raststätte". |
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| Hickhack um Storchennest auf Bäckerkamin, aber
...
... Störche setzen sich durch
Freitag, 28. Mai/Samstag, 29. Mai 2004:
Man muss sich kurz fassen, sonst wird's ein Roman.
Nachdem es dem Storchenpaar trotz aller "bautechnischer"
Schwierigkeiten gelungen ist, ein zwar ziemlich
"wackliges" und einsturzgefährdetes Nest auf dem
Bäckerkamin zu errichten, von einer erfolgreichen
"Nachwuchsarbeit" aber nicht mehr ausgegangen werden
konnte (die Zeit reicht einfach nicht mehr), kam von "höchster
LBV-Instanz" die Anordnung, das Nest wieder zu entfernen.
LBV-Begründung: Zwei Storchenneste und ihre eventuell künftige
Bewohnung dann von zwei Storchenpaaren gäben "Krieg" -
zum einen gebe die Umgebung um Miltach nicht genug Futterarsenal
her, zum anderen wäre dann zu befürchten, dass im
"Kriegsfall" nicht mal eine Familie "übrig
bliebe".
Dass zwischenzeitlich ein ziemlich ausgemachter Blödsinn um den
Besitzer des Bäcker-Gebäudes kursierte, ist eine traurige, geradezu beschämende Erscheinung am Rande. Dieser ließ nämlich
das Storchenpaar großzügig gewähren, obwohl der Kamin längst
für die Herstellung von Holzofenbrot genutzt werden sollte. Das
konnten die Störche ja nicht wissen...
Schon war im Umlauf: "Der Bäck' will die Storche
rausschmeißen!" Schon meldete sich ein (natürlich anonymer) Anrufer bei
der Zeitung, der einen Skandal seitens des Bäckereibetreibers
witterte. Die Meinung des Schreibers dieser Zeilen: Diese Art von
"Heckenschützen" stirbt einfach nicht aus. Lieber üble Beschuldigungen in Umlauf
bringen, ohne mit dem Beschuldigten
Rücksprache zu nehmen. Dies wird im übrigen auch nicht durch noch
so große Tierliebe gerechtfertigt!!!
Dabei unternahm der Beschuldigte auf eigene Faust, zusammen mit dem
Miltacher Storchenbetreuer Manfred Renner, einen Flug über das
Miltacher Schloss, um nachzuschauen, warum der Horst auf dessen Dach
derzeit nicht so sehr favorisiert wird. Ergebnis: Bis auf manches
"Gewächs" ist der (bisher so erfolgsgekrönte) Horst in
Ordnung. Die neuen Störche bevorzugen einfach den Bäckerkamin.
Basta!
Trotzdem wurde am Freitag der Schloss-Storchenhorst (durch
LBV-Mitarbeiter) saniert bzw. "optimiert" und als
nächstes das Nest auf dem Bäckerkamin entfernt (nachdem man sicher
sein konnte, dass kein Ei drin liegt) sowie zusätzlich mit Draht
unzugänglich gemacht. Meinte man. Die Störche haben sich nämlich
um den Draht nix geschissen, sondern kamen nach kurzer Dauer wieder
zurück. Vielleicht dachten sie sogar, dass der Draht vom
"Kumpel Mensch" als Nisthilfe vorgesehen sei.
Am Samstag entfernte Manfred Renner den Draht nach Rücksprache mit dem
Bäckereibesitzer wieder. Die Störche haben sich eindrucksvoll
durchgesetzt, und Miltach hat - zumindest vorerst - wieder seinen
Storchenfrieden...
Wir sind schon gespannt, wie es weiter geht. |
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| Neues Storchenpaar bevorzugt Bäckerkamin:
Miltacher Storchenglück
"in Dorfmitte verlegt"!
Donnerstag, 27. Mai 2004: Das
"Storchendorf" Miltach hat Beppos Tod und die damit
beendeten Hoffnungen auf ein weiteres Nachwuchsglück 2004
mittlerweile gut überstanden. Großen Anteil daran hat das neue
Storchenpaar, das jetzt auf dem Bäckerkamin in der Dorfmitte
heimisch geworden ist. Mit unermüdlichem Eifer trotzten die Beiden
den großen Schwierigkeiten, auf dem Kamin ein halbwegs taugliches
Nest einzurichten. Mittlerweile haben sie so was wie einen
"Basis-Horst" gebaut - ständig von vielen Bewunderern
beobachtet. Also keine Rede mehr von einem "Ende des
Storchenjahres 2004"...
Rätselhaft: Vor ein paar Tagen wollte einer der Störche, möglicherweise
einer der "Bäckerkaminstörche", mehrmals den Horst auf
dem Schlossdach anfliegen, was aber vehement vom anderen, der schon
drin stand, verhindert wurde. Zwischenzeitlich artete dies zu einer
handfesten Rauferei aus.
Handelt es sich beim "Schlosshorstverteidiger" um Nanni
selber, die nicht möchte, dass das "Beppo-Denkmal"
"entweiht" wird. Oder verhindern die Eier des Paares
Beppo-Nanni anderen Störchen den Zutritt?
Der Miltacher Storchenwart Manfred Renner weiß vielleicht
Antworten.
Also, bis die nächsten Tage.
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| Trost in Sicht:
Neues Miltacher Storchenpaar?
Donnerstag, 20. Mai 2004: Ein neues (?) Storchenpaar
(oder hat Nanni auf die "Schnelle" einen neuen Gatten
erobert?) ist in Miltach aufgetaucht, das - abwechselnd auf dem
Schlosshorst und dem Bäckerkamin in der Dorfmitte - starken
Nachwuchsbemühungen nachgeht. Sollte sich dies in den nächsten
Tagen bestätigen, wäre dann das Miltacher Storchenjahr 2004 doch
noch nicht vorbei. Aber ist es für gelungene Nachwuchsbemühungen
bis einschließlich des Afrikazuges (normalerweise von Mitte August
bis Anfang September ist "Abflug") nicht schon zu spät?
Hoffen dürfen wir jetzt wenigstens wieder. |
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| Möglicherweise Vergiftetes zu sich genommen:
Der tote Storch ist: Beppo!
Donnerstag, 20. Mai 2004: Laut LBV-Mitarbeiter Dieter
Renner ergaben die Untersuchungen, dass es sich bei dem toten
Altstorch um das männliche Tier, also Beppo, handelt.
Als Todesursache kommt jedoch keine "äußere
Gewalteinwirkung" (wie der zunächst vermutete Zusammenprall
mit einem Verkehrsteilnehmer) in Frage. Vielmehr vermutet man jetzt,
dass Beppo Vergiftetes in irgendeiner Form zu sich nahm und daran
verendete. Dies wird durch weitere Untersuchungen geklärt.
"Ausgerechnet Beppo!", möchte man sagen. Da überlebte
der Miltacher "Ur-Storch" in höchst dramatischer Weise
den vorjährigen Zusammenprall mit einem Auto, schafft dann sogar
noch den Sprung auf den "Afrika-Zug", fliegt die 10.000 km
auch wieder zurück und dann dies...
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| Tragisches Ende des Miltacher Storchenjahres 2004:
Altstorch tot!
Mittwoch, 12 Mai 2004: Der Miltacher LBV-Mitarbeiter
Dieter Renner teilt mit, dass einer der beiden Miltacher Altstörche
unweit des Horstes auf dem Schlossdach auf einer benachbarten Wiese
tot aufgefunden wurde. Vermutlich wurde er durch einen
Verkehrsteilnehmer auf der angrenzenden B85 angefahren. Der genauen
Todesursache wird dennoch durch eine Untersuchung im Auftrag des LBV
nachgegangen.
Ob es sich um Beppo oder Nanni handelt, steht noch nicht eindeutig
fest. Aber Renner vermutet, dass es sich um die Altstörchin, also
Nanni, handelt.
Näheres in den nächsten Tagen. |
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| Storchenglück 2004 schon wieder vorbei?
Sie brüten nicht!
Mittwoch, 12. Mai 2004: Die Nachwuchsbemühungen seit
der "Wiederzusammenführung" am 3. Mai von Beppo und Nanni
(so der Name der "Gattin" - vielen Dank für die
Vorschläge) waren heftig, lautstark und zahlreich. Doch nun
müssten sie eigentlich längst brüten - tun sie aber nicht. Nur
selten sieht man die Altstörche im Horst auf dem Schlossdach, noch
seltener an ihrem "Lieblings-Ausweichplatz", dem
"Bäckerkamin" in der Dorfmitte.
Man ist ja aus den Vorjahren schon argen Storchenkummer gewohnt,
aber wenn das dieses Jahr noch was mit dem Nachwuchs werden soll,
dann läuft langsam die Zeit davon... |
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| Seit 3. Mai alle Zweifel beseitigt:
Das Storchenjahr 2004 hat begonnen!
Seit Montag, 3. Mai, ist auch die Welt auf dem
Schlossdach wieder in Ordnung. Erfreute uns tags zuvor die eh schon
ziemlich späte Heimkehr vom 2003-er Sorgenkind
"Beppo" (siehe unten), ließ die Gattin nicht lange auf
sich warten. Sofort machten sich die beiden ans "intensive
Familienleben". Quasi nebenher wird das "Heim" auf
Vordermann gebracht.
In den nächsten Wochen erfolgen auf dieser Seite ausführliche
Informationen über das Miltacher Storchenjahr 2004.
Name für Beppos Gattin gesucht!
Beppo ist Beppo! Und wie soll seine Frau heißen?
Wir würden uns sehr über Ihren Vorschlag freuen. Diesen teilen Sie
uns bitte per E-Mail mit:
schloss-miltach@t-online.de. |
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2. Mai 2004, später Nachmittag:
Die gleiche (Riesen-) Größe, sofort am (heimischen?) Horst
rumgenestelt, die gleiche Neugierde auf die Zweibeiner unten, mit
der Umgebung scheinbar sehr vertraut (die ersten Rundflüge sind
getätigt) - es besteht fast kein Zweifel:
Beppo ist wieder da!
Jetzt heißt es abwarten, beobachten und hoffen,
dass auch bald die Gattin eintrifft. Höchste Zeit für
Nachwuchsarbeiten!
Dann gibt's natürlich auch wieder zahlreiche Fotos. |
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29. April 2004: Drei Störche verbrachten
Nachmittag und Abend im Storchenhorst bzw. auf dem Schlossdach.
Dabei handelte es sich wohl um streunende, noch nicht
geschlechtsreife, Jungstörche.
Am 30. April waren sie wieder verschwunden.
Beppo lässt weiterhin auf sich warten... |
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| LBV-Mitarbeiter auf
Schloss-Dach:
Äste, Futterreste & mehr beseitigt |
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Endgültig abgeschlossen wurde das
Miltacher Storchenjahr 2003 Anfang November durch Mitarbeiter des
Landesbundes für Vogelschutz (LBV), Kreisgruppe
Cham, die vom Schlossdach, vor allem aus den Dachrinnen,
umfangreiches Nistmaterial, Futterreste sowie Laubreste entfernten.
Das Regenwasser kann nun wieder ungehindert ablaufen.
Ein weiteres Zeugnis der harmonischen Zusammenarbeit des LBV mit
Schloss Miltach. |
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Das Storchenjahr
2003
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Beppo auf dem Weg nach Afrika
Für alle, die noch einen leisen Zweifel am Happy
End hatten: Beppo hat noch am Dienstag, 2. September, dem Tag seiner
Entlassung aus der Regenstaufer Pflegestation, zusammen mit einer
Storchengruppe die weite Reise nach Afrika angetreten - ein Beweis,
dass er wieder "ganz der Alte" ist. Halleluja!
Ciao Beppo - bis nächstes Jahr so Anfang/Mitte April in Miltach! |
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"Beppo" aus
Pflegestation entlassen!
Dienstag, 2. September: Kaum zu glauben -
"Beppo", so neuerdings der Name des verunglückten
Miltacher "Ur-Storchs", konnte bereits nach drei Tagen
Aufenthalt in der Tierpflegestation wieder in die Freiheit entlassen
werden. Beppo hat bei dem schweren Unfall offensichtlich
"nur" starke Schwellungen im Schnabel-Halsbereich sowie
einen "gestauchten" Flügel davongetragen. In der
Regenstaufer Pflegestation hat er, wie dem Miltacher Storchenwart
Manfred Renner telefonisch übermittelt wurde, "gefressen wie
ein Scheunendrescher" und sich bestens erholt. Ein kleines
Wunder!
Nachdem sich glücklicherweise eine "ziemlich späte"
Storchengruppe auf dem Weg nach Afrika im Regenstaufer Raum
vorübergehend niederließ, war dies die optimale Gelegenheit, Beppo
aus der Station zu entlassen und ihm die Möglichkeit für den
Anschluss zu geben. Bleibt nur noch zu hoffen, dass er möglichst
schnell zur alten Konstitution findet und die etwa 10.000 km lange
Strecke unbeschadet übersteht - und nächstes Jahr wieder nach
Miltach zurückkommt!
Beppo war übrigens nicht der einzige Storch in der Pflegestation:
Seit längerem erholt sich dort ein Jungstorch aus Furth i. Wald,
der sich beim Erstflug überschätzte und durch den Aufprall schwer
verletzte. Er kann natürlich nicht mehr den Weg nach Afrika
antreten und muss in Regenstauf überwintern. |
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Unfall-Storch jetzt in
Pflegestation!
Samstag, 30. August: Einem Bauhofarbeiter der
Gemeinde Miltach gelingt es, Papa Storch einzufangen. Gott sei Dank!
Der Vorsitzende des
LBV-Zentrums "Mensch und Natur" im Kreis Cham, Heribert Mühlbauer,
liefert den Patienten am gleichen Tag noch höchstpersönlich in der
vom LBV unterhaltenen Tierpflegestation in Regenstauf (b.
Regensburg) ein. Das Statement des dortigen Tierarztes nach der
ersten Inaugenscheinnahme lautete sinngemäß: "Sieht gar nicht
so übel aus!" Wollen wir es hoffen.
Weitere Infos folgen. |
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Große Freude: "Er" frisst, wenn auch
nur "Fast Food"
Donnerstag, 28. August: Storchenwart Manfred
Renner und die immer größer werdende Schar seiner
Storchen-Mitbeobachter am Regenufer machen so gegen 19.30 Uhr eine
Freuden-Halbe Bier auf - Papa Storch hat soeben das "Fast
Food" (Regenwürmer, quasi von Renner "frei Haus" auf
der Regeninsel serviert) nach langer Begutachtung endlich verspeist.
Bei der Nahrungsaufnahme wird allerdings sehr deutlich, dass ihm
dies irgendwo im Kieferbereich große Probleme bzw. Schmerzen
bereitet. Dennoch: Es scheint aufwärts zu gehen.
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| Stand Dienstag, 26. August: Nach
wie vor dient der Fluss Regen dem verunglückten Storch als
"Krankenlager" (Foto rechts vom 24. August - zum
Vergrößern anklicken). Versuche, ihn
"zuzufüttern", sind nur von Teilerfolgen gekrönt,
da er scheinbar auch im "Kieferbereich" verletzt
ist. Dennoch macht er insgesamt einen relativ kecken Eindruck.
Er bewegt sich, putzt sich... Weiteres Beobachten ist
angesagt. |

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Papa Storch jetzt allein - Fangversuch
gescheitert!
Samstag, 23. August: Dem Drang ins Winterquartier
Afrika haben nun doch, schneller als erwartet, auch die Altstörchin
sowie das zweite Jungtier nachgegeben und das Dorf an Regen und
Perlbach gemeinsam in Richtung Bosporus verlassen.
Storchenwart Manfred Renner beobachtete beim lädierten Altstorch
Verletzungsanzeichen, die ihm den Abflug sehr erschweren bzw.
unmöglich machen sowie gewisse "Einknick-Bewegungen".
Deswegen unternahm er, unterstützt von vielen freiwilligen Helfern
aus der eigenen Familie und dem Dorf und mit alten
Fußball-Tornetzen (
Foto zum Vergrößern anklicken) "bewaffnet", einen
Fangversuch, der jedoch schon im "Anfangsstadium"
erfolglos abgebrochen werden musste. "Papa" Storch ist
einfach noch viel zu fit und lässt niemanden näher als etwa 20
Meter an sich ran. Manfred Renner: "O.k., lassen wir's, und
beobachten wir weiter!" Der Storch hat für seine Genesung
eigentlich den idealen Platz gefunden, so Renner - nämlich mitten
im Regenfluss! Vor gefährlichen Tieren oder streunenden Hunden
optimal abgeschottet, steht er im (aufgrund der anhaltenden
Trockenheit) höchstens ein paar Zentimeter hohen Wasser, trinkt
sehr viel und hat sicher nichts dagegen einzuwenden, wenn ihm ab und
zu ein Fisch vor den Schnabel schwimmt. Der Überlebenswille scheint
ungebrochen... |
22. August: Zunächst eine
Berichtigung mit sehr wesentlichem Inhalt: Auf dem Foto im Anschluss
unten (vom 21. August), das angeblich die "beiden
Jungstörche" zeigt, sind richtigerweise nur ein Jungstorch und
"Mama" Storch zu sehen. Wie uns der Miltacher Storchenwart
Manfred Renner mitteilte, hat sich der andere Jungstorch nun doch
der 12-köpfigen Storchengruppe angeschlossen, die sich bereits zum
Afrikaflug sammelt.
Papa Storch hält sich ausschließlich am bzw. im Regen (an einer
sehr flachen Stelle) auf und wartet, dass sich seine körperliche
Situation bessert. Er kann sich selber ernähren und unternimmt auch
immer wieder Startflugversuche, hat dabei aber offensichtlich
Schmerzen und bricht dann wieder ab. Laut Renner raten
übergeordnete Experten dazu, diese Situation ohne Eingriff
"von außen" "erst mal" zu belassen und
abzuwarten, da "Einfangversuche" zum jetzigen Zeitpunkt
erstens nicht vonnöten seien, zweitens mit sehr starkem Stress für
das Tier verbunden wären. Als weiteres sei an dieser Position -
weitab des nächsten Waldstückes und durch den Fluss auf der einen,
die Straße auf der anderen Seite gewissermaßen
"isoliert" - praktisch auszuschließen, dass Papa
Angriffen anderer Tiere ausgesetzt ist. Moralische Unterstützung
bekommt er durch die "Restfamilie" (Frau und Kind), die
tagsüber nahezu ständig seine Nähe sucht...
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21. August: Es sieht nicht
schlecht aus. Der verunglückte Storch bewegt sich wieder,
wenn auch sehr bedächtig, und - ganz wichtig! - er ist wieder
auf Futtersuche. Die Bilder rechts vom Nachmittag (zum Vergrößern
anklicken!) zeigen "Papa" und die beiden Jungstörche
- in unmittelbarer Nähe - auf einer Wiese zwischen Miltach
und Tiefental, direkt am Regen. Fehlt momentan nur Mama
Storch.
Mama Storch und die beiden Jungstörche schlossen sich übrigens
am gleichen Tag zur Mittagsstunde kurzfristig einer 12-köpfigen
Storchengruppe an, die offenbar bereits für den weiten
Afrikaflug gerüstet ist und "Verstärkung" anheuern
wollte. Aber die Miltacher Jungtiere sind noch nicht ganz so
weit. Außerdem will man ausgerechnet jetzt Paps nicht im
Stich lassen...
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Riesenschock am 20. August:
"Papa" Storch von Auto erfasst!
Storchenwart Manfred Renner: Dennoch Hoffnung
auf Genesung |
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Bild links: Papa Storch auf einer
Tiefentaler Wiese, etwa 90 Minuten nach seinem schweren
Zusammenstoß mit einem Auto. Der Schock sitzt sicher tief.
Zumindest äußerlich scheint alles in Ordnung. Hoffentlich
bleibt er uns erhalten! |
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20. August: Nachmittags
gegen 15.30 Uhr auf der Staatsstraße 2140 auf Höhe Tiefental bei
Miltach wird der Miltacher Altstorch - vermutlich beim Abflug von
einer seiner "Lieblingswiesen" - von einem Pkw
"ziemlich schwer" (wie sich die Lenkerin äußert)
erfasst. Die sich vorbildlich verhaltende Frau unternahm darauf hin
alles, um dem Tier Hilfe zukommen zu lassen, das nach kurzer
"Schein-Leblosigkeit" immerhin noch Kraft genug hat, sich
nicht einfangen zu lassen. Relativ schnell war der Miltacher
Storchenwart Manfred Renner zur Stelle, der bis zur Dunkelheit des
20. August (so unser letzter Stand) in unmittelbarer Nähe zu dem
Tier war.
Es ist erstaunlich genug, wie gut der "Miltacher Urstorch"
(es handelt sich mit größter Wahrscheinlichkeit um den
Storchenmann, der im Jahr 2000 Miltach als seine Heimat wählte und
dieser seitdem auch treu blieb) diesen Unfall überstand. Äußerlich
ist keine Verletzung festzustellen, weder an Kopf, Körper oder
Beinen. Auch seine Kurzflüge, die er unternahm, um seinen Rettern
zu entkommen, sahen elegant wie immer aus. Dennoch hat es
"Papa" sicher schwer erwischt: Er verharrt stundenlang
reglos in der Wiese. Man kann nur hoffen, dass er neben einem großen
Schock keine schweren inneren Verletzungen davon getragen hat.
Ansonsten muss, so Renner, dringend versucht werden, das Tier
einzufangen und es in einer Tierpraxis bzw. Tier-Pflegestation
durchzubringen.
Der Altstorch war gerade mal wieder damit beschäftigt, Futter für
die beiden Jungen zu besorgen, die - 11 Tage nach ihren ersten Ausflügen
- immer noch nicht ganz "selbständig" sind. Wie Manfred
Renner mitteilt, hat sich das Alttier nach dem Unfall erbrochen (an
der Stelle, wo ihn das obige Bild zeigt): Etwa 6 Mäuse und viel
sonstiges Kleingetier wie Heuschrecken usw. waren schon gesammelt,
um es im Horst auf dem Schlossdach "abzuliefern". Weiterer
Grund zur Hoffnung auf eine Genesung: Laut Renner befand sich im
Erbrochenen kein Blut.
In wenigen Tagen sollten Alt- und Jungstörche auf dem weiten Weg
nach Afrika sein...
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"Jungfernflüge" absolviert!
9.
August: Das wurde auch Zeit. In den Vormittagsstunden rissen die
beiden Jungstörche ihren ganzen Mut zusammen und drehten die ersten
Runden - völlig problemlos - über Miltach. Dies wird ihre Eltern
nicht zuletzt wegen der nun nicht mehr ganz so schwierigen
Futtersuche (bedingt durch die unglaubliche Affenhitze) sehr gefreut
haben. In den nächsten zwei bis drei Wochen muss der Nachwuchs
völlige Selbständigkeit erlangen, was bedeutet: Erstens von den
Altstörchen unabhängige Futterbeschaffung, zweitens
Flugeigenschaften perfektionieren und Kondition aneignen für die
weite Reise nach Afrika.
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7. August:
Mama im Anflug (im Bild links auf dem rechten unteren Rand), und
schon begeben sich die beiden Riesenbabys im Horst in beste
"Tischposition", wie das typische Flügel-Fächeln zeigt.
Seit einigen Tagen hat man das Gefühl, dass die Jungstörche
längst "könnten, sich nur nicht trauen" - die Rede ist
vom Fliegen. Es kann sich wirklich nur noch um Stunden handeln ... |
| Weitere
August-2003-Bilder von den Miltacher Störchen - zum Vergrößern
anklicken:
Von links: Blickrichtung Mama oder Papa -
Trockenübung Nr. 395 - "Schau mal, der mit der Platte
fotografiert uns mal wieder" (die Riesen sind tatsächlich die
Jungen) - Papa Storch auf Distanz (Dachmitte) - Schlossdach und
Jungstörche von der "Bodabruck" (Perlbachbrücke) aus
aufgenommen - Schloss, neue Gartenterrasse, Störche
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| Stand 5. August: Die
Jungstörche sind nun schon größer als Mama Storch; die
Jungfernflüge haben sie noch immer nicht absolviert. Sie trippeln
ungeduldig im Horst herum und schauen hungrig in die Richtung, aus
der sie die Futter beschaffenden Eltern erwarten. Die
Jahrhundert-Hitze jedenfalls hat ihnen offensichtlich bis jetzt
nichts ausgemacht, den Altstörchen dagegen hat sie die Futtersuche
sicher enorm erschwert.
- - - - -
Stand 27. Juli: Die beiden
Jungstörche warten offenbar ungeduldig darauf, ihre
"Erstflüge" absolvieren zu dürfen. Zumindest lässt sich
dies aus ihren heftigen Trockenübungen im Horst folgern, die sie
für einige Sekunden gute zwei Meter in die Luft heben. Außerdem
ist nur noch ein geringer Größenunterschied zu den Eltern
festzustellen, die immer mehr "das Feld" räumen und den
Familienhorst den Jungen überlassen, um sich selber mehr und mehr
ins "Ausweichlager" auf dem "Bäcker-Kamin" in
der Ortsmitte zurückzuziehen.
- - - - -
Stand 16. Juli: Ein paar
Fremdstörche sorgen seit ein paar Tagen mehrmals täglich für
"Abwechslung" und versetzen das Elternpaar in Aufregung.
Doch meistens reichen schon ein paar Minuten heftiges
"Abwehrklappern" kombiniert mit Flügelschlagen und die
Eindringlinge suchen wieder das Weite. Manchmal sieht sich aber der
mächtige Papa Storch genötigt, durch Angriffsflüge so eine Art
"Gegen-Initiative" zu starten, während die Mama bei den
Jungen im Horst bleibt. Alles in Allem kann man weiterhin von einem
relativ ruhigen und gemächlichen Storchenjahr 2003 sprechen. Die
Jungstörche sind mittlerweile gut zu Dreiviertel
"ausgewachsen". Es ist nicht zu übersehen, dass ihre
Trocken-Flugübungen ziemlich schnell an Eleganz und Fertigkeit
hinzugewinnen und sie in ihrer Entwicklung gut "im Plan"
stehen. Die seit Tagen wieder anhaltende Hitze scheint der
Storchenfamilie wenig anhaben zu können, wenngleich die beiden
"Futterbeschaffer" ihren Aktionsradius (zuletzt wurden sie
oft in der Blaibacher/Kreuzbacher Gegend gesehen) in vollem Umfang
ausnützen.
Eine interessante Theorie ließ der Miltacher Storchenwart Manfred
Renner unlängst vom Stapel: Während Papa Storch sicher der Gleiche
aus den Vorjahren ist, könnte es sich seiner Meinung nach bei der
"Gattin" um eine neue, junge und relativ unerfahrene
Störchin handeln. Als einzige Indizien dafür kann Renner
allerdings nur ein etwas "tölpelhaftes Gestell" der Dame
beim Geschlechtsakt sowie die "nur" zwei Jungen anführen
(die "Häufigkeit" der Nachwuchsbemühungen ließ
ursprünglich auf mehr Junge hoffen; siehe auch weiter unten).
"Vielleicht hat sie es in der langen Zeit der Enthaltsamkeit
auch nur verlernt", entgegnete ein Tischgenosse Renners...
Wie dem auch sei: Die Störche lassen selbst die abgebrühteste
Natur-Dumpfbacke nicht ungerührt.
- - - - -
Stand 30. Juni: Der Miltacher
Storchenwart Manfred Renner bestätigt endgültig, dass es
"genau" zwei Jungstörche sind, die "rasend
schnell" wachsen und auch schon die ersten Trocken-Flugübungen
hinter sich haben. Mittlerweile machen sich auch schon mal beide
Storcheneltern gleichzeitig zur Futterbeschaffung auf. Im Vergleich
zu den ersten drei Jahren also ein geradezu "langweiliges"
Miltacher Storchenjahr. Angesichts des Stresses, den die Altstörche
in den Vorjahren hatten, ist man geneigt zu bemerken: "Gott sei
Dank".
Die versprochenen Fotos? Kommen in Kürze.
- - - - -
Stand 17.
Juni: Manfred Renner meint, es wären nun doch "nur" zwei
Junge, die von ihren Eltern aufopferungsvoll gefüttert und - vor
allem - durch deren große Flügelspannen vor der Gluthitze
geschützt werden. Wenn das auch "Negativrekord" wäre:
Zwei Jungstörche sind "normal" und allemal Grund zur
großen Freude. Im Übrigen müssen auch die erst mal großgezogen
werden. In wenigen Tagen werden wir es genau wissen. Und dann gibt's
auch Fotos...
- - - - -
Zwischenstand 28. Mai: Das Storchenpaar ist schwer
mit Brüten und Horstausbau beschäftigt. Der Miltacher
Storchenbetreuer Manfred Renner teilt mit, dass es möglicherweise
wieder vier Junge sein könnten, die voraussichtlich Anfang der
zweiten Juni-Woche schlüpfen müssten. Wir sind schon sehr
gespannt!
- - - - -
Seit Montag, 28. April, ist das Miltacher
Storchen-"Ehepaar" wieder komplett, als Frau Storch vom
vier Tage zuvor angekommenen Gatten freudig klappernd begrüßt
wurde. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelt es
sich dabei um die gleichen "Alttiere" der letzten Jahre.
Seitdem macht sich das glückliche Paar in geradezu beneidenswerter
Intensität daran, die in den drei Vorjahren - zweimal drei, einmal
gar vier Junge! - äußerst gelungene Nachwuchsarbeit (siehe auch
unten) fortzusetzen.
In den nächsten Wochen wird auf dieser Seite ausführlich die
"Miltacher Storchenstory 2003" dokumentiert. |
| Nachtrag:
Anerkennung durch LBV
Darüber haben wir uns sehr gefreut: In Heft
"2003" der Chamer Ausgabe des Landesbundes für
Vogelschutz in Bayern (LBV) hat sich der Vorsitzende des
LBV-Zentrums "Mensch und Natur", Heribert Mühlbauer, im
Rahmen eines Rückblicks auf das Storchenjahr 2002 sehr anerkennend
über Schloss Miltach geäußert:
"... Erfreulich war im Jahre 2002 das tolle Ergebnis in
Miltach! Vier flügge Jungstörche auf dem Dach des Miltacher
Schlosses bereiteten Freude und lohnten den Einsatz der vorbildlich
aufgeschlossenen Schlosseigentümer, der LBV-Kreisgruppe Cham und
des "Storchenvaters" Manfred Renner..." Mehr
über den LBV, Kreisgruppe Cham: www.lbvcham.de. |
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Storchenhorst auf dem
Schlossdach
- Vom ersten Gedanken bis zum "Vollzug" -
Anfangs der 90er Jahre rasteten immer wieder
einzelne Weißstörche für einige Stunden bis maximal einen ganzen
Tag auf einem der Schlosskamine, ließen ihren Blick über Miltach
schweifen und dachten sich vielleicht: "Hier müsste ein Horst
sein!"
Von den Schlossbewohnern darauf angesprochen, gaben Manfred und
Dieter Renner, Miltacher Mitglieder des LBV (Landesbund für
Vogelschutz) diese Beobachtungen an die Verantwortlichen der
Kreisgruppe Cham mit Sitz im LBV-Zentrum "Mensch und
Natur" in Nößwartling/Arnschwang weiter. Der Gedanke reifte
immer mehr, bis man im Jahr 1997 Taten folgen ließ und unter
ziemlich waghalsigen Bedingungen (allen voran natürlich
Zimmerermeister Matthias Simstich) einen Horst auf das Schlossdach
setzte. Die LBV-Leute meinten, in frühestens drei bis vier Jahren
bestünde Hoffnung, dass ein Storchenpaar den Miltacher Horst
ausprobieren könnte (alte Storchenpaare fliegen aus ihrem
Winterdomizil im südlichen Afrika immer wieder die gleichen Horste
an.). |
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Erster "Volltreffer" im Jahr 2000
Waren es in den Jahren 97, 98 und 99 einzelne
Störche und auch kleine Gruppen (jeweils Jungstörche), die auf dem
Schlossdach höchstens stundenweise verweilten, so war auch im Jahr
2000 nicht mehr damit zu rechnen, dass - von vier "Durchzüglern"
Anfang April abgesehen - ein Storchenpaar mit "ernsten
Absichten" das Miltacher Heim beziehen würde.
Doch am Dienstag, 9. Mai 2000, zur Mittagszeit kündigten erstmals
laute Klappergeräusche vom Schlossdach die Zweisamkeit eines Paares
an. Nach kurzen aber heftigen Kämpfen mit einem Artgenossen, der
dann das Weite suchte, ließen sie durch ein unzweideutiges
Paarungsverhalten ebenso wie durch den intensiven Ausbau des
vorgegebenen Nestes erkennen, dass ihnen das Dorf an Regen und
Perlbach sowie die nähere Umgebung durchaus zusagte. Nach einer
Woche war der Horst ständig besetzt, das heißt, die beiden
wechselten sich beim Brüten der Eier ab.
Die Zeit drängte: Gegenüber dem von der Natur vorgegebenen
"normalen" Zeitplan hatte das Paar gut einen Monat
Rückstand; schließlich sollen die Jungstörche Ende August,
spätestens Anfang September alle Eigenschaften haben, um den weiten
Flug ins Winterlager Afrika (über den Bosporus) antreten und
überstehen zu können. Nach 33 Tagen Brutzeit schlüpften im
Abstand von jeweils zwei Tagen tatsächlich drei Junge, was am 21.
Juni durch LBV-Horstbetreuer und -beobachter Manfred bestätigt
wurde. Von ein paar Störenfrieden abgesehen - ein paar
"Fremdstörche", die in regelmäßigen Abständen
schauten, was auf dem Schloss "los ist" - entwickelte sich
die Familie Storch prächtig. Anfang August wurde es den
Storcheneltern "im Eigenheim" zu eng und sie verbrachten
die Nächte entweder auf den Schlosskaminen in unmittelbarer Nähe
oder auf dem Kamin über der alten Bäckerei der Fa. Welter in der
Dorfmitte.
Große Aufregung herrschte am Donnerstag, 10. August: Mindestens
zehn Fremdstörche, vermutlich "afrikaflugbereite"
Jungspunde, belagerten das Schlossdach und wollten offenbar die
Miltacher Jungen "abholen". Diese hatten zu dem Zeitpunkt
aufgrund ihrer "Verspätung" jedoch gerade die ersten
"Trockenübungen" hinter sich. Papa und Mama Storch hatten
alle Flügel und Schnäbel voll zu tun, um die Störenfriede zu
vertreiben.
Am Montag, 21. August, absolvierten die drei Jungstörche endlich
ihre ersten Flüge. Trotzdem: Es wird eng.
Am 31. August konnte man noch beobachten, dass die Jungen sogar
noch von den Eltern zugefüttert werden . . .
5. September: Die Jungstörche und "Mama" sind weg und
wohl gemeinsam die weite Reise angetreten. Eine vernünftige
Lösung. Denn ganz ohne Begleitung hätte es der unerfahrene
Nachwuchs wohl nicht geschafft.
Papa Storch verbringt die nächsten Tage allein in Miltach und
werkelt fleißig am Horst rum, den er quasi "winterfest"
macht.
Am 10. September wurde er zum letzten Mal gesehen. |
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Das Storchenjahr 2001 - kurz beleuchtet
Anfang April 2001: Der Storchenpapa präpariert
den Horst tagelang für die "Gattin", bevor er sich dann
über eine Woche nicht mehr sehen lässt.
Am Dienstag, 24. April, dann ein vorläufiges Happy End: Ein
Storchenpaar - laut Manfred Renner das gleiche wie im Vorjahr -
ließ sich auf Schloss Miltach nieder.
12. Juni: Manfred Renner gibt bekannt, dass es tatsächlich vier
Jungstörche sind, die es gilt, in den nächsten Wochen zu füttern,
vor Wind, Wetter und "Eindringlingen" (Fremdstörchen) zu
schützen und sie schließlich auf den ca. 10.000 km langen Flug ins
afrikanische Winterlager vorzubereiten.
27. Juni: 1 Jungstorch tot. Laut Manfred Renner musste man damit
rechnen, da eines der Jungen immer beträchtlich hinter der
Entwicklung der anderen "Prachtexemplare" herhinkte.
Vermutlich konnte es sich schließlich nicht mehr genügend
durchsetzen, wenn es um die "Zuteilung" des von den Eltern
herangeschafften Futters ging, und verhungerte dadurch. Dass es
durch einen "Gewalteingriff" seitens der Eltern sterben
musste - quasi um das Überleben der anderen zu sichern - ist so
lange Zeit nach dem Schlüpfen ziemlich unwahrscheinlich.
Schloss-Hausmeister Boda Breu und einem LBV-Mitarbeiter blieb nichts
anderes übrig, als den verendeten Jungstorch aus dem
Schneefanggitter unmittelbar unter dem Horst zu holen . . .
Die übrigen drei Jungstörche entwickelten sich prächtig.
Am Samstag, 11. August, absolvierten sie ihre
"Erstflüge".
Am 27. August verließen sie, ohne ein Elternteil, Miltach in
Richtung Afrika.
Am 29. August mussten die Eltern die Besetzung des Horstes durch
drei Fremdstörche abwehren.
30. August: Frau Storch fliegt ihren Jungen nach.
Am 3. September verlässt auch der Papa Miltach. |
Das Storchenjahr 2002
- zunächst dramatisch/seltsam, dann überaus erfolgreich -
31. März: Der Miltacher Storchenpapa (zu 99,9 %
jedenfalls der gleiche wie im Vorjahr) stiehlt mit seiner Ankunft
genau am Ostersonntag dem Osterhasen die Schau. Er lässt sich kurz
von den Dorfbewohnern und ihren Feiertagsgästen bewundern und macht
sich sogleich ans Werk, sprich: richtet das Nest für die Gattin
her.
Weiter im Telegrammstil:
Die Gattin kommt nicht - Nach eineinhalb Wochen vergeblichen Wartens
verschwindet auch der Storchenmann wieder. 15. April: Der Storch ist
wieder da, macht in und um Miltach Erkundungsflüge, baut dann
wieder am Nest rum; er langweilt sich; aber Frau Storch kommt
einfach nicht.
26. April: Frau Storch ist da! "Heftiges Eheleben" ist
angesagt; allerdings nur ein paar Tage lang.
Anfang Mai: Eheglück offenbar nicht von langer Dauer: Die Störchin
brütet allein, der Gatte ist weg . . .
13. Mai: Die Leistung der allein brütenden Störchin ist trotz der
schier aussichtslosen Lage als phänomenal zu bezeichnen. Sie
brütet, wehrt Eindringlinge ab, baut den Horst aus, fliegt (zur
Selbstversorgung) aus, das ungeschützte Nest immer im Blickfeld . .
. und das nun seit fast zwei Wochen.
15. Mai: Alles in Butter? Storchenpaar glücklich vereint.
3. Juni: Wieder nur ein Altstorch bei den Eiern. 6. Juni: Das
Elternpaar wieder vereint.
10. Juni: Es sieht so aus, als seien Junge geschlüpft. Wie viele
sind es? Und sind sie o.k.? . . . Wenn das einigermaßen klappen
sollte, dann ist das eine unglaubliche Leistung der meist allein
gelassenen Störchin!
13. Juni: Vier Junge!!! Manfred Renner meint, alle sind wohlauf.
Diesmal kein schwächeres Jungtier dabei.
Juli: Prächtige Entwicklung aller vier Jungtiere.
8. August: Hohe Storchendichte über Miltachs Luftraum: Alle vier
Jungstörche absolvieren erfolgreich ihre Erstflüge, die üblichen
"Landeprobleme" (Horst wird zu hoch angeflogen) inklusive.
30. August: Die Jungen und wohl auch Frau Storch verlassen Miltach.
3. September: Herr Storch folgt seiner Familie nach Afrika.
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Landkreis Cham gesamt: Schlechtes Storchenjahr 2002
Insgesamt ist das Storchenjahr 2002 katastrophal
ausgefallen, was sich auch im Landkreis Cham widerspiegelt. Nur
sieben Jungtiere, die vier Miltacher bereits mitgerechnet!!! |
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