Storchenseite Archiv

Ungewöhnlich frühzeitiger Besuch, Fans der Riesenvögel in heller Freude:

„Da Stoach is scho do!“
Auf der Durchreise oder ernsthafte Absichten?


Leuchtend roter Schnabel, souveräner Blick (Bild vom 9. März 2012).

10. März 2012:
Der Storch auf dem Bild oben wurde in Miltach erstmals am 6. März gesehen. Er machte sich sogleich am Nest auf dem Schlossdach zu schaffen, räumte kräftig aus und nächtigte dort auch in den letzten Tagen. Sein Motto heißt offenbar: „Der frühe Storch besetzt den Horst – und dann schaun ma amoi.“
Höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um einen „Spanier“, also einen „Westzieher“, deren Flugstrecke aus dem Winterlager ungleich kürzer ist als die der „Ostzieher“ (via Bosporus, Winterlager in Afrika), die bisher die Miltacher Storchengeschichte dominierten.
Sollten also Paula und Willi (das Vorjahres-Storchenpaar) Hin- und Rückreise gut überstanden haben, werden sie auch wieder ihr trautes Miltacher Heim für sich beanspruchen. Das könnte Ärger geben.
Muss es aber nicht. Am besten, man macht sich nicht zu viel Gedanken und freut sich einfach über den Beginn eines neuen, vermutlich wieder sehr spannenden Storchenjahrs.

Störche machen unheimlich viel Freude, aber manchmal …

… machen sie auch Arbeit…

… die man natürlich gern leistet.
Die Zusammenarbeit zwischen Schloss Miltach und dem LBV-Zentrum „Mensch und Natur“ (in Nößwartling b. Arnschwang) der Kreisgruppe Cham klapp(er)t nach wie vor optimal. So befreiten Anfang Oktober 2011 zwei LBV-Mitarbeiter in sicherer und schwindelfreier Kooperation die Dachflächen beiderseits unter dem Storchenhorst von einer großen Menge Äste, die den „Nestbesitzern“ Paula und Willi bei deren Ausbau- und Instandhaltungsarbeiten runter fielen und letztendlich stark den Niederschlagswasserablauf behindert hätten.

MAKE LOVE NOT WAR!

Bild des Jahres 2011

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Das kleine Bild rechts zum Vergrößern anklicken.

Der allererste Kontakt zwischen Paula und Willi am Nachmittag des 8. April 2011 verhieß nichts gutes. Liebe auf den ersten Blick sieht anders aus. Über eine Stunde lang führten sie einen erbitterten Kampf auf Leben und Tod. Dann muss wohl die/der Klügere oder Schwächere nach- bzw. aufgegeben haben. Genaues weiß man nicht. Jedenfalls beschlossen die beiden plötzlich: Na gut, dann heiraten wir eben. Ausführlicher Hergang: Siehe Tagebuch auf dieser Seite weit unten – Titel „Zusammengerauft. Das neue Miltacher Storchenpaar““.

Das war der extrem ungewöhnliche Beginn eines überaus glücklichen Familienlebens (zur Nachahmung nicht unbedingt empfohlen).

Noch nicht richtig klappern können…

… aber schon große Klappe!
Die Miltacher Storchenkinder 2011 Ella, Frizzi & Isidor als Comic-Stars
(gesammelte Werke 2011)

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Interessanter Link:

Wo in Bayern die Weißstörche wohn(t)en…
… und vieles mehr

Auf die Graphik klicken:

(Quelle: Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.)

Miltacher Storchenjahr 2011 zu Ende:

Paula & Willi gemeinsam südwärts

30. August 2011:
Höchstwahrscheinlich am Sonntag, 28. August, haben die Altstörche Miltach verlassen und befinden sich nun, dem Nachwuchs hinterher, auf dem Weg in südlichere Gefilde.
In der Regel fliegt ja zuerst die Störchin, der Gatte folgt wenige Tage. Paula und Willi dagegen machen’s wohl gemeinsam. Ist ja auch schöner so.
Damit ging ein Storchenjahr zu Ende, das – vom Tod des vierten Jungstorches „Benjamin“ abgesehen – überaus angenehm in Erinnerung bleiben wird.
Den Gedanken an das schöne, zeitweise sehr aufregende Miltacher Storchenjahr 2011 wird auf dieser Seite demnächst mit einer Zusammenstellung der schönsten Bilder, Links zu Videoaufnahmen sowie der kleinen Serie „Klappernde Störche“ nachgeholfen.
Macht’s gut, Paula, Willi, Ella, Frizzi und Isidor!

„Single“ sorgt für Abwechslung, aber:

Paula & Willi ohne Pardon

Bild vom 26. August 2011: Paula und Willi haben den soeben vertriebenen Eindringling im Blick.

26. August 2011:
In den letzten Tagen besetzte ein Fremdstorch – vermutlich ein partnerloser Einzelgänger, der sich wie das Miltacher Altstorchenpaar noch nicht den Afrikaflug-Schwärmen anschließen mag – immer wieder das Nest auf dem Schlossdach und zelebrierte jeden Neuanflug mit laut geklappertem Single-Gesang. Paula und Willi beobachteten dies von ihrem Domizil auf dem Bäckerkamin. Scheinbar unbeeindruckt und folgenlos. Erst mal.
Zuletzt fing der „Neu-Miltacher“ sogar damit an, den Horst für möglicherweise längerfristige Eigenzwecke umzubauen. Er dachte wohl schon etwas über die zu Ende gehende Storchensaison hinaus: „Die Wohnung passt ja schon mal – fehlt nur noch die/der ideale Frau/Mann.“ Dies ging Paula und Willi dann aber doch zu weit. Am Nachmittag des 26. August „überfielen“ sie den Eindringling im Zweier-Pack. Dieser drehte noch zwei kurze Ehrenrunden, bevor er vor dem triumphierend klappernden Paar das Weite suchte. Besonders freundliche Gastgeber sind sie ja nicht, die Paula und der Willi.
Paula darauf im Exklusiv-Interview mit dem „Miltacher Horstanzeiger“: „Ja mei, do kannt ja a jeder daher kema.“

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Zum Ende der Saison in Dorfmitte umgezogen:

Altstorchenpaar vor Abschied

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22. August 2011:
Die Bilder oben zeigen Paula & Willi am 12. August 2011 auf dem Bäckerkamin, der sich wie schon in fast allen „erfolgreichen“ Familienjahren als beliebtes Ausweichlager erwiesen hat, wenn es in der „Familienwohnung“ auf dem Schlossdach zu eng wird. Nun, aller Erziehungstätigkeiten ledig, sind sie gänzlich in die Dorfmitte „umgezogen“, haben auf dem Kamin gar noch mit dem Bau eines Nestes begonnen; Müßiggang ist scheinbar das letzte, das sie sich vorwerfen ließen.
Man sollte ihre Anwesenheit dieser Tage vielleicht noch bewusster genießen als sonst. Schon bald werden sie ihren Kindern ins Winterlager Afrika folgen.

Jungstörche verließen Miltach:

Paula und Willi wieder allein

16. August 2011:
Es ist traurig und schön zugleich – und jetzt auch amtlich: Die fabelhaften Jungstörche Ella, Frizzi & Isidor folgten ihrem natürlichen Trieb und sind vermutlich seit vergangenem Samstagnachmittag – als „Ostzieher“, über den Bosporus, Libanon, Israel – unterwegs nach Afrika.
Wie „vorgesehen“, halten ihre Eltern noch die Miltacher Stellung, machen sich am Familiennest auf dem Schloss und dem Ausweichlager auf dem Bäckerkamin zu schaffen, übernachten mal gemeinsam oder getrennt. Plötzlich ist wieder Platz im Überfluss. Paula und Willi scheinen die kinderlose Zeit zu genießen. In etwa zwei Wochen werden sie – zunächst die Dame, dann zwei, drei Tage später der Herr – dem Nachwuchs folgen, wenn alles „vorschriftsmäßig“ läuft.

Vermutlich…

Ella, Frizzi & Isidor auf Afrikaflug

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Foto: Bob Vogl (rechts Gesamtbild – zum Vergrößern anklicken).

15. August 2011:
Das Bild oben vom Samstag, 13. August zeigt die drei Miltacher Jungstörche Ella, Frizzi und Isidor auf einer Wiese am Regen (zwischen Kapellensiedlung und Tiefental), wo sie und ihre Eltern in den letzten Tagen oft gemeinsam anzutreffen waren. Am gleichen Tag wurde der Nachwuchs auch in Oberndorf bei der Futtersuche gesichtet.
Möglicherweise ist dieser 13. August aber auch schon der Tag, an dem die Jungtiere ihr Heimatdorf in Richtung Afrika verlassen haben. Jedenfalls waren sie in der Nacht auf Sonntag nicht (wie sonst immer) im Familienhorst auf dem Schlossdach auszumachen. Bei den beiden Störchen, die dort tags darauf rumnestelten, handelt es sich wahrscheinlich um die Eltern Paula & Willi.
Aber wie es so schön auf bayrisch heißt: 
Ganz gwieß is iwahapt goa nix ned. Hat jemand andere Beobachtungen gemacht?

Die Zeit des Abschieds steht kurz bevor – Jungstörche genießen aber vorerst …

… Freiheit in vollen Zügen

Bild oben vom 8. August: Einer der Jungstörche beim näheren Erkunden des Heimatdorfes Miltach. Derzeit ist kaum ein Dach bzw. Kamin im „alten Dorf“ vor ihrem Besuch sicher. Steht Miltach ein baldiger Kinder-Reichtum bevor?

8. August 2011:
Freiheit: Ja. Unabhängigkeit: Noch nicht ganz. Zumindest am Sonntag, 7. August, ließen sich Ella, Frizzi & Isidor von ihren Eltern mit Futter versorgen, wie seit Wochen gewohnt. Diese lassen sich da nichts nachsagen und beliefern den Nachwuchs mit Frischware aus dem offensichtlich reich gedeckten Tischen rund um Miltach (wenigstens die Störche werden sich nicht über das sommerliche Nasswetter beschweren).
Das Familiennest ist nach wie vor Hauptaufenthaltsort, Schlafzimmer und Treffpunkt der Jünglinge. In den letzten zwei Wochen wurden sie von Paula und Willi behutsam aber bestimmt in die Geheimnisse der „Außenwelt“ eingeführt und nach und nach zu immer perfekteren Fliegern und nahrungstechnischen Selbstversorgern ausgebildet.
Die drei Storchenkinder lassen es sich aber nicht nehmen, darüber hinaus durch ihr Heimatdorf zu strawanzen. Derzeit ist kaum ein Hausdach bzw. Kamin im „alten Dorf“ (Miltach-City sozusagen) vor ihnen sicher. Aufgepasst, Gemeindeplaner: In naher Zukunft ist in Miltach mit einer Bevölkerungsexplosion zu rechnen.
Paula und Willi haben das Familiennest (vorübergehend) an den Nachwuchs übergeben und fliegen es derzeit neben den Fütterungen eigentlich nur noch zu Ausbau- und Verbesserungsarbeiten an.
Noch deutet nichts darauf hin, dass die Familie bald für immer getrennt wird.

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Siehe auch Kurzfilme auf Facebook: Hier und hier.

Jungstörche bestehen Gesellenprüfung mit Bravour:

Ella, Frizzi & Isidor fliegen

26. Juli 2011:
Bereits am 23. Juli – möglicherweise sogar einen Tag davor – war es soweit, dass alle drei Jungstörche erfolgreich Erstflug und -landung absolvierten und damit quasi ihren Gesellenbrief machten. Das wochenlange, mühevolle Training im engen Nest fand somit seinen krönenden Abschluss. Mittlerweile sind die Sprösslinge flugtechnisch kaum mehr von ihren Eltern zu unterscheiden.
Die Aufenthalte tagsüber auf dem Schlossdach wurden seither immer kürzer. Nun steht die selbständige Futtersuche auf dem Lehr-Programm. Wie gut das funktioniert, ist schwer zu sagen. Aber die Eltern Paula und Willi stehen auch hier mit Rat und Tat zur Verfügung.
Für die fünfköpfige Storchenfamilie ist damit wahrscheinlich die schönste Zeit im gemeinsamen Leben angebrochen: Gemeinsam die Heimat erkunden. Diese wird voraussichtlich in zwei, drei Wochen ihr Ende haben. Dann ist vorgesehen, dass sich Ella, Frizzi und Isidor dem Afrika-Zug der Jungstörche anschließen.
Aber noch sind sie ja hier.

Besonders mutiger Jungstorch machte es vor:

Erstflug absolviert!

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19. Juli 2011:
Überraschend, spannend, phasenweise nervenaufreibend ging es an diesem 19. Juli zu: Ein besonders mutiger Jungstorch wagte am Vormittag den Erstflug. Dabei gelang ihm allerdings nur ein besserer Hüpfer, nämlich in den Schlossgarten steil darunter auf der Westseite („oben“). Dadurch brachte er sich in eine denkbar ungünstige Situation; dieser Bereich ist als Storchen-Startbahn eigentlich viel zu kurz, zudem umgeben von Hindernissen (Schlossmauer, Zäune, Bäume). Bei der Begegnung mit dem gleichermaßen erschrockenen Beobachter „flüchtete“ er in Richtung Nord (über die am Schloss vorbeiführende Straße) in den bewaldeten „Dschungel“ an Regen und Perlbach – für einen Fluganfänger eine äußerst schwierige Aufgabe, da heil durchzukommen -, bis sich seine Flugspur verlor. Aber soweit zu beobachten war, bewältigte er die Aufgabe mit Bravour.
Daraufhin machte sich ein Altstorch Richtung Regen-Wiesen offensichtlich auf, ihn zu begleiten bzw. zu versorgen.
Die im Horst verbliebenen Geschwister intensivierten in den Folgestunden ihre Trockenflugübungen (siehe Bilder oben – das rechte zum Vergrößern anklicken), ohne den „Ernstfall“ zu riskieren.
Am frühen Abend innerhalb weniger Sekunden zunächst bange Momente, dann nach der letztendlich gut verlaufenen Crash-Erstlandung des „Erstfliegers“ endlich Entwarnung und glückliche Wiedervereinigung des Jung-Trios. Die werden sich was zu klappern haben…

Kurzfilm über die Crash-Erstlandung:
Facebook-Seite von Schloss Miltach!

Jetzt „Familiensplitting“ angesagt:

Riesenbabys Ella, Frizzi & Isidor absprungbereit

18. Juli 2011:
Ella, Frizzi & Isidor (Bild oben vom Sonntag, 17. Juli) sind jetzt mindestens so groß wie ihre Eltern und von diesen äußerlich nur noch durch die etwas dunkleren Schnäbel zu unterscheiden. Auch das Klapperhandwerk beherrschen sie mittlerweile perfekt.
Paula und Willi fliegen den Horst seit langem nur noch zum Füttern an. Ansonsten positionieren sie sich auf den benachbarten Schlosskaminen, dem Schlossdachfirst oder dem Bäckerkamin in der Ortsmitte.
Diese Art von Familiensplitting mag wohl auch als Anreiz für die schmachtenden Jungtiere dienen, endlich die Erstflüge zu absolvieren, um Mama und Papa auf die Futterwiesen zu folgen.

Letzte Fütterungen:

Elterliche Anordnung: „Werdet selbständig!“


„Formationshecheln“…
Ella, Frizzi und Isidor (Bild vom 12. Juli) haben offensichtlich ein Elternteil entdeckt und warten sehnsüchtig auf Frischnahrung, Zuneigung und die letzten Anweisungen für den Afrika-Flug.

12. Juli 2011:
Noch genießen Ella, Frizzi & Isidor den totalen Service ihrer Eltern. Aber lange werden Mama Paula und Papa Willi keinen Bock mehr darauf haben – vielmehr ihre Riesenbabys zur Selbständigkeit drängen. Das heißt: Fliegt endlich und ernährt euch selber!
Bei den Senkrechtstart-Flugübungen schaffen es die Storchenkinder schon, für Sekunden in der Luft zu bleiben. Theoretisch sind sie für den Flug gerüstet. Es fehlt wohl nur noch etwas an Mut und Selbstvertrauen.

Neu! -> Storchen-Videos auf der
Facebook-Seite von Schloss Miltach

Bereits Anfang/Mitte August steht der Sammel-Zug der Jung-Störche nach Afrika auf dem Programm, während die Altstörche normalerweise noch bis Ende August/Anfang September in der Heimat verweilen und sich von der überaus aufwändigen Nachwuchsarbeit erholen dürfen.

Bilder vom 12. Juli – zum Vergrößern anklicken:
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Storchennachwuchs kaum mehr zu halten:

Endlich raus hier!


Mach schon! Ich will auch mal!

5. Juli 2011:
Ella, Frizzi & Isidor sind hinsichtlich Körpergröße und Flügel-Spannweite fast schon „erwachsen“. Jetzt geht’s beim Flugtraining an die Feinmotorik. Abwechselnd üben die Jungstörche auf dem erhöhten Nestrand den eleganten Schwung. In wenigen Tagen wird es wohl so weit sein, dass sie zum Jungfernflug ansetzen.
Die Eltern Paula und Willi haben derweil alle Schnäbel voll zu tun, um ihren permanent hungrigen Kindern die notwendigen Kalorien einzuverleiben. An der Kraft soll’s ja nicht scheitern.

Bilder vom 5. Juli – zum Vergrößern anklicken:
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Ella, Frizzi & Isidor im Flugsimulator:

Jungstörche kurz vorm Abheben


Ächz! Fliegen zu lernen ist ein harter Job und erfordert viel Training und Geduld von Anfängern und Lehrmeistern. Papa Willi macht gerade einen etwas unkonzentrierten Eindruck.

22. Juni 2011:
Großes Gerangel im Storchenhorst: Ella, Frizzi & Isidor können es kaum erwarten, das Fliegen zu lernen und üben entsprechend fleißig. Aber das geht nur abwechselnd. Ihre Flügel haben schon enorme Spannweiten und sind trotz deutlicher Fortschritte noch längst nicht unter Kontrolle. Die Eltern Paula und Willi beobachten vom Nestrand aus, wie sich der Nachwuchs entwickelt. Man kann davon ausgehen, dass die Jungtiere in den nächsten Tagen so weit sind, dass ihre derzeit noch etwas ungelenk aussehenden Flügelschläge zum leichten Abheben führen.
Danach ist es auch schon langsam an der Zeit, Mut für die Erstflüge zu sammeln. Alles zu seiner Zeit…

Bilder vom 21. Juni – zum Vergrößern anklicken:
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Optimale Vollpflege:

Rasante Entwicklung von
Ella, Frizzi und Isidor


Optimale Versorgung: Die Eltern Paula und Willi lassen es an nichts fehlen.

16. Juni 2011:
Versorgung, Schutz und Liebe. Die Miltacher Jungstörche – Ella, Frizzi und Isidor heißen sie – genießen die optimale Vollpflege ihrer Eltern. Man kann ihnen förmlich beim Wachsen zusehen. Kaum können sie einigermaßen sicher stehen, absolvieren sie schon die ersten Trockenflugübungen im Nest – und das sieht richtig gut aus. Bei heißem Wetter entfalten die Altstörche immer noch ihre mächtigen Flügel, damit das Jungvolk nicht zu viel Sonne abbekommt. Zumindest ein Elternteil ist immer (bis Einbruch der Dunkelheit) unterwegs, um die hungrigen Mäuler zu stopfen. Für wenige Minuten haben die Jünglinge gar sturmfreie Bude, wenn sich Paula und Willi gleichzeitig aufmachen, um Frischfutter und Nestergänzungsmaterial zu beschaffen.
Natürlich wird nun der Platz im Horst immer knapper. Noch nächtigt die komplette fünfköpfige Familie dort; aber man kann davon ausgehen, dass die Altstörche demnächst auf die benachbarten Schlosskamine und/oder den Bäcker-Kamin in der Miltacher Ortsmitte ausweichen werden.
Summa summarum: Alles bestens auf’m Dach. Aber natürlich sollte man trotzdem das Storchenjahr nicht vor dem Afrikaabflug loben. Bis dahin kann noch viel passieren…

Bilder vom 15. Juni – zum Vergrößern anklicken:
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An Pfingsten:

Fünf Störche im Familienglück


Auf einen Blick: Die drei Miltacher Jungstörche.

12. Juni 2011:
Noch immer braucht man viel Geduld und etwas Glück, wenn man von herunten, also ohne mit ihnen auf Augenhöhe zu sein, ein Bild von allen drei Jungstörchen schießen will. Aber ihre Neugier wächst genauso schnell wie ihre Körper, und manchmal, wenn sie am Nestrand einen auf „groß“ machen und sich aufplustern, bekommt man schon Angst, sie könnten runterfallen.
Ansonsten sieht es derzeit um die Kinder von Paula & Willi sowie um die ganze Familie prächtig aus: Schönes, nicht zu heißes Wetter, keine Gewitter, ein offensichtlich reich gedeckter Tisch – und keine Artgenossen, die Ärger machen.
Entsprechend zeigen die Bilder vom Pfingstsonntag das perfekte Bilderbuchglück. So was kommt selten genug vor. Die Natur stellt Storchenfamilien nur einen äußerst engen Terminplan zur Verfügung: Bis Anfang/Mitte August sollte der Nachwuchs soweit sein, dass er sich dem „Ost-Zug“ der Jungtiere anschließen kann, um die weite Reise gen Afrika via Bosporus anzutreten. Dies bedeutet für die nächsten Wochen: Schnell groß und stark werden, dann ein paar Tage „Trockenübungen“ im Nest – und schon stehen die Jungfernflüge an.

Das Bild unten ganz rechts – zum Vergrößern anklicken – zeigt, wie auf der Schloss-Startseite angedeutet, alle fünf Mitglieder der Miltacher Storchenfamilie (zweites Alttier sehr weit entfernt, über Tiefental fliegend – siehe Kreis).

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Drei sehr hungrige Kinder, „Wohnungsausbau“ und Störenfriede:

Schwerstarbeit für Storcheneltern

9. Juni 2011:
Paula und Willi haben den Tod ihres kleinen „Benjamin“ wahrscheinlich – im Gegensatz zu manchem ihrer zahlreichen menschlichen Beobachter – längst abgehakt. Sie hätten aber auch kaum Gelegenheit für ausufernde Trauergedanken. Die Schnäbel der übrig gebliebenen Jungtiere – laut Horstbetreuer Manfred Renner „drei Prachtexemplare“ – wollen ständig mit Frischnahrung versorgt werden. Das ist eigentlich schon Stress genug. Tagsüber gönnen sich die Eltern keine Zeit für einen ausgiebigen Ratsch – der eine kommt an, kurzes Hallo-Geklapper (wenn überhaupt), die andere fliegt los. Und umgekehrt.
Zusätzlich will das Zuhause in Schuss gehalten bzw. ausgebaut werden: Äste, Sträucher, Stroh, Gras, Moos… alles, was storch halt so für eine behagliche und sichere Wohnung braucht, wird (neben frisch erlegtem Kleingetier vom Wurm bis zur Maus) ununterbrochen angeschafft.
Und dann wären da noch diverse Fremdstörche, die (wie am Vormittag des 9. Juni) immer wieder mal für Aufregung und Ärger sorgen. Wenn man weiß, dass so ein Eindringling dafür sorgen kann, dass die ganze Brut vernichtet wird, dann bekommt man gerade in den Tagen „nach Benjamin“ richtig große Angst um …, … und … (die drei Storchenkinder haben noch keine Namen).
Aber Paula und Willi machen das schon.

Sehr traurige Nachricht:

Jungstorch „Benjamin“ ist tot

7. Juni 2011:
Horstbetreuer Manfred Renner hoffte von seiner Beobachtungsstation aus (mehrere Hundert Meter vom Storchennest entfernt) lange, dass das mit Abstand kleinste Jungtier nur etwas untertauchte bzw. von seinen stämmigen Geschwistern verdeckt wurde. Aber dann war ihm klar, dass „Benjamin“, wie er seine jüngste Entdeckung (siehe 4. Juni) nannte, nicht mehr lebt. Wenige Minuten später wurde der kleine (durchaus schon mit einem stattlichen Körper ausgerüstete) Storch leblos im Schneefangzaun auf der Schloss-Westseite entdeckt.
Tags zuvor war noch alles bestens, obwohl bezüglich des Nesthäkchens Bedenken angebracht waren.
Schwer zu sagen, ob Benjamin verhungerte (eher unwahrscheinlich), das schwere Gewitter vom Vorabend zum Tod Benjamins führte, oder ob der Naturinstinkt die Alttiere nachhelfen ließ, um das Überleben der drei anderen Jungstörche zu sichern. Die Fachleute vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) wollen der Ursache auf den Grund gehen.

Demnächst mehr davon:

Bilder vom Storchennachwuchs

6. Juni 2011:
Ob es sich bei dem Storch auf dem Bild oben (vom 5. Juni) um Paula oder Willi handelt, lässt sich nicht so leicht sagen. Aber auf jeden Fall ist das, was vom rechten Bein des Altstorches ein wenig verdeckt ist, der Kopf eines der vier Jungstörche. Ständig um Zuneigung und Fütterung bemüht, recken sie immer öfter die Köpfe aus der Horstmulde und gewähren den Beobachtern leichte Rückschlüsse auf ihre körperliche Entwicklung. Derzeit bekommen sie aber auch mit, dass das Leben kein Ponyhof ist. Das sehr heiße Spätfrühlingswetter ließ sich im Schatten von Mamas und Papas mächtigen Flügeln locker aushalten. Aber bei dermaßen heftigen Gewittern wie dem am Abend des 6. Juni würde sich Kleinstorchi möglicherweise ins Ei zurückgewünscht haben.
Hoffen wir, dass die nächsten Bilder die Familie Paula & Willi komplett und gesund zeigen.

Noch einen „Benjamin“ entdeckt:

Es sind vier Junge!

4. Juni 2011:
Ein paar Tage herrschte rund um das Miltacher Storchenleben Informationsnotstand. Horstbetreuer Manfred Renner, der einzige Beobachter mit dem wahren Einblick, legte einen Kurzurlaub ein. Nun ist er wieder daheim. Sogleich nahm er die Storchenbeobachtungsposition ein und kann eine tolle Nachricht vermelden: Es gibt da noch einen „Benjamin“, so Renner, und weiter: „Es sind zweifelsfrei vier Junge auf dem Schlossdach!“
Man konnte in den letzten Tagen schon feststellen, dass sich Paula und Willi kaum Ruhepausen gönnen und nur für ganz kurze Zeit gemeinsam in ihrem Heim verweilen. Eigentlich logisch: Erstens haben so Jungstörche ganz schönen Hunger, und wenn’s dann schon viere an der Zahl sind… Glücklicherweise hatte das kurze, aber heftige Regenwetter in den Tagen zuvor das Speisenangebot erhöht. (Wie man leider von vielen Storchenbeobachtern aus anderen Gegenden vernahm, mussten die dortigen Storcheneltern mangels Frischnahrungsangebot – wohl die Folge der langen Trockenperiode – ihre Kinderschar auf grausame Weise reduzieren, um die Überlebenschancen der verbliebenen Jungstörche zu erhöhen.)
Jedenfalls ist klar: Für Paula und Willi sind die Zeiten des Müßiggangs und der Gemütlichkeit jetzt richtig passé. Mit so einer 6-er WG muss man sich erst mal arrangieren. Aber sie geben sich da, zumindest äußerlich, keine Blöße. Der Stil wird gewahrt: Jeder Neuanflug wird gemäß Hausordnung heftig klappernd zelebriert. Und da kommt derzeit und in den nächsten Wochen ganz schön was zusammen – wenn alles nach Plan läuft.
Langsam sollte man sich Gedanken über passende Storchenkinder-Namen machen. Einer steht ja schon fest: Benjamin.
Bitte Vorschläge!

Gute Nachrichten ohne Ende! Manfred Renner: „Es sind jetzt mindestens…

… drei Jungstörche!

27. Mai 2011:
Was für gute Nachrichten: „Es sind jetzt mindestens drei Junge'“, so Manfred Renner, Miltachs oberster Storchenbeobachter am Freitag, 27. Mai. „Mindestens“ deswegen, weil es durchaus möglich sei, dass sich noch ein weiteres Jungtier in der tiefen Mulde des Miltacher Horsts befindet. Die drei registrierten Küken seien alle gleich groß, insofern auch gleich kräftig und haben damit beste Entwicklungschancen, so Renner weiter.
Die Eltern Paula & Willi freuen sich nicht nur über ihren zahlreichen, gesunden Nachwuchs, sondern ganz sicher – wie auch ihre zweibeinigen Beobachter – über das Regenwetter, das am Abend des 26. Mai eine allzu lange Trockenperiode beendete. Nun lässt sich gewiss leichter Nahrung auftreiben. Für die folgenden Tage ist allerdings schon wieder heißes Trockenwetter angesagt…

Der Horstbetreuer hat ganz genau hingeschaut und gibt bekannt:

Mindestens zwei Junge!

23. Mai 2011:
Das mächtige Wolkengebirge beeindruckt höchstens Fotografen, die aufsehenerregende Bilder machen wollen, nicht jedoch hartgesottene, weltgewandte Storcheneltern. Viel wichtiger ist für sie „auf’m Platz“. Und da sieht’s richtig klasse aus:
Miltachs Horstbetreuer Manfred Renner gibt bekannt, dass er für einen Moment „mindestens zwei Köpferl“ in der Nestmulde erblickt hat.
Paula und Willi teilen sich, einer modernen Ehe gemäß, die Erziehungsarbeit (Füttern und Schatten spenden) und machen dabei einen völlig entspannten Eindruck. Ein Indiz dafür, dass das Nahrungsangebot nichts zu wünschen übrig lässt.

Bilder vom 22. und 23. Mai:
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Juhuu! Paula & Willi geben bekannt:

Nachwuchs geschlüpft!

19. Mai 2011:
Mit einem Bild vom Nachwuchs kann an dieser Stelle leider noch nicht gedient werden – noch nicht einmal mit einem aktuellen der stolzen Neu-Eltern. Macht nix. Hauptsache, dem Nachwuchs geht’s gut.
Paula und Willi mussten sich am Geburtstag 19. Mai – ein glühend heißer Frühlingstag – gleich als Schattenmacher betätigen und mit ihren riesigen Flügeln das/die Küken vor zu viel Sonne und Hitze schützen. Gleichzeitig hat damit natürlich auch schlagartig der Nahrungsbesorgungsstress seinen Anfang genommen. Als Regenwurm, Heuschrecke oder sonstiges Kleinstgetier sollte man in den nächsten Tagen in und um Miltach besonders vorsichtig sein, denn diese stehen vorerst auf der Speisekarte von Familie Paula & Willi ganz oben, bevor in ein paar Wochen auf Mäuse- und Fröschekost erweitert wird.
Wie viele Jungstörche zu versorgen bzw. zu schützen sind, wird man definitiv wohl erst in ein paar Wochen wissen, so der Miltacher Horstbetreuer Manfred Renner.
Bitte, Petrus, jetzt erst mal keine schweren Gewitter!

Neulich am Abend:

Der Storch, der Kamin und der Mond

12. Mai 2011:
Keine besonderen Vorkommnisse – einerseits prima, andererseits möglicherweise zu langweilig. Nur brüten und ein bisschen für den Eigenbedarf Mäuse oder Frösche stressen, ist auf Dauer auch nicht das Wahre; möglicherweise führt das sogar zu Lagerkoller und Ehefrust.
Kleiner Scherz. Natürlich lieben sich Paula und Willi noch genauso wie nach der ersten Schlägerei am 8. April (siehe weiter unten). Eine(r) davon bzw. beide abwechselnd lassen sich in den letzten Tagen gern auch mal am Kamin direkt neben dem Nest nieder, um Körperhygiene zu betreiben oder einfach mal den Blick schweifen zu lassen, Urlaubspläne zu schmieden (wahrscheinlich geht’s wieder nach Südafrika) oder sich über Kleinvögel lustig zu machen. Keine Ahnung.
Ein bisschen Melancholie schadet jedenfalls nie – und da kam neulich, am Abend des 12. Mai, der Mond grad recht.

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Beruhigte Lage, Paula und Willi entspannt:

Friedliches Brüten und Nestarbeiten

6. Mai 2011:
Die erste Angriffswelle aggressiver Eindringlinge scheint vorüber. Das neue Storchenpaar macht einen entspannten Eindruck, brütet friedlich über dem Nachwuchs und baut das Nest aus.
Der neue Storchenmann heißt übrigens Willi – nicht etwa wegen dem frisch verheirateten englischen Kronprinzen William, sondern vielmehr nach Wilhelm dem Eroberer. Paula, seit 2010 (zusammen mit ihrem damaligen Gatten Ferdinand) Hausherrin im Schlosshorst, musste ja erst sprichwörtlich erobert werden (siehe weiter unten).
Wie bitte? Die Storchenfrau muss nicht unbedingt jene Paula sein? Ach geh, wer hat denn da noch Zweifel!? Natürlich ist sie unsere Paula.

Brüten und abwehren:

Keine Ruhe auf dem Dach

29. April 2011:
Laut Horstbetreuer Manfred Renner wird bereits seit 16. April schwer gebrütet. So weit, so gut.
Allerdings sieht sich das neue Miltacher Storchenpaar in den letzten Tagen wieder verstärkten, zum Teil sehr erbitterten und hartnäckigen Angriffen von Fremdstörchen (oder ist es immer der gleiche?) ausgesetzt. Handelt es sich dabei gar um „Spätheimkehrer“ Ferdinand, der sich um sein 2009/2010 erwirktes „Hausrecht“ betrogen fühlt? Bisher gelang es nicht, den/die Eindringling(e) hinsichtlich einer Beinmarkierung genau genug zu „untersuchen“.
Wie auch immer: Im Sinne eines „gedeihlichen Familienlebens“ wäre etwas weniger Dramatik über dem Schlossluftraum wünschenswert.
Herunten bleibt sowieso nichts anderes übrig als zu beobachten und zu bangen…

Erneuten Einbruchs-Anflug schon im Vorfeld vereitelt:

Storchenpaar souverän


Vereintes Bollwerk: Das Miltacher Storchenpaar beim „Abwehrfächern“. Das Ausfahren und Fächern der mächtigen Flügel sollte, zusammen mit extrem lauter Klapperarbeit, neugierige Fremdstörche erst gar nicht auf dumme Gedanken kommen lassen, vielmehr zum sofortigen Abhauen bewegen. Und so war’s auch am frühen Abend des 22. April; kein bisschen Körperkontakt diesmal…

21. April 2011:
Die Beiden haben nach wie vor größten Spaß aneinander. Man darf in und um Miltach mit erheblicher Bevölkerungszunahme rechnen.

22. April 2011:
Kurzes Drohkreiseln eines Fremdstorches über dem Schlossdach. Im Horst ein Abwehrbereitschaft signalisierendes Paar. Und schon war wieder a Ruah.

Störenfried verscheucht, ansonsten …

… Ehe-Harmonie pur


Das neue Miltacher Storchenpaar am Sonntag, 17. April, in Äktschn (Foto: Irmgard E.). So ein Storchen-Eheleben bietet schon mehr als nur monatelang zwischen Afrika und Europa hin- und herzufliegen oder Frösche und Mäuse zu jagen, nicht wahr?

16. April 2011:
Große Aufregung auf dem Schlossdach: Ein Fremdstorch (oder ist es Ferdinand auf verspäteter Heimkehr?) hat sich offensichtlich zur feindlichen Übernahme entschlossen und greift an. Den zahlreichen Beobachtern vom Supermarkt in der Dorfmitte – darunter auch LBV-Mitarbeiter Dieter Renner (Bruder des Horstbetreuers) – bieten sich ca. zehn Minuten rasanter Zweikämpfe. Sieger bleibt der neue „Hausherr“, der Eindringling sucht das Weite. Bei letzterem handelte es sich wohl nicht um Ferdinand; der hätte den Kampf zur Rückeroberung Paulas (die Romantiker unter Miltachs Storchenfreunden halten hartnäckig daran fest, dass es ich beim Weibchen um Paula handelt) nie und nimmer so schnell aufgegeben.

17. April 2011:
Irmgard E. und Gatte Peter, normalerweise eher der Abt. „Nachtschicht“ im Schloss Miltach zuzurechnen, sind zu Besuch hergeradelt. Tierfreundin Funky Sister I. gelangen dabei einige sehr schöne Aufnahmen, die zeigen, wie prächtig sich das neue Storchenpaar in relativ kurzer Zeit miteinander arrangiert hat. Dies wird auch vom Bodenpersonal (Altkatze Frau Bär und Schildkröte Gretl) neidlos anerkannt.

Bilder vom 17. April (alle Irmgard E.):
Storchenpaar17April2011FotoEngelhart.jpg (1862845 Byte) StorchenpaarSehrEhelich17April2011FotoEngelhart.jpg (1211696 Byte) FrauBaer17April2011FotoEngelhart.jpg (663649 Byte) Gretl17April2011FotoEngelhart.jpg (681179 Byte)

Dramatisches Schauspiel mit außerordentlich glücklichem Ende:

Zusammengerauft!
Das neue Miltacher Storchenpaar


Bild oben vom späten Nachmittag des 8. April 2011: Das neue Miltacher Storchenpaar, friedlich vereint im Schloss-Nest. Noch bis wenige Minute davor haben sich die beiden über eine Stunde lang erbittert bekämpft – möglicherweise ging das bei dem Tier links ins (linke) Auge. Wird scho wieda wern…

7. April 2011:
Ein Storch (nicht Ferdinand, den man an seiner Beinmarkierung erkennen würde, aber möglicherweise „seine“ Paula) lässt sich auf dem Schlossdach nieder, macht sich verdächtig vertraut am Horst zu schaffen, erkundet die Umgebung und übernachtet im Horst.

Bilder vom 7. April – zum Vergrößern anklicken:
Einzelstorch7April11.jpg (723231 Byte) Einzelstorch7April11a.jpg (312695 Byte)

8. April 2011:
Das Tier macht den Eindruck, nicht mehr weiterreisen zu wollen und führt kleinere Verbesserungsarbeiten im Nest aus. Fein, fein.
Am Nachmittag deutet aufgeregtes Klappern die Ankunft eines weiteren Storches an. Kurz darauf beginnt ein dramatisches Schauspiel, wie man es während der gesamten Miltacher Storchen-Geschichte noch nicht mal annähernd erlebt hat. Der Neuankömmling greift wüst an und wird vom Horstbesetzer ebenso wüst gekontert.
Immer wieder flogen sie über weite „Anlauf“-Bögen aufeinander zu, um dann äußerst heftig zusammenzuprallen und sich zudem in der Luft und im Horst zu „fetzen“. Man musste fürchten, dass eines der Tiere diesen Kampf nicht überlebt.
Für die Beobachter schien es, als würden zwei Storchenmänner die Hoheitsrechte über das Nest beanspruchen. Nach über einer Stunde ununterbrochener Kämpfe mit größter Härte (die Tiere rissen sich die Federn bündelweise aus) sitzen die beiden plötzlich nebeneinander im Horst. Zu erschöpft? Äh, nein. Man scheint sich sympathischer zu werden. Die Berührungen, die in den nächsten Minuten „stattfinden“, sind ganz anderer, eher (räusper) amouröser Art.
Miltachs Storchenbetreuer Manfred Renner hat zwar die „Schlacht über Miltachs Luftraum“ nicht verfolgt, allerdings dann das Liebesspiel des Paares und ist, wie alle Storchen-Freunde, höchst erfreut, dass seitens der „direkt Betroffenen“ alles für ein erfolgreiches Familienleben getan wird.

Wie erklärt sich nun das Ganze?
Ferdinand (der Markierte) ist jedenfalls nicht im Spiel. Wenn das 2010-er Paar sein Miltacher Familienglück in diesem Jahr fortsetzen wollte, hätte naturgemäß aber erst Ferdinand aus Afrika zurückkehren müssen, dann die Gattin. Möglicherweise ist Ferdinand was zugestoßen – oder er hat Verspätung.
Falls es sich bei dem erstangekommenen Tier um Paula handelt, wollte sie sich offensichtlich nicht kampflos gleich dem „Nächstbesten“ hingeben (da machen wir ihr, falls nötig, gern die Zeugen). Dies wäre zumindest eine Erklärung…

Bilder vom 8. April:
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9. April 2011:
Wie auch immer, das neue Miltacher Storchenpaar hat sich innerhalb kürzester Zeit prächtig miteinander arrangiert und demonstriert einträchtiges Eheleben.
Falls es sich bei der Dame tatsächlich um Paula handelt und Ferdinand doch noch nachkommt, ist der nächste Großärger allerdings vorprogrammiert.
Mal schaun.

„Da Stoach is do!“

(Vermutlicher) Rumtreiber eröffnet
Miltacher Storchen-Saison 2011

19. März 2011:
„Da Stoach ist do!“, hieß es an diesem Samstagvormittag (19. März) in Miltach – also genau zum 100-jährigen Jubiläum des Josefivereins des Regentaldorfes.
Nachdem schon in den Vortagen mehrere Horste in der näheren Umgebung von den „rechtmäßigen Altbesitzern“ wiederbesetzt wurden, dachte man in Miltach, dass es sich dabei nur um Ferdinand handeln könne.
Dem war aber offensichtlich nicht so. Das Tier ließ sich auf dem Schlossdach nieder, schaute sich die Sach‘ gründlich an, setzte an, den Luftraum über Miltach großräumig zu erkunden und landete erneut im Nest. Dann allerdings verließ es den Horst erneut, um dann (vorerst?) nicht zurückzukehren.
War’s etwa gar Ulli beim „Müßiggang“, um ganz nebenbei seiner/ihrer Kinderstube einen Besuch abzustatten oder irgendein anderer Jungvogel, den es irgendwie in den Bayerwald verschlagen hat?
Der Möglichkeiten viele.
Gewöhnlich kommen Miltachs „ernsthafte“ Störche ja erst später (siehe die verschiedenen Berichte auf dieser Seite weiter unten), dafür aber um so gründlicher (höhö).

(Plötzliches) Ende gut, alles gut:

Paula, Ferdinand & Ulli
gemeinsam auf Südkurs!

31. August 2010:
Man konnte es schon am Sonntag, 29. August ahnen, aber nun, nach zwei weiteren Tagen, darf wohl mit sehr großer Sicherheit festgestellt werden: Die Familie Paula-Ferdinand-Ulli ist gemeinsam auf Südkurs gegangen – und zwar vermutlich schon am Samstag, 28. August. Da wurde das Trio zuletzt in bzw. bei Miltach gesehen: Auf dem Schlossdach und bei Oberndorf auf einer Wiese bei der gemeinsamen Futtersuche.
Normalerweise verlässt der Nachwuchs als erstes (ab etwa Mitte August) die Heimat, indem er sich dem Sammelzug der Jungtiere anschließt. Dann, gegen Ende August/Anfang September folgen zunächst die weiblichen Altstörche, zwei bis vier Tage später gewöhnlich die Familienväter, nachdem sie das Nest noch für die kalte Jahreszeit stabilisiert haben.
Nachdem aber Ulli erst ziemlich spät geschlüpft ist, geriet dieser Zeitplan etwas aus den Fugen. Da dachte sich das junge Elternpaar Paula & Ferdinand wohl: Sicherheit für Ulli geht vor, lasst uns gemeinsam die Reise nach Afrika (auf der sehr weiten Ost-Route über den Bosporus, Libanon, Israel, Ägypten bis möglicherweise Südafrika) antreten; lieber ein paar Tage zu früh als zu spät. Die Futtersuche kann das Kind quasi nebenher lernen.
Viel Glück, ihr drei!

Sollte sich nicht noch was äußerst Überraschendes ergeben, darf hiermit das überaus spannende Miltacher Storchenjahr 2010 als abgeschlossen und sehr erfolgreich bezeichnet werden.
Falls Ulli ihre/seine Heimat Miltach in den nächsten Jahren wieder besucht, wird man sie/ihn wahrscheinlich nicht erkennen. Leider. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass Paula & Ferdinand 2011 ein weiteres glückliches Ehejahr an Regen und Perlbach verbringen, ist doch sehr hoch. Es wird jedenfalls wieder sehr spannend.

Bei der Gelegenheit: Vielen Dank den zahlreichen Fans der Miltacher Storchen-Szene sowie den Stammgästen auf dieser Seite! Vielen Dank auch für manche aufschlussreiche Beobachtung!

Auf ein tolles Miltacher Storchenjahr 2011!

St. Orch
(staatl. beinahe anerkannter Großvogel-Pressewart, Abt. Schlossdach)

Jungstorch ist perfekter Flieger, aber…

… Ulli bleibt ein Problemkind

27. August 2010:
Obwohl sich Ulli in den letzten Tagen zum perfekten/r Flieger/in gemausert hat, muss ihre/seine Entwicklung in diesen Tagen, da die letzten Züge nach Afrika gehen (viele Jungstörche sind längst auf dem Weg), mit (vorerst leichter) Sorge bedacht werden. Noch immer scheint sich nämlich das Storchenkind nicht selbständig ernähren zu können – und so folgen die leidgeplagten Jungeltern Paula und Ferdinand nach wie vor den herzzerreißenden „Huuungaaaa!!!“-Bettelrufen Ullis. Dies konnte auch am Abend des Donnerstag, 26. August, vernommen werden: Ulli hockt im Horst, die Eltern auf den Kaminen am anderen Ende des Schlossdachs. Ruhe kehrt erst ein, wenn Paula oder Ferdinand das Abendessen schnabelgerecht in die Kinderstube k….., äh, auswürgen.
Selbst der ansonsten so nachsichtige und geduldige Horstbetreuer Manfred Renner meinte, dass Ulli „jetzt langsam aber mal mächtig Dampf machen“ sollte, bevor er (Renner) sich in den Urlaub verabschiedete.
Also, Ulli, reiß di zamm!

Ulli wieder „zu Hause“:

Erst getestet, dann geübt

16. August 2010:
Die Reihenfolge wurde ja nicht ganz eingehalten von Jungstorch/in Ulli. Aber egal, sie/er ist geflogen. Irgendwie hat sie/er es wieder ins Familiennest auf dem Schlossdach geschafft – und jetzt wird halt hinterher, in Form von Trockenflugeinheiten, an den Feinheiten geübt. Die Eltern sind noch mit Futterarbeiten beschäftigt. Aber das ist ja kein Problem, im Gegenteil: Keine Chance dem süßen Lotterleben!
Ulli, der neue Superstar über Miltach, wird sicher rechtzeitig auf den Weg gebracht. Leider muss man sich damit abfinden, dass ihr/sein bevorstehender Abschied voraussichtlich einer auf immer sein wird. Die Jungeltern Paula & Ferdinand haben nämlich „bis auf weiteres“ das Hausrecht…

Eine andere (Dauer-)Schlossbesucherin namens Ulli macht sich derweil Gedanken über Dach-Ulllis Zukunft -> Best of Gästepost.

Sorgen erst mal unbegründet:

„Ulli“ absolvierte Jungfernflug


Ulli um die Mittagszeit des 13. August auf dem Nachbarsdach.
Wenn sie/ihn niemand rübergetragen hat, muss sie/er rübergeflogen sein.

13. August 2010:
„Mit dem stimmt was nicht… Der rührt sich kein bisschen; schon gar nicht macht er Trocken-Flugübungen. Dabei wär es höchste Zeit dafür…“. Storchenbetreuer Manfred Renner schwante noch vor wenigen Tagen nichts Gutes. „Er“, der Jungstorch, der sich jetzt mit dem geschlechtsneutralen Namen „Ulli“ anfreunden muss, wurde beinah schon zum Problemkind gestempelt. Tatsächlich erschien Ullis Unbeweglichkeit langsam auch dem zahlreichen fachunkundigen „Bodenpersonal“ bedenklich.
Doch seit Donnerstag, 12. August darf Entwarnung gegeben werden. Vorerst. Da wurde nämlich das riesige Storchenkind (optisch eigentlich nur noch durch den dunkleren Schnabel von den Eltern zu unterscheiden) plötzlich auf dem Dach des Nachbarwohnhauses gesichtet: Unsicher staksend, immer mit sehnsüchtigem Blickkontakt zum Schlossdach, wo sich Mama Paula und Papa Ferdinand – scheinbar völlig unbeeindruckt von des Nachwuchses Selbständigkeitsbemühungen – um Nest und eigenes Gefieder kümmerten.
Wo Ulli die Nacht vom 12. auf 13. August verbrachte, konnte nicht beobachtet werden. Jedenfalls befindet sie/er sich derzeit (Freitag, 13. August, Mittag) ein paar Meter weiter auf des Nachbars Scheunendach.
Nun hofft man auf einen weiteren „Mut-Anfall“ Ullis. Schließlich muss er sich im Laufe der nächsten zwei bis drei Wochen auch noch die selbständige Futtersuche aneignen. Und dann geht auch schon der letzte Zug nach Afrika…
Was für ein Stress!

Bilder vom 13. August:

100813JungstorchAufNachbarsDach.jpg (981156 Byte) 100813Jungstorch2beinig.jpg (227828 Byte) Einbeinig geht auch schon: 100813Jungstorch1beinig.jpg (266923 Byte) Mama Paula: 100813Paula.jpg (486303 Byte)

Jetzt aber:

Bilder vom „Kind“


Neuer Star (obwohl eindeutig Storch) über Miltach: Paulas und Ferdinands Einzelkind.

30. Juli 2010:
Es blieb nur kurz Zeit, die Kamera auf das vorübergehend verwaiste und wirklich äußerst fotoscheue Storchenjunge zu richten – nach einem minimalen Stellungswechsel des Fotografen tauchte Paulas und Ferdinands (Riesen-) Baby sofort wieder unter.
Vielleicht sollte man ihr/ihm einen Namen geben?! Hat wer einen passenden, am besten geschlechtsneutralen, parat? -> schloss-miltach(at)miltach.de

Bilder vom ersten Miltacher Storchen-Nachwuchs seit 2003 – zum Vergrößern anklicken:
100730Jungstorch.jpg (417216 Byte) 100730Jungstorch1.jpg (319768 Byte) 100730Jungstorch2.jpg (234785 Byte) 100730Jungstorch3.jpg (213229 Byte)

Immer noch kein Foto:

Storchenkind fotoscheu oder was?

25. Juli 2010:
Lieber Besucher dieser Storchenseite,
vielen Dank für die vielen Hinweise, dass man den Miltacher Storchennachwuchs „doch längst sieht und es höchste Zeit für ein Bild auf eurer Storchenseite ist“.
Jou, auch wir vom Bodenpersonal bzw. der Redaktion von schloss-miltach.de haben registriert, dass sich das Kind von Paula und Ferdinand nun schon seit gut drei Wochen immer wieder der Öffentlichkeit präsentiert – und wir sind, wie alle Beobachter, auch sehr glücklich darüber, dass ihm die Jahrhunderthitzewelle offenbar nicht geschadet hat. Soweit, so prima.
NATÜRLICH bemühen wir uns, endlich ein Bild des Storchenjungen auf diese Seite zu setzen. Nur: Das Objekt der Begierde macht nicht mit. Kaum geht man rein, die Kamera zu holen, taucht es unter. X-faches Auf-der-Lauer-liegen war bisher umsonst. Zufall? Pech? Will uns das Kind ärgern, oder ist es einfach fotoscheu? Es kommt hinzu: Der Horstaufbau ist schon wieder so hoch, dass man das Kind bei der Steilheit einfach nicht sieht, wenn es nicht gerade am Nestrand thront.
Aber sehr bald muss sie/er ja mit den Trockenflugübungen anfangen. Und dann ist Schluss mit lustich – und spätestens dann ist auch ein Bild der Prinzessin/des Prinzen auf dieser Seite.
Als kleinen Trost haben wir Papa Ferdinand aufgenommen (Bilder unten vom Sonntag, 25. Juli), der das Nest scheinbar nur noch zum Füttern anfliegt, ansonsten aber ganz dem Kind zur weiteren gedeihlichen Entwicklung übergeben hat.

100725FerdinandAufKamin1.jpg (240457 Byte) 100725FerdinandAufKamin.jpg (201956 Byte)

Bei der Affenhitze:

Storcheneltern als Schattenmacher

4. Juli 2010:
Dauerhaft glühend heiße Temperaturen lassen das miese Frühjahrswetter vergessen, die Bäder sind überfüllt, Deutschland befindet sich inmitten eines neuen Sommermärchens und jauchzt am Tag nach einem historischen WM-Triumph (4:0 über Argentinien) vor Glück.
Dem/Der Kleinen auf dem Schlossdach soll’s da natürlich auch bestens gehen. Deshalb ist Schattenspenden angesagt. Die mit der Nahrungssuche ohnehin unterforderten Eltern wechseln sich dabei ab. Das Bild oben zeigt Mama Paula, wie sie sich zur Mittagsstunde extra breit macht, damit der Nachwuchs ja nicht überhitzt. Das Jungtier wagt noch kaum einen Blick über den eigenen Nestrand, deshalb sind derzeit Bilder davon „von unten her“ kaum möglich. Storchenbetreuer Manfred Renner jedoch verfügt über ein tolles Fernglas, das aus gut 500 Metern Entfernung beste Einblicke zulässt. Auf die Frage „Wie groß ist das Storchenbaby denn jetzt?“ antwortete Renner kürzlich zur späten Stund‘ (bei einer Geburtstagsfeier) vielleicht eine Spur zu unsensibel: „Na ja, ungefähr einen Gänsebraten groß.“

Paula und Ferdinand lassen’s ruhig angehen:

Ein Jungstorch „im Schlaraffenland“

18. Juni 2010:
Deutschland liegt nach dem 0:1 gegen Serbien zumindest vorübergehend am Boden. Das neue Miltacher Traumpaar auf dem Schlossdach vermeldet dagegen immerhin einen Volltreffer: „Definitiv EIN Jungstorch“ (so Storchenbetreuer Manfred Renner am Abend des 18. Juni) erfreut sich seines Daseins und der uneingeschränkten, liebevollen Zuwendung seiner Eltern. „Nur einer“, mag mancher Beobachter angesichts der Miltacher „Superjahre“ 2000 (drei Junge), 2001 (drei), 2002 (vier!) und 2003 (zwei) vielleicht meinen. Aber nach sechs Jahren völlig ohne Nachwuchs darf man die Dreischnäbel-Familie durchaus als großes Glück werten. Paula und Ferdinand lassen’s in ihrem ersten Ehe-„Pflichtjahr“ einfach ruhig angehen. Recht haben sie.
Dem kleinen wird’s taugen. Laut Manfred Renner darf man die vielen gemeinsamen Neststunden des Paars schon während der Brutzeit derart deuten, dass in und um Miltach geradezu ein Überangebot an Frischnahrung (Mäuse und sonstiges Kleingetier) herrscht. Insofern befindet sich der „konkurrenzlose“ Jungstorch im reinsten Schlaraffenland.
Wir gehen aber davon aus, dass die noch unerfahrenen Jungeltern trotzdem größten Wert auf ausgewogene, nicht zu üppige Ernährung legen und ihr Einzelkind nicht allzu sehr verhätscheln, sondern vielmehr zu einem durchsetzungsfähigen, selbstsicheren, charakterlich einwandfreien, verantwortungsbewussten und sozialkompetenten Gutstorch mit Weitblick heranziehen. Vielleicht hat er eines Tages sogar das Zeug zum Landluftrat.

Endlich wieder Miltacher Storchennachwuchs!

Aber wie viele sind’s?

10. Juni 2010:
Storchenbetreuer Manfred Renner teilt mit, dass „gestern“, also am 9. Juni, „mindestens ein Jungstorch“ geschlüpft ist. Dieses Ereignis konnte in Miltach zuletzt im Jahr 2003 (!) gefeiert werden (siehe ungefähr einen Kilometer weiter unten auf dieser Seite). Herzlichen Glückwunsch, Paula und Ferdinand! Zumindest für Ferdinand ist es das erste Mal, dass er auf dem Eltern-Bogen als Erzeuger erfasst wird – ist doch dank seiner Markierung eindeutig belegbar, dass er 2010 erstmals mit der sogenannten „Geschlechtsreife“ ausgerüstet ist.
Nebenbei bemerkte Renner, dass der als Brutbeginn vermerkte Zeitraum nicht stimmen kann und wohl von Ende April auf Anfang Mai korrigiert werden muss. Egal.
Die Frage ist jetzt noch: „Wie viele Junge sind’s?“ Der Horst auf dem Schlossdach ist nur von ziemlich großer Entfernung einsehbar, und die stolzen  Eltern breiten pausenlos (abwechselnd) ihre mächtigen Körper über die noch sehr kleinen Tiere – erst recht bei dieser Affenhitze.
Manfred Renner bleibt dran, der Miltacher Schlossgeistkurier berichtet – demnächst auch wieder mit aktuellen Bildern.

Ein paar Störenfriede, ansonsten unaufgeregtes Familienleben – aber:

Zeit zum Schlüpfen

30. Mai 2010:
In Anbetracht all der Turbulenzen, Dramen und Tragödien, die man schon erleben musste, darf das unaufgeregte Leben der Familie Paula & Ferdinand ausschließlich positiv bewertet werden. Während „sie“ hauptsächlich über dem/den Ei(ern) brütet, ist „er“ vorwiegend für Nestbau und häuslichen Frieden zuständig. Von wegen Emanzipation!
Diverse Beobachter, zuletzt Horstbetreuer Manfred Renner am 29. Mai vom Fußballplatz aus (FC Miltach – SV Grainet 4:0), berichteten in den vergangenen Wochen von einzelnen „neugierigen“ Streunern, die zunächst nicht den gebührenden Abstand zum Schloss-Horst einhalten. Beinahe hat man schon den Eindruck, als würde sich der „Hausherr“ über derlei Abwechslung freuen – wie damals Obelix über die Römer. Jedenfalls gehen die Scharmützel immer sehr schnell zugunsten von Rambo Ferdinand aus, derweil Gattin Paula voller Stolz und Verzückung klappert: „Hach, mein Mann!“
Wie Renner meinte, wäre es – vorausgesetzt, Brütbeginn war tatsächlich am 28. April – an der Zeit, dass geschlüpft wird. Dann wird man endlich auch sehen, wie viel Jung-Störche den Vermerk „Geburtsort: Miltach, Lkr. Cham, Bayern“ in ihrem Flug-Pass stehen haben. Das in den letzten Wochen sehr kalte Wetter mag die Brütdauer möglicherweise auch etwas verlängern, so Renner.
Wie auch immer: Wenn die Jung-Störche erst mal geschlüpft sind, sollten streunende Großvögel den Luftraum über Miltach tunlichst meiden. Denn: Ferdinand wird zum ersten Mal Papa – und hat zusätzlich zu seiner mächtigen Statur noch die Motivation des jungen Familienvaters.

Der Horstbetreuer hat genau hingeschaut…

… und bestätigt

5. Mai 2010:
Manfred Renner, Miltacher Horstbetreuer im Dienste des LBV-Zentrums „Mensch und Natur“ (Nößwartling), überlässt nichts dem Zufall. Seine genauen Beobachtungen bestätigen nun, was man schon vermuten durfte: „Ferdinand“ ist der Storchenmann aus Waidhofen an der Thaya und seit Ende Juli 2009 Chef des Miltacher Luftraums. Bei seiner Gattin „Paula“ handelt es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um jene Störchin, die ebenfalls seit dem Spätsommer des vergangenen Jahres an seiner Seite klappert.
Und: „Es wird über mindestens einem Ei gebrütet.“ Nun ja, da wären wir fast von selber drauf gekommen…

Sie brüten:

Alles normal, es geht voran

2. Mai 2010:
Die Wahrnehmungen der zahlreichen Miltacher Storchen-Beobachter gehen auseinander: Schon am Samstag, 24. April, bemerkte manche(r) eine „typische Brutstellung“. Dass dabei tatsächlich eines oder mehrere Eier bewacht bzw. gewärmt wurden, ist aber eher unwahrscheinlich, weil das Storchen-Ehepaar in den Tagen darauf immer wieder gemeinsam längere Streifzüge in die nähere Umgebung unternahm.
Ganz sicher gebrütet wird aber spätestens seit Mittwoch, 28. April.
Glücklicherweise ist Miltachs oberster Storchenbeauftragter Manfred Renner wieder im Lande. Das heißt: Ab sofort kommt System in die Angelegenheit (höhö). Wie er wissen lässt, wird als erstes überprüft, ob es sich bei dem markierten Tier um den Storchenmann handelt, der Ende Juli 2009 den Bayerwäldlern schöne Grüße aus dem niederösterreichischen Waidhofen an der Thaya übermittelte.

Erstes Gerangel:

Klarer „Heimsieg“ für Paula und Ferdinand

21. April 2010:
Einseitige Angelegenheit, klarer Heimsieg. Die Rede ist nicht von einem Fußballspiel, sondern einer kurzen Begebenheit über dem Miltacher Schloss. Ein etwas übermutiger Fremdstorch dachte sich beim Überflug wohl: „Do schau her, a scheens Nest do untn“ und setzte zum Landeanflug an.
Ferdinand und Paula, so heißt das neue Traumpaar über Miltach, ließen aber gar nix aufkommen und machten dem Eindringling schnell klar, wer hier das Klappern hat.

Wunderbar:

Storchenpaar wiedervereinigt!

19. April 2010, später Nachmittag:
Perfektes Timing! Das Storchenpaar, das uns im Spätsommer 2009 so viel Hoffnung auf einen guten Neustart 2010 machte, ist offensichtlich wieder zusammen und innerhalb zweier Tage in der Wahlheimat Miltach eingetroffen. Zumindest ist „Herr Storch“ der gleiche. Dies ist deutlich am Markierungsband seines rechten Beins zu erkennen (kleines Bild unten links – zum Vergrößern anklicken!).
Und: Es wird nicht lange gefackelt. Das „intensive Eheleben“ lässt keinen Zweifel daran, dass eine Familienerweiterung vorgesehen ist.
Viel Spaß und Glück weiterhin da oben! Wir wollen nur gucken…

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Storchen-Saison 2010 auf Schlossdach eröffnet?!?

Vorsichtiger Optimismus erlaubt

19. April 2010:
Seit Samstag, 17. April, bekamen die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Fortsetzung des „Neuanfangs“ im späten Storchenjahr 2009 neue Nahrung. Ein ziemlich großer Storch lässt sich immer wieder auf dem Schlossdach nieder, beschäftigt sich intensiv mit dem Horst und nächtigt dort auch. Vielleicht wird’s ja noch was…

Miltacher Storchen-Saison 2009 beendet:

Hoffen aufs Frühjahr 2010

Seit 31. August 2009 ist der Storchenhorst auf dem Schlossdach wieder sich selber überlassen. Der junge Storchenmann folgt seiner Gattin ins Winterlager nach Afrika. Immerhin kann man sich jetzt wieder berechtigte Hoffnungen auf ein erfolgreiches Storchenjahr 2010 machen.

Seit Tagen nur noch ein Storch auf Schloss-Horst – alles normal also:

Zeit des Abschieds

30. August 2009:
Das Bild oben vom Abend des 28. August zeigt den jungen Storchen-Herrn, auf dem die Miltacher Hoffnungen für ein gutes Storchenjahr 2010 beruhen (siehe auch „Österreichische Lufthoheit…“).
Seit mehreren Tagen lässt er allein das Storchenjahr 2009 ausklingen. Dass die weiblichen Tiere schon ein paar Tage vorher Europa in Richtung Afrika verlassen, gehört zur guten familiären Organisation.
Möglicherweise ist mittlerweile auch schon der junge Storchenmann unterwegs in Richtung Bosporus…
Falls alles normal läuft, kommt er nächstes Jahr im März/April auch als erster wieder an. Aber was ist schon normal, wenn erst mal gute 20.000 Kilometer geflogen werden wollen!?!

Jetz iss‘ soweit:

Österreichische Lufthoheit über Miltach!

11. August 2009:
Man muss bei obigem Bild gar nicht so genau hinschauen, um am rechten Bein des linken Storchen was auffallend „Schwarzes“ zu erkennen. Dabei handelt es sich weder um eine Oberschenkelbandage noch um eine Kapitänsbinde. Störche spielen nicht Fußball!
Das Bild vom 9. August stellte für die Miltacher Vogel-Experten (hier sind in erster Linie die Gebrüder Renner zu nennen) kein allzu großes Rätsel dar. Und schon ein etwas genauerer Blick auf das Markierungsband und diesbezügliche Erhebungsunterlagen – vielen Dank mal wieder an die Leute vom LBV! – verschaffte eindeutige Klarheit: Der höchstwahrscheinlich männliche Storch, ein wahrhafter Riese, ist Österreicher – 2006 in Waidhofen an der Thaya geboren, mit 3 Lebensjahren noch nicht ganz geschlechtsreif, aber offensichtlich schon sehr heiratswillig. Woher die nur minimal kleinere Dame (wenn’s denn eine ist) an seiner Seite stammt, wissen wir (noch) nicht. Aber die ganz feinen Ohren unter den hiesigen Storchenexperten wollen aus den letzten Klapper-Arien was „irgendwie waldlerisches“ rausgehört haben…
Soviel Lokalpatriotismus sollte schon erlaubt sein.
Ist ja auch wurscht. Jedenfalls, da gibt es nun überhaupt keinen Zweifel, finden die beiden aneinander und an ihrer neuen (?) Wahlheimat Miltach anhaltend großen Gefallen…

Bilder – zum Vergrößern anklicken:

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„Dezentes Mittsommer-09-Glück“ weckt Hoffnungen auf 2010:

Zwei Störche = Storchenpaar?!?

Ende Juli 2009:
Da meint man immer, man hätte mit dem Getier schon alles erlebt; und dann haben sie doch immer wieder eine Überraschung auf Lager – in diesem Fall endlich mal wieder eine richtig positive. So positiv, dass sich der Schreiber dieser Zeilen mit der Meldung extra ein paar Tage zurückhielt, um ja nichts zu verschrei(b)en.
Seit über einer Woche kommen allabendlich zwei Störche lautklappernd angeflogen und lassen sich auf dem Schlossdach nieder, um an gleicher Stelle die Nacht zu verbringen – das eine Tier, wie sich’s gehört, im Storchenhorst, das andere in respektabler Entfernung. Der Miltacher Horstbetreuer Manfred Renner konnte sich das auch nicht so ganz erklären. Wenn er Kriminalbeamter wäre, hätte er wohl gesagt: „Wir ermitteln in alle Richtungen“. Soll heißen, dass alles möglich ist: Geschwister, gleichgeschlechtliches oder „klassisches Paar“.
Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um letzteres handeln könnte, hat sich seit dem Abend des 29. Juli drastisch erhöht, weil nämlich beide Tiere friedlich vereint die folgende Nacht im Horst verbrachten. Nicht nur das: Zudem machten sie sich schwer am mittlerweile ziemlich bewachsenen Nest zu schaffen.
Manni Renner: „Vielleicht haben die beiden damit ihr zukünftiges Heim schon gefunden. Die leise Hoffnung, dass wir im Frühjahr 2010 ein neues Miltacher Storchenglück beobachten können, ist zumindest berechtigt.“

Ein paar „Solo-Besuch“, sonst gar nix:

Auch 2009 kein Miltacher Storchenjahr

11. Juni 2009:
„A Schtoach is af’m Dach!“ Ein paar (wenige) Besuche einzelner Störche im April ließen leise Hoffnung auf ein erfülltes Storchenjahr 2009 keimen. Leider blieb es dabei.

Schloss Miltach unter den geehrten Adressen:

„Fledermäuse willkommen“

Oben: Der Artikel im Chamer „Bayerwald-Echo“ vom 17. März berichtet über die Fledermaus-Ausstellung im Landratsamt Cham sowie über die Ehrung der „fledermausfreundlichen“ Haushalte am 16. März.
Mit Genehmigung von Redaktionsleiter K. Gohlke darf der Artikel auch auf der Schloss Miltach-Seite veröffentlicht werden. Vielen Dank!

17. März 2009:
Das haben sich die Störche nun wirklich selber eingebrockt: Fledermäuse auf „ihrer“ Seite!!!
Während die Klappertiere an ihrem schnuckligen Heim AUF dem Miltacher Schlossdach in den letzten Jahren ziemlich achtlos hinweggeflogen sind und es links und rechts liegen ließen, werden die Flächen unter dem Dach von den „Kollegen“ Fledermäusen seit vielen Jahren als regelmäßige Sommerunterkunft ebenso geschätzt wie genutzt. Vor zwei Jahren wurde auf Veranlassung 
LBV-Zentrums „Mensch und Natur“ (Nößwartling bei Arnschwang), quasi zur „Anflugerleichterung“, der Teil eines Dachgaubenfensters mit einer „Fledermaus-Luke“ ausgestattet. Schließlich legen die Fledermäuse heutzutage großen Wert auf Komfort.
Am 16. Januar wurden die fledermausfreundlichen Hausbesitzer des Landkreises Cham im Landratsamt durch den dortigen „Hausherrn“, Landrat Theo Zellner, sowie den Vorsitzenden des LBV-Zentrums, Heribert Mühlbauer, geehrt und mit dem Zertifikat sowie einer Plakette vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz ausgezeichnet.

Den Störchen sei geraten: Reißt’s eich z’samm und kemmt’s boid wieda!!!

Nur der Vollständigkeit halber:

2008 war wieder nix

August 2008:
Die Storchensaison 2008 war keine – zumindest in Miltach.

Immerhin:

„Einzelbesuche“

9. – 13. Mai 2008:
Die neue alte Bescheidenheit im Miltacher Storchengeschehen lässt einen wieder über Kurzbesuche einzelner Langschnäbel freuen. Sie kreisen über dem Dorf, peilen die Lage, machen sich ihre Notizen (harrharr), manchmal lassen sie sich für wenige Minuten auf dem Schloss-Storchenhorst nieder, denken sich „Eigentlich gar nicht so übel hier““… und hauen dann wieder ab. Sauber!

Sieht nicht gut aus:

Kein Storch in Sicht

15. April 2008:
Von wegen „2008 wird alles besser“! Man muss wohl die Ansprüche etwas herunterschrauben und schon froh sein, wenn sich – wie zu den Miltacher Storchen-Anfängen Ende der 90-er (siehe auf dieser Seite ungefähr einen Kilometer weiter unten) – erst mal wieder ein paar „Einzelexemplare“ über Regen und Perlbach blicken lassen, um dann langsam Familienpläne mit Standort Miltach reifen zu lassen…

September 2007:

2008 wird alles besser

Devise „Hoffnung auf 2008“:

Storchenjahr 2007 so gut wie gelaufen

5.Juli 2007:
Viel mehr war nicht mehr zu erwarten, und man sollte zufrieden sein. Immerhin scheint es so, als hätten ein paar Störche (inklusive dem einen oder anderen Jungpaar) ihre Augen auf den Miltacher Storchenhorst geworfen (siehe im Anschluss unten) – und sich hoffentlich gut den Flugweg dorthin eingeprägt.
Ansonsten war in den letzten Wochen nicht mehr viel Bewegung auf dem Schlossdach bzw. auf den Wiesen rund um Miltach. Darüber können auch gelegentliche Kurzbesuche von Einzelstörchen nicht hinwegtäuschen.
Im Frühjahr 2008 wird’s spannend.

Sieht gar nicht so schlecht aus:

Schloss-Horst heiß umkämpft!

3. Juni 2007:
Der Standort Miltach ist unter Störchen wieder heiß begehrt, sogar umkämpft. Vor allem in den letzten Mai-Tagen gab es einige rasante, ja dramatische Szenen über dem Schloss-Luftraum zu beobachten (man sollte eigentlich immer seine Kamera dabei haben…). Ein Storchenpaar, das seit ein paar Wochen offensichtlich das Schlossnest für sich reklamiert, sah sich schweren Angriffen eines weiteren Duos ausgesetzt. Klassische „Aufgabenteilung“: Der/die eine verblieb im Horst hocken und verteidigte das Heim (inklusive benachbarter Kamine) heftig klappernd gegen den einen „Sturzflieger“, während sich die anderen beiden Kontrahenten im „freien Luftkampf“ nichts schenkten und einige Male schwer gegeneinander krachten. Dabei wurden sprichwörtlich einige Federn gelassen.
Derlei Kämpfe konnte man in Miltach ja schon öfters beobachten, aber nur selten in dieser Intensität. Anscheinend werden derzeit in der Storchen-„Nachwuchsszene“ die Claims abgesteckt. „Gewonnen“ hat, soweit man als Beobachter nicht überfordert war, jeweils das verteidigende Paar.
Mittlerweile hat sich die Lage wieder beruhigt. Das „neue“ Miltacher Storchenpaar macht bereits einen sehr heimischen Eindruck, pflegt sich und den Horst, lässt sich mal hier, mal da auf Futtersuche blicken, klappert harmonisch im Duett…
Also, man will ja nichts verschreien, aber: 2007 scheint sich nun doch noch zum ganz passablen Storchenjahr zu entwickeln.

Bilder – zum Vergrößern anklicken:

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Von links: Verteidiger, Angreifer, „siegreiches Gastgeber-Paar“.

Schloss Miltach „besetzt“ – nur vorübergehend???

Was soll das jetzt, hä?

20. Mai 2007:
Als ob sie eine Antwort auf die Bemerkungen vom 15. Mai (siehe im Anschluss) geben möchten, sind zwei, manchmal auch drei Störche in den letzten Tagen immer wieder auf dem Schlossdach sowie irgendwie im Bereich um Miltach zu sehen. Und jetzt ist das Schloss doch auffallend „dauerbesetzt“. Manchmal möchte man meinen, ein Tier wäre immer am Brüten. Geht das denn überhaupt noch? Oder was soll das bedeuten? Jedenfalls ist es sehr aufregend. Weiter so!

Fotos vom 20. Mai – zum Vergrößern anklicken:

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Streuner – nix als Streuner:

Auch 2007 kein Storchen-Familienglück

15. Mai 2007:
Nach mehreren Einzel-Kurzbesuchen in den Vorwochen lassen sich am Morgen gleich drei weitere Störche auf dem Schloss-Horst bzw. -Giebel nieder. Eine(r) davon fand wohl das Nest auch sehr gemütlich und nahm kurz sogar „Brütstellung“ ein. Immerhin dauerte die „Vorstellung“ diesmal etwa drei Stunden, bevor Miltach wieder verlassen wurde. Dem insgesamt doch eher unbeholfenen und „unernsten“ Verhalten (man hat ja als Beobachter langsam seine Erfahrungen) der Tiere war zu entnehmen, dass es sich um geschlechtsunreife Jungstörche handelt, die in der Gegend rumstreunen.
Ansonsten muss man Mitte Mai konstatieren, dass es auch im Jahr 2007 kein Miltacher Storchen-Familienglück geben wird. Der Naturzyklus lässt dafür nicht mehr die nötige Zeit.
Die Hoffnung bleibt: Vielleicht erinnert sich einer der Streuner des Dorfes an Regen und Perlbach, wenn er in den nächsten Jahren mit Partner(in) auf der Suche nach einer geeigneten Dauerunterkunft ist.

Immer wieder mal:

Kurzbesuche – sonst nix

22. April 2007:
Wieder mal, wie in den vergangenen Wochen eher selten, heftiges Klappern aus zwei Storchenschnäbeln aus dem Schlosshorst. Kurzes Rumnesteln, Lagepeilen, danach weite Kreise über dem Miltacher Luftraum. Das war’s dann auch schon wieder. Leider.

LBV + Feuerwehr „eröffneten“ Storchenjahr 2007:

Storchenhorst „entleert“

30. März 2007:
Offizielle „Eröffnung“ des Miltacher Storchenjahres 2007.
Diesmal aber mit „sehr sehr schwerem Gerät“: Auf Anfrage des LBV-Zentrums „Mensch und Natur“ (Nößwartling/Arnschwang) stellte die Bad Kötztinger Feuerwehr dankenswerterweise ihr Drehleiter-Fahrzeug zur Verfügung. Dieses, von „seinem Herrn“ Heinz Achatz meisterhaft bedient, wurde beinahe bis an die Grenze beansprucht, als es darum ging, die LBV-Mitarbeiter Josef Breiter und David Messerer im Korb bis an den Storchenhorst auf dem Schlossdach zu befördern.
Dieser außergewöhnlich aufwändige Einsatz war auch vonnöten. Schon beim Anblick von unten waren die heftigen „Wucherungen“ zu erkennen. Breiter und Messerer fanden dann auch ein Nest vor, das randvoll mit Nistmaterial bzw. Humus war. Der Inhalt von drei Schubkarren war es schließlich, um den der Miltacher Storchenhorst nach getaner Arbeit erleichtert war.
Um die Attraktivität des Nistplatzes für „neue“ Störche zu erhöhen bzw. deren Aufmerksamkeit erst einmal zu erhalten, wurde der Bereich um den Storchenhorst noch mit Kalk bespritzt.
Aufmerksam beobachtet wurde der Job der drei „Hauptakteure“ Achatz, Breiter und Messerer vom „Bodenpersonal“: Miltachs Bürgermeister Gottfried Heigl, Schloss-Ehepaar Schleyerbach-Breu, Miltachs Pressechef und „Dorfkundler“ Erwin Vogl sowie dem Miltacher Storchenhorst-Betreuer und LBV-Mitarbeiter Manfred Renner.
Die gelungene Aktion wurde mit einer kleinen Brotzeit im Schlosskeller, zu der Bürgermeister Heigl einlud, abgeschlossen. Schlossherrin Christiane Schleyerbach-Breu bedankte sich bei den „Meistern der Lüfte“ Breiter und Messerer sowie beim Fahrzeug- (und Drehleiter-) Führer Achatz mit handgetöpferten Haferln aus ihrer Werkstatt.
Ob die Aktion nicht nur als gelungen, sondern auch als erfolgreich bezeichnet werden kann, hängt von den Störchen selbst ab. Also, Adebars, auf nach Miltach. Und dann wird auch hier geblieben und so (blinzel) – Ihr wisst schon…

Bilder – zum Vergrößern anklicken:

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Oktober 2006:

Warten (und Hoffen) auf ein besseres Storchenjahr 2007

Das Storchenjahr 2006 ist natürlich längst beendet. Im August, spätestens Anfang September haben die letzten Altstörche Europa in Richtung Afrika verlassen – abgesehen von den wenigen Tieren, die hier unter sehr schweren Bedingungen (und vom Menschen unterstützt) überwintern.
Nächstes Jahr wird’s wieder besser – auch in Miltach. Wir können nur warten und hoffen.

Silberstreif am Horizont:

Immer wieder „Einzelbesuche“

26. Juli 2006:
Das Miltacher „Storchenjahr“ 2006 ist natürlich längst gelaufen, ganz und gar nicht nach dem Geschmack der vielen Beobachter und „Fans“ dieser – immer seltener werdenden – Vögel.
Was ein bisschen Hoffnung auf die kommenden Jahre macht: Immer wieder lassen sich einzelne Störche, manchmal auch im Duett, auf dem Schloss-Horst nieder, um dort mehrere Stunden zu verbringen. Immerhin. Miltachs LBV-Mann und Horstbetreuer Manfred Renner wertet dies als ungebrochene Attraktivität Miltachs und dessen Umgebung für Störche. Das Nahrungsangebot – eins der „Hauptargumente“ für die Standortbestimmung der Störche – scheint zu stimmen. Entscheidend für ein neues Miltacher Storchenglück sei, so Renner, dass sich zur rechten Zeit ein Storchenpaar mit „ernsthaften familiären Absichten“ für den Horst auf dem Schlossdach entscheidet. Und dafür sei auch ein wenig Glück vonnöten.
Unsere Geduld ist ja grenzenlos…

Sieht nicht gut aus:

Miltacher Storchenjahr 2006 bisher „sehr mager“!

Es geht auf Ende April hin, und langsam müssen sich die Miltacher Storchenfreunde – und das sind nicht wenige – auf ein weiteres „sehr mageres“ Jahr einrichten. Zwar war bis in die zweite Aprilwoche ein einzelner Storch schwer am Schuften; dies aber weniger auf dem Schloss-Horst, der auf die Adebars scheinbar (weil er zu „verwildert“ bzw. verwachsen ist? Siehe auch im Anschluss: „Storchenhorst geputzt“) nicht mehr die Attraktivität der Vorjahre ausstrahlt, sondern auf dem „Bäckerkamin“ in der Ortsmitte. Dort sind noch immer die starken Bemühungen um einen „Ersatz-Horst“ zu sehen. Seit knapp zwei Wochen ist aber Miltach wieder völlig storchenfrei.
Nun kann nur gehofft werden. Wieder mal.

Offizieller Start ins „Miltacher Storchenjahr 2006“:

Storchenhorst geputzt

Sicherheit zuerst: Markus Schmidberger, Manfred Renner und Muharrem Aydinli (von links) treffen vor Schmidbergers „Ausstieg“ die nötigen Maßnahmen.

Schon am 15. März ließ sich auf dem Welter-Bäcker-Kamin in der Ortsmitte ein sehr „früher“ Storch nieder, um am Tag darauf Miltach schon wieder zu verlassen – ein „Durchzügler“ also.

Am Freitag, 24. März, machte sich ein Trio des LBV-Zentrums „Mensch und Natur“ (Nößwartling/Arnschwang) daran, den Storchenhorst auf dem Miltacher Schloss etwas zu „putzen“. Markus Schmidberger, Leiter des Zentrums, stieg höchstpersönlich dem Schloss aufs Dach – keine leichte Aufgabe, die bei enormer Steilheit und Höhe trotz aller getroffenen Sicherheitsmaßnahmen einiges an Mut voraussetzt. Unterstützt wurde er dabei von den LBV-Mitarbeitern Manfred Renner und Muharrem Aydinli. Die Säuberung, die vor allem verhindern soll, dass der pflanzliche Wildwuchs auf dem Horst überhand nimmt, gelang nur sehr bedingt. Eigentlich wollte Schmidberger sprichwörtlich das Wurzelproblem lösen, was aber durch die immer noch zugefrorenen oberen Horst-Schichten verhindert wurde. Nun hofft man, dass sich bald ein Storchenpaar mit „ernsthaften Absichten“ niederlässt. Und die würden sich „schon um ihre Wohnung kümmern“, wie die Fachleute einhellig meinten.
Bei der Gelegenheit befreite Schmidberger auch gleich die darunter gelegenen Schneefangzäune und Dachrinnen von den herabgefallenen Ästen und dadurch gestautes Laub.

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(kleine Bilder zum Vergrößern anklicken)

Unspektakuläres Finale 2005:

Stella und Bert auf dem Weg nach Afrika

Donnerstag, 18. August 2005:
Stella und Bert, die hoffentlich neuen Dauerinhaber des Storchenhorstes auf dem Schlossdach, sind seit mehreren Tagen nicht mehr gesehen/gehört worden. Im Juli waren sie ein paar Mal schnell zur Stelle, wenn Fremdstörche den Luftraum über Miltach „unsicher“ machten. Diese zeigten sich jeweils sehr schnell beeindruckt und suchten das Weite.
Jetzt bleibt zu hoffen, dass sie die lange Reise nach Afrika gut überstehen und 2006 im März/April Miltach wieder wohlbehalten anfliegen.

Stella und Bert genießen „kinderloses Eheglück“:

Lotterleben pur!

Mittwoch, 22. Juni 2005:
Seit Wochen genießen Stella und Bert, von allen „Nachwuchspflichten“ entbunden, ihre Zweisamkeit in vollen Zügen: Ab und zu stehen kleinere Horstausbauarbeiten auf dem Tagesprogramm, ansonsten Lotterleben pur – vor allem in Form von ausgedehnten Fressorgien auf frisch gemähten Wiesen rund um Miltach. Sehr oft lassen sie sich nur wenige Meter entfernt von den Radwegen nach Chamerau (zwischen Welter-Lager und Kläranlage) und nach Blaibach (Nähe Tiefental) „besichtigen“. Dabei ist es ihnen um so lieber, wenn ein Landwirt die Felder bearbeitet (Mähen, Heuwenden…), und sie suchen in aufreizender Nähe die Nähe zum (fahrenden) Traktor. Schließlich liegt dann das Fressen (aufgescheuchte Mäuse, Heuschrecken usw.) geradezu auf dem Präsentierteller.
Ein paar Mal auch wieder Besuch von „streunenden“ Jungstörchen, die den Schlosshorst anpeilen. Aber da sind dann Stella und Bert schnell zur Stelle und zeigen, wer hier das Klappern hat. 

Stork Wars über Miltach:

Stella und Bert
vertreiben Eindringlinge!

Stella und Bert – so heißen sie, die neuen Miltacher Luft-Hoheiten, punktum.

Sonntag, 29. Mai 2005:
Stella und Bert sind nun genau seit zwei Wochen ein Miltacher Paar. Dies wurde (siehe Vorberichte) eindrucksvoll demonstriert.
Die beiden letzten Tage war Besuch angesagt – allerdings ungebetener. Am Freitag, 27. Mai, machte eine 3-er-Gruppe (vermutlich „streunende Jungstörche) Stunk und drehte in aufreizender Nähe zum Schloss-Horst mehrere Runden. Dann aber hatten Stella und Bert den Schnabel voll und beließen es nicht mehr bei aufgeregtem Klappern und Flügelschlagen. Sie stiegen hoch und starteten „Gegenkreise“. Die Eindringlinge waren davon offensichtlich ziemlich überrascht und verlegten ihre Aktivitäten in höhere Regionen, aber immer noch über dem Miltacher Luftraum.
Dies allerdings war den beiden Hausherren nicht genug Demutshaltung. Sie gingen nun regelrecht zur Verfolgungsjagd über. Und so spielten sich einige „handfeste“ Szenen mit bedrohlichem Körperkontakt in bester Flughöhe ab, wobei sicher auch einige Federn gelassen wurden. Zwei der Fremdstörche kapitulierten alsbald. Stella und Bert waren’s zufrieden und ließen sich wieder auf dem Schlossdach nieder. Nur der dritte Fremdstorch, wahrscheinlich der Bandenchef, zeigte noch den Mut des Verzweifelten (schließlich ging es um sein Ansehen innerhalb der Bande) und flog – mit gewissem „Sicherheitsabstand“ allerdings – die Einflugschneise über dem Horst-Landebereich an, um dann allerdings mit der Bemerkung „Na gut, ihr habt gewonnen – aber ich komme wieder“ abzudrehen und seinen Kumpanen zu folgen.
Am Samstag, 28. Mai, dann wieder mehrmals Besuch von Fremdstörchen. Denen reichte aber Stellas und Berts „Abwehrplan 1a“ (Klappern und Flügelschlagen), und sie hauten jeweils sofort wieder ab.

„Ernste Absichten“ des neuen Storchenpaars:

„Intensives Eheleben“!

Sonntag, 22. Mai 2005:
Schön langsam darf man sich wohl mit dem Gedanken anfreunden, dass Miltach nach der 2004-er Tragödie um den „Urstorch“ Beppo und der damit verbundenen „Familienauflösung“ (siehe weiter unten) wieder von einem „richtigen“ Storchenpaar bewohnt wird. Das „Eheleben“ lässt an Intensität nichts zu wünschen übrigen, die übrige Zeit wird zu Verschönerung und Ausbau des Horstes sowie sonstigen, ganz gewöhnlichen Gepflogenheiten eines erfüllten und engagierten Paarlebens genützt. Das ist doch was, oder?! Wenn nicht mehr dieses Jahr Nachwuchs, dann eben nächstes Jahr.
Demnächst aktuelle Bilder.

Öha:

Neues Storchenpaar auf Schlossdach!

Mittwoch, 18. Mai 2005:
Kaum war der „Pfingstsonntags-Bericht“ (siehe unten im Anschluss) auf dieser Seite platziert, war schon ein zweiter Storch zugegen. Ohne jetzt weitere Vermutungen loszulassen, die möglicherweise was verschreien könnten, an dieser Stelle folgende Beobachtungen: Seit Pfingstsonntag also viel Geklappere, trautes Zusammensein auf dem Schlossdach. Für eine „Familienneugründung“ ist es Mitte Mai doch eigentlich schon zu spät, oder?
Wir beobachten weiter.

Leichte Hoffnungen auf einen „Neubeginn“ Miltacher Storchenglücks:

Solo-Storch „richtet sich ein“

Pfingstsonntag, 15. Mai 2005:
Seit drei Tagen macht ein einzelner Storch Anstalten, sich auf dem Schloss heimisch zu fühlen: Er putzt am Horst und an seinem Gefieder rum, macht durch Erkundungsflüge in die Umgebung auf sich aufmerksam, scheint vom hiesigen Nahrungsangebot wohlgenährt und genießt ganz offensichtlich die Sympathien der Erdenbürger. Vielleicht ist er ja ein „Jungmann“, der in den nächsten Jahren schon mal wüsste, wo eine Storchenfamilie gut aufgehoben wäre. Wir drücken ihm dazu die Daumen.

„Sehr zäher“ Beginn des Storchenjahres 2005:

„Storchen-Duo“ nur auf Kurzbesuch da

Sonntag/Montag, 10./11. April 2005:
Zwei Störche lassen sich immer wieder auf dem Schlosshorst nieder, drehen ein paar Runden, klappern zwei Strophen, schauen sich das außerordentlich bewegte und hochdramatische Leben in Miltach-City quasi „von oben herab“ an und hauen dann angeödet wieder ab. Null Sex, null Bock auf Mijdda. Wahrscheinlich streunendes Jungvolk ohne Familienpläne oder junges Geschwisterpaar auf Heimatbesuch.
Des war no nix Gscheits.

Montag, 16. August 2004:
Die Storchensaison 2004 neigt sich im Allgemeinen dem Ende zu. In Miltach war seit Wochen kein Storch mehr zu sehen. 2005 wird bestimmt wieder besser…
– – – – –Dienstag, 27. Juli 2004:
Die Storchenbesuche in den vergangenen Woche waren nur noch sehr rar; meistens fand sich ein einzelnes Tier auf dem Schlosshorst ein, verweilte dort kurz und verschwand dann wieder.
– – – – – Donnerstag, 1. Juli 2004:
Keine besonderen Vorkommnisse. Es tauchen immer wieder zwei oder gar drei Störche (seltener ein einzelner) auf dem Schlossdach auf, machen durch lautes Klappern auf sich aufmerksam, übernachten und verschwinden dann wieder für ein paar Tage.
– – – – –Sonntag, 20. Juni 2004:
Die „regelmäßige Unregelmäßigkeit“ hält an: Mal sind sie als Paar auf dem Schlossdach, übernachten dort, reagieren äußerst „interessiert“ auf die „Anreden“ und Klapperversuche der Zweibeiner unten, dann ist wieder nur einer zu sehen, auch auf dem Bäckerkamin, dann sind sie wieder für Stunden oder gar ein, zwei Tage ganz weg… Das reinste Lotterleben.
– – – – –

Freitag, 11. Juni 2004:
Seit drei Tagen hält sich ein Storchenpaar im Horst auf dem Schlossdach auf – zwar nicht dauerhaft und regelmäßig, aber immer wieder. Es kann nur vermutet werden, dass es sich dabei um das „ausquartierte“ Paar vom Bäckerkamin handelt. Wie auch immer: Miltach scheint seine Anziehungskraft auf die Adebars nicht verloren zu haben.

– – – – – 

Sonntag, 6. Juni 2004:
Seit zwei Tagen ist der einzelne Storch, der sich abwechselnd auf dem Bäckerkamin und dem Schloss-Horst aufhielt, verschwunden.

Untersuchung mit eindeutigem Ergebnis:

Beppo starb an Rattengift!

Mittwoch, 2. Juni 2004:
Der Miltacher Storchenbetreuer Manfred Renner teilt das endgültige und eindeutige Untersuchungsergebnis bezüglich der Ursache des Todes vom Miltacher „Ur-Storch“ mit: „Beppo“ starb an Rattengift (Wirkstoff: Brodifacoum), das er höchstwahrscheinlich durch eine erbeutete Ratte oder Maus, die das gestreute Gift in sich trug, zu sich nahm. Wie die Untersuchungsexperten (die Untersuchung wurde vom LBV in Auftrag gegeben) wissen lassen, war es zudem höchstwahrscheinlich ein sehr qualvoller Tod für Beppo.
Wie schon festgehalten: Beppo überstand im vergangenen Spätsommer wie durch ein Wunder den Zusammenprall mit einem Auto (siehe weiter unten), schaffte sogar noch den 10.000 km-Flug ins afrikanische Winterlager, das gleiche wieder zurück, um dann hier vergiftet zu werden.
Man kann übrigens davon ausgehen, dass es sich bei der Beute-Ratte oder -Maus nicht um einen Selbstmordattentäter handelte…

Dienstag, 1. Juni 2004:
Die letzte (sehr gut gemeinte) Aktion mit der „Drahtentfernung“ am Samstag war offensichtlich eine zuviel, denn das Storchenpaar ließ sich seitdem nicht mehr blicken.
Seit dem Abend des 1. Juni dient der Bäckerkamin jedoch einem einzelnen Storch wieder als „Unterkunft/Raststätte“.
Hickhack um Storchennest auf Bäckerkamin, aber …

… Störche setzen sich durch

Freitag, 28. Mai/Samstag, 29. Mai 2004:
Man muss sich kurz fassen, sonst wird’s ein Roman.
Nachdem es dem Storchenpaar trotz aller „bautechnischer“ Schwierigkeiten gelungen ist, ein zwar ziemlich „wackliges“ und einsturzgefährdetes Nest auf dem Bäckerkamin zu errichten, von einer erfolgreichen „Nachwuchsarbeit“ aber nicht mehr ausgegangen werden konnte (die Zeit reicht einfach nicht mehr), kam von „höchster LBV-Instanz“ die Anordnung, das Nest wieder zu entfernen. LBV-Begründung: Zwei Storchenneste und ihre eventuell künftige Bewohnung dann von zwei Storchenpaaren gäben „Krieg“ – zum einen gebe die Umgebung um Miltach nicht genug Futterarsenal her, zum anderen wäre dann zu befürchten, dass im „Kriegsfall“ nicht mal eine Familie „übrig bliebe“.
Dass zwischenzeitlich ein ziemlich ausgemachter Blödsinn um den Besitzer des Bäcker-Gebäudes kursierte, ist eine traurige, geradezu beschämende Erscheinung am Rande. Dieser ließ nämlich das Storchenpaar großzügig gewähren, obwohl der Kamin längst für die Herstellung von Holzofenbrot genutzt werden sollte. Das konnten die Störche ja nicht wissen…
Schon war im Umlauf: „Der Bäck‘ will die Storche rausschmeißen!“ Schon meldete sich ein (natürlich anonymer) Anrufer bei der Zeitung, der einen Skandal seitens des Bäckereibetreibers witterte. Die Meinung des Schreibers dieser Zeilen: Diese Art von „Heckenschützen“ stirbt einfach nicht aus. Lieber üble Beschuldigungen in Umlauf bringen, ohne mit dem Beschuldigten Rücksprache zu nehmen. Dies wird im übrigen auch nicht durch noch so große Tierliebe gerechtfertigt!!!
Dabei unternahm der Beschuldigte auf eigene Faust, zusammen mit dem Miltacher Storchenbetreuer Manfred Renner, einen Flug über das Miltacher Schloss, um nachzuschauen, warum der Horst auf dessen Dach derzeit nicht so sehr favorisiert wird. Ergebnis: Bis auf manches „Gewächs“ ist der (bisher so erfolgsgekrönte) Horst in Ordnung. Die neuen Störche bevorzugen einfach den Bäckerkamin. Basta!
Trotzdem wurde am Freitag der Schloss-Storchenhorst (durch LBV-Mitarbeiter) saniert bzw. „optimiert“ und als nächstes das Nest auf dem Bäckerkamin entfernt (nachdem man sicher sein konnte, dass kein Ei drin liegt) sowie zusätzlich mit Draht unzugänglich gemacht. Meinte man. Die Störche haben sich nämlich um den Draht nix geschissen, sondern kamen nach kurzer Dauer wieder zurück. Vielleicht dachten sie sogar, dass der Draht vom „Kumpel Mensch“ als Nisthilfe vorgesehen sei.
Am Samstag entfernte Manfred Renner den Draht nach Rücksprache mit dem Bäckereibesitzer wieder. Die Störche haben sich eindrucksvoll durchgesetzt, und Miltach hat – zumindest vorerst – wieder seinen Storchenfrieden…
Wir sind schon gespannt, wie es weiter geht.

Neues Storchenpaar bevorzugt Bäckerkamin:

Miltacher Storchenglück
„in Dorfmitte verlegt“!

Donnerstag, 27. Mai 2004: Das „Storchendorf“ Miltach hat Beppos Tod und die damit beendeten Hoffnungen auf ein weiteres Nachwuchsglück 2004 mittlerweile gut überstanden. Großen Anteil daran hat das neue Storchenpaar, das jetzt auf dem Bäckerkamin in der Dorfmitte heimisch geworden ist. Mit unermüdlichem Eifer trotzten die Beiden den großen Schwierigkeiten, auf dem Kamin ein halbwegs taugliches Nest einzurichten. Mittlerweile haben sie so was wie einen „Basis-Horst“ gebaut – ständig von vielen Bewunderern beobachtet. Also keine Rede mehr von einem „Ende des Storchenjahres 2004″…
Rätselhaft: Vor ein paar Tagen wollte einer der Störche, möglicherweise einer der „Bäckerkaminstörche“, mehrmals den Horst auf dem Schlossdach anfliegen, was aber vehement vom anderen, der schon drin stand, verhindert wurde. Zwischenzeitlich artete dies zu einer handfesten Rauferei aus.
Handelt es sich beim „Schlosshorstverteidiger“ um Nanni selber, die nicht möchte, dass das „Beppo-Denkmal“ „entweiht“ wird. Oder verhindern die Eier des Paares Beppo-Nanni anderen Störchen den Zutritt?
Der Miltacher Storchenwart Manfred Renner weiß vielleicht Antworten.
Also, bis die nächsten Tage.

Trost in Sicht:

Neues Miltacher Storchenpaar?

Donnerstag, 20. Mai 2004: Ein neues (?) Storchenpaar (oder hat Nanni auf die „Schnelle“ einen neuen Gatten erobert?) ist in Miltach aufgetaucht, das – abwechselnd auf dem Schlosshorst und dem Bäckerkamin in der Dorfmitte – starken Nachwuchsbemühungen nachgeht. Sollte sich dies in den nächsten Tagen bestätigen, wäre dann das Miltacher Storchenjahr 2004 doch noch nicht vorbei. Aber ist es für gelungene Nachwuchsbemühungen bis einschließlich des Afrikazuges (normalerweise von Mitte August bis Anfang September ist „Abflug“) nicht schon zu spät?
Hoffen dürfen wir jetzt wenigstens wieder.

Möglicherweise Vergiftetes zu sich genommen:

Der tote Storch ist: Beppo!

Donnerstag, 20. Mai 2004: Laut LBV-Mitarbeiter Dieter Renner ergaben die Untersuchungen, dass es sich bei dem toten Altstorch um das männliche Tier, also Beppo, handelt.
Als Todesursache kommt jedoch keine „äußere Gewalteinwirkung“ (wie der zunächst vermutete Zusammenprall mit einem Verkehrsteilnehmer) in Frage. Vielmehr vermutet man jetzt, dass Beppo Vergiftetes in irgendeiner Form zu sich nahm und daran verendete. Dies wird durch weitere Untersuchungen geklärt.
„Ausgerechnet Beppo!“, möchte man sagen. Da überlebte der Miltacher „Ur-Storch“ in höchst dramatischer Weise den vorjährigen Zusammenprall mit einem Auto, schafft dann sogar noch den Sprung auf den „Afrika-Zug“, fliegt die 10.000 km auch wieder zurück und dann dies…

Tragisches Ende des Miltacher Storchenjahres 2004:

Altstorch tot!

Mittwoch, 12 Mai 2004: Der Miltacher LBV-Mitarbeiter Dieter Renner teilt mit, dass einer der beiden Miltacher Altstörche unweit des Horstes auf dem Schlossdach auf einer benachbarten Wiese tot aufgefunden wurde. Vermutlich wurde er durch einen Verkehrsteilnehmer auf der angrenzenden B85 angefahren. Der genauen Todesursache wird dennoch durch eine Untersuchung im Auftrag des LBV nachgegangen.
Ob es sich um Beppo oder Nanni handelt, steht noch nicht eindeutig fest. Aber Renner vermutet, dass es sich um die Altstörchin, also Nanni, handelt.
Näheres in den nächsten Tagen.

Storchenglück 2004 schon wieder vorbei?

Sie brüten nicht!

Mittwoch, 12. Mai 2004: Die Nachwuchsbemühungen seit der „Wiederzusammenführung“ am 3. Mai von Beppo und Nanni (so der Name der „Gattin“ – vielen Dank für die Vorschläge) waren heftig, lautstark und zahlreich. Doch nun müssten sie eigentlich längst brüten – tun sie aber nicht. Nur selten sieht man die Altstörche im Horst auf dem Schlossdach, noch seltener an ihrem „Lieblings-Ausweichplatz“, dem „Bäckerkamin“ in der Dorfmitte.
Man ist ja aus den Vorjahren schon argen Storchenkummer gewohnt, aber wenn das dieses Jahr noch was mit dem Nachwuchs werden soll, dann läuft langsam die Zeit davon…

Seit 3. Mai alle Zweifel beseitigt:

Das Storchenjahr 2004 hat begonnen!

Seit Montag, 3. Mai, ist auch die Welt auf dem Schlossdach wieder in Ordnung. Erfreute uns tags zuvor die eh schon ziemlich späte Heimkehr vom 2003-er Sorgenkind  „Beppo“ (siehe unten), ließ die Gattin nicht lange auf sich warten. Sofort machten sich die beiden ans „intensive Familienleben“. Quasi nebenher wird das „Heim“ auf Vordermann gebracht.
In den nächsten Wochen erfolgen auf dieser Seite ausführliche Informationen über das Miltacher Storchenjahr 2004.

Name für Beppos Gattin gesucht!

Beppo ist Beppo! Und wie soll seine Frau heißen? Wir würden uns sehr über Ihren Vorschlag freuen. Diesen teilen Sie uns bitte per E-Mail mit:
schloss-miltach@t-online.de.

2. Mai 2004, später Nachmittag:
Die gleiche (Riesen-) Größe, sofort am (heimischen?) Horst rumgenestelt, die gleiche Neugierde auf die Zweibeiner unten, mit der Umgebung scheinbar sehr vertraut (die ersten Rundflüge sind getätigt) – es besteht fast kein Zweifel:

Beppo ist wieder da!

Jetzt heißt es abwarten, beobachten und hoffen, dass auch bald die Gattin eintrifft. Höchste Zeit für Nachwuchsarbeiten!
Dann gibt’s natürlich auch wieder zahlreiche Fotos.

29. April 2004: Drei Störche verbrachten Nachmittag und Abend im Storchenhorst bzw. auf dem Schlossdach. Dabei handelte es sich wohl um streunende, noch nicht geschlechtsreife, Jungstörche.
Am 30. April waren sie wieder verschwunden.
Beppo lässt weiterhin auf sich warten…
LBV-Mitarbeiter auf Schloss-Dach:

Äste, Futterreste & mehr beseitigt

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Endgültig abgeschlossen wurde das Miltacher Storchenjahr 2003 Anfang November durch Mitarbeiter des Landesbundes für Vogelschutz (LBV),Kreisgruppe Cham, die vom Schlossdach, vor allem aus den Dachrinnen, umfangreiches Nistmaterial, Futterreste sowie Laubreste entfernten. Das Regenwasser kann nun wieder ungehindert ablaufen.
Ein weiteres Zeugnis der harmonischen Zusammenarbeit des LBV mit Schloss Miltach.

Das Storchenjahr 2003

Beppo auf dem Weg nach Afrika

Für alle, die noch einen leisen Zweifel am Happy End hatten: Beppo hat noch am Dienstag, 2. September, dem Tag seiner Entlassung aus der Regenstaufer Pflegestation, zusammen mit einer Storchengruppe die weite Reise nach Afrika angetreten – ein Beweis, dass er wieder „ganz der Alte“ ist. Halleluja!
Ciao Beppo – bis nächstes Jahr so Anfang/Mitte April in Miltach!

„Beppo“ aus Pflegestation entlassen!

Dienstag, 2. September: Kaum zu glauben – „Beppo“, so neuerdings der Name des verunglückten Miltacher „Ur-Storchs“, konnte bereits nach drei Tagen Aufenthalt in der Tierpflegestation wieder in die Freiheit entlassen werden. Beppo hat bei dem schweren Unfall offensichtlich „nur“ starke Schwellungen im Schnabel-Halsbereich sowie einen „gestauchten“ Flügel davongetragen. In der Regenstaufer Pflegestation hat er, wie dem Miltacher Storchenwart Manfred Renner telefonisch übermittelt wurde, „gefressen wie ein Scheunendrescher“ und sich bestens erholt. Ein kleines Wunder!
Nachdem sich glücklicherweise eine „ziemlich späte“ Storchengruppe auf dem Weg nach Afrika im Regenstaufer Raum vorübergehend niederließ, war dies die optimale Gelegenheit, Beppo aus der Station zu entlassen und ihm die Möglichkeit für den Anschluss zu geben. Bleibt nur noch zu hoffen, dass er möglichst schnell zur alten Konstitution findet und die etwa 10.000 km lange Strecke unbeschadet übersteht – und nächstes Jahr wieder nach Miltach zurückkommt!
Beppo war übrigens nicht der einzige Storch in der Pflegestation: Seit längerem erholt sich dort ein Jungstorch aus Furth i. Wald, der sich beim Erstflug überschätzte und durch den Aufprall schwer verletzte. Er kann natürlich nicht mehr den Weg nach Afrika antreten und muss in Regenstauf überwintern.

Unfall-Storch jetzt in Pflegestation!

Samstag, 30. August: Einem Bauhofarbeiter der Gemeinde Miltach gelingt es, Papa Storch einzufangen. Gott sei Dank! Der Vorsitzende des LBV-Zentrums „Mensch und Natur“ im Kreis Cham, Heribert Mühlbauer, liefert den Patienten am gleichen Tag noch höchstpersönlich in der vom LBV unterhaltenen Tierpflegestation in Regenstauf (b. Regensburg) ein. Das Statement des dortigen Tierarztes nach der ersten Inaugenscheinnahme lautete sinngemäß: „Sieht gar nicht so übel aus!“ Wollen wir es hoffen.
Weitere Infos folgen.

Große Freude: „Er“ frisst, wenn auch nur „Fast Food“ 

Donnerstag, 28. August: Storchenwart Manfred Renner und die immer größer werdende Schar seiner Storchen-Mitbeobachter am Regenufer machen so gegen 19.30 Uhr eine Freuden-Halbe Bier auf – Papa Storch hat soeben das „Fast Food“ (Regenwürmer, quasi von Renner „frei Haus“ auf der Regeninsel serviert) nach langer Begutachtung endlich verspeist. Bei der Nahrungsaufnahme wird allerdings sehr deutlich, dass ihm dies irgendwo im Kieferbereich große Probleme bzw. Schmerzen bereitet. Dennoch: Es scheint aufwärts zu gehen.

Stand Dienstag, 26. August: Nach wie vor dient der Fluss Regen dem verunglückten Storch als „Krankenlager“ (Foto rechts vom 24. August – zum Vergrößern anklicken). Versuche, ihn „zuzufüttern“, sind nur von Teilerfolgen gekrönt, da er scheinbar auch im „Kieferbereich“ verletzt ist. Dennoch macht er insgesamt einen relativ kecken Eindruck. Er bewegt sich, putzt sich… Weiteres Beobachten ist angesagt.

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Papa Storch jetzt allein – Fangversuch gescheitert!

Samstag, 23. August: Dem Drang ins Winterquartier Afrika haben nun doch, schneller als erwartet, auch die Altstörchin sowie das zweite Jungtier nachgegeben und das Dorf an Regen und Perlbach gemeinsam in Richtung Bosporus verlassen.
Storchenwart Manfred Renner beobachtete beim lädierten Altstorch Verletzungsanzeichen, die ihm den Abflug sehr erschweren bzw. unmöglich machen sowie gewisse „Einknick-Bewegungen“. Deswegen unternahm er, unterstützt von vielen freiwilligen Helfern aus der eigenen Familie und dem Dorf und mit alten Fußball-Tornetzen ( 030823HelferNetz.jpg (56644 Byte) Foto zum Vergrößern anklicken) „bewaffnet“, einen Fangversuch, der jedoch schon im „Anfangsstadium“ erfolglos abgebrochen werden musste. „Papa“ Storch ist einfach noch viel zu fit und lässt niemanden näher als etwa 20 Meter an sich ran. Manfred Renner: „O.k., lassen wir’s, und beobachten wir weiter!“ Der Storch hat für seine Genesung eigentlich den idealen Platz gefunden, so Renner – nämlich mitten im Regenfluss! Vor gefährlichen Tieren oder streunenden Hunden optimal abgeschottet, steht er im (aufgrund der anhaltenden Trockenheit) höchstens ein paar Zentimeter hohen Wasser, trinkt sehr viel und hat sicher nichts dagegen einzuwenden, wenn ihm ab und zu ein Fisch vor den Schnabel schwimmt. Der Überlebenswille scheint ungebrochen…

22. August: Zunächst eine Berichtigung mit sehr wesentlichem Inhalt: Auf dem Foto im Anschluss unten (vom 21. August), das angeblich die „beiden Jungstörche“ zeigt, sind richtigerweise nur ein Jungstorch und „Mama“ Storch zu sehen. Wie uns der Miltacher Storchenwart Manfred Renner mitteilte, hat sich der andere Jungstorch nun doch der 12-köpfigen Storchengruppe angeschlossen, die sich bereits zum Afrikaflug sammelt.
Papa Storch hält sich ausschließlich am bzw. im Regen (an einer sehr flachen Stelle) auf und wartet, dass sich seine körperliche Situation bessert. Er kann sich selber ernähren und unternimmt auch immer wieder Startflugversuche, hat dabei aber offensichtlich Schmerzen und bricht dann wieder ab. Laut Renner raten übergeordnete Experten dazu, diese Situation ohne Eingriff „von außen“ „erst mal“ zu belassen und abzuwarten, da „Einfangversuche“ zum jetzigen Zeitpunkt erstens nicht vonnöten seien, zweitens mit sehr starkem Stress für das Tier verbunden wären. Als weiteres sei an dieser Position – weitab des nächsten Waldstückes und durch den Fluss auf der einen, die Straße auf der anderen Seite gewissermaßen „isoliert“ – praktisch auszuschließen, dass Papa Angriffen anderer Tiere ausgesetzt ist. Moralische Unterstützung bekommt er durch die „Restfamilie“ (Frau und Kind), die tagsüber nahezu ständig seine Nähe sucht…
– – – – –
21. August: Es sieht nicht schlecht aus. Der verunglückte Storch bewegt sich wieder, wenn auch sehr bedächtig, und – ganz wichtig! – er ist wieder auf Futtersuche. Die Bilder rechts vom Nachmittag (zum Vergrößern anklicken!) zeigen „Papa“ und die beiden Jungstörche – in unmittelbarer Nähe – auf einer Wiese zwischen Miltach und Tiefental, direkt am Regen. Fehlt momentan nur Mama Storch.
Mama Storch und die beiden Jungstörche schlossen sich übrigens am gleichen Tag zur Mittagsstunde kurzfristig einer 12-köpfigen Storchengruppe an, die offenbar bereits für den weiten Afrikaflug gerüstet ist und „Verstärkung“ anheuern wollte. Aber die Miltacher Jungtiere sind noch nicht ganz so weit. Außerdem will man ausgerechnet jetzt Paps nicht im Stich lassen…

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Riesenschock am 20. August:
„Papa“ Storch von Auto erfasst!
Storchenwart Manfred Renner: Dennoch Hoffnung auf Genesung

Bild links: Papa Storch auf einer Tiefentaler Wiese, etwa 90 Minuten nach seinem schweren Zusammenstoß mit einem Auto. Der Schock sitzt sicher tief.
Zumindest äußerlich scheint alles in Ordnung. Hoffentlich bleibt er uns erhalten!
20. August: Nachmittags gegen 15.30 Uhr auf der Staatsstraße 2140 auf Höhe Tiefental bei Miltach wird der Miltacher Altstorch – vermutlich beim Abflug von einer seiner „Lieblingswiesen“ – von einem Pkw „ziemlich schwer“ (wie sich die Lenkerin äußert) erfasst. Die sich vorbildlich verhaltende Frau unternahm darauf hin alles, um dem Tier Hilfe zukommen zu lassen, das nach kurzer „Schein-Leblosigkeit“ immerhin noch Kraft genug hat, sich nicht einfangen zu lassen. Relativ schnell war der Miltacher Storchenwart Manfred Renner zur Stelle, der bis zur Dunkelheit des 20. August (so unser letzter Stand) in unmittelbarer Nähe zu dem Tier war.
Es ist erstaunlich genug, wie gut der „Miltacher Urstorch“ (es handelt sich mit größter Wahrscheinlichkeit um den Storchenmann, der im Jahr 2000 Miltach als seine Heimat wählte und dieser seitdem auch treu blieb) diesen Unfall überstand. Äußerlich ist keine Verletzung festzustellen, weder an Kopf, Körper oder Beinen. Auch seine Kurzflüge, die er unternahm, um seinen Rettern zu entkommen, sahen elegant wie immer aus. Dennoch hat es „Papa“ sicher schwer erwischt: Er verharrt stundenlang reglos in der Wiese. Man kann nur hoffen, dass er neben einem großen Schock keine schweren inneren Verletzungen davon getragen hat. Ansonsten muss, so Renner, dringend versucht werden, das Tier einzufangen und es in einer Tierpraxis bzw. Tier-Pflegestation durchzubringen.
Der Altstorch war gerade mal wieder damit beschäftigt, Futter für die beiden Jungen zu besorgen, die – 11 Tage nach ihren ersten Ausflügen – immer noch nicht ganz „selbständig“ sind. Wie Manfred Renner mitteilt, hat sich das Alttier nach dem Unfall erbrochen (an der Stelle, wo ihn das obige Bild zeigt): Etwa 6 Mäuse und viel sonstiges Kleingetier wie Heuschrecken usw. waren schon gesammelt, um es im Horst auf dem Schlossdach „abzuliefern“. Weiterer Grund zur Hoffnung auf eine Genesung: Laut Renner befand sich im Erbrochenen kein Blut.
In wenigen Tagen sollten Alt- und Jungstörche auf dem weiten Weg nach Afrika sein…

„Jungfernflüge“ absolviert!

9. August: Das wurde auch Zeit. In den Vormittagsstunden rissen die beiden Jungstörche ihren ganzen Mut zusammen und drehten die ersten Runden – völlig problemlos – über Miltach. Dies wird ihre Eltern nicht zuletzt wegen der nun nicht mehr ganz so schwierigen Futtersuche (bedingt durch die unglaubliche Affenhitze) sehr gefreut haben. In den nächsten zwei bis drei Wochen muss der Nachwuchs völlige Selbständigkeit erlangen, was bedeutet: Erstens von den Altstörchen unabhängige Futterbeschaffung, zweitens Flugeigenschaften perfektionieren und Kondition aneignen für die weite Reise nach Afrika.

7. August:
Mama im Anflug (im Bild links auf dem rechten unteren Rand), und schon begeben sich die beiden Riesenbabys im Horst in beste „Tischposition“, wie das typische Flügel-Fächeln zeigt.
Seit einigen Tagen hat man das Gefühl, dass die Jungstörche längst „könnten, sich nur nicht trauen“ – die Rede ist vom Fliegen. Es kann sich wirklich nur noch um Stunden handeln …
Weitere August-2003-Bilder von den Miltacher Störchen – zum Vergrößern anklicken:

030805JungeBlickrichtungWest.jpg (40628 Byte) 030805JungeFluguebung.jpg (43198 Byte) 030805JungeNeugierig.jpg (49163 Byte) 030805PapaStorch.jpg (38900 Byte) 030807JungeVomPerlbachAus.jpg (39649 Byte) 030807SchlosstotaleTerrasseStoerche.jpg (64888 Byte)
Von links: Blickrichtung Mama oder Papa – Trockenübung Nr. 395 – „Schau mal, der mit der Platte fotografiert uns mal wieder“ (die Riesen sind tatsächlich die Jungen) – Papa Storch auf Distanz (Dachmitte) – Schlossdach und Jungstörche von der „Bodabruck“ (Perlbachbrücke) aus aufgenommen – Schloss, neue Gartenterrasse, Störche

Stand 5. August: Die Jungstörche sind nun schon größer als Mama Storch; die Jungfernflüge haben sie noch immer nicht absolviert. Sie trippeln ungeduldig im Horst herum und schauen hungrig in die Richtung, aus der sie die Futter beschaffenden Eltern erwarten. Die Jahrhundert-Hitze jedenfalls hat ihnen offensichtlich bis jetzt nichts ausgemacht, den Altstörchen dagegen hat sie die Futtersuche sicher enorm erschwert.– – – – –Stand 27. Juli: Die beiden Jungstörche warten offenbar ungeduldig darauf, ihre „Erstflüge“ absolvieren zu dürfen. Zumindest lässt sich dies aus ihren heftigen Trockenübungen im Horst folgern, die sie für einige Sekunden gute zwei Meter in die Luft heben. Außerdem ist nur noch ein geringer Größenunterschied zu den Eltern festzustellen, die immer mehr „das Feld“ räumen und den Familienhorst den Jungen überlassen, um sich selber mehr und mehr ins „Ausweichlager“ auf dem „Bäcker-Kamin“ in der Ortsmitte zurückzuziehen.– – – – –Stand 16. Juli: Ein paar Fremdstörche sorgen seit ein paar Tagen mehrmals täglich für „Abwechslung“ und versetzen das Elternpaar in Aufregung. Doch meistens reichen schon ein paar Minuten heftiges „Abwehrklappern“ kombiniert mit Flügelschlagen und die Eindringlinge suchen wieder das Weite. Manchmal sieht sich aber der mächtige Papa Storch genötigt, durch Angriffsflüge so eine Art „Gegen-Initiative“ zu starten, während die Mama bei den Jungen im Horst bleibt. Alles in Allem kann man weiterhin von einem relativ ruhigen und gemächlichen Storchenjahr 2003 sprechen. Die Jungstörche sind mittlerweile gut zu Dreiviertel „ausgewachsen“. Es ist nicht zu übersehen, dass ihre Trocken-Flugübungen ziemlich schnell an Eleganz und Fertigkeit hinzugewinnen und sie in ihrer Entwicklung gut „im Plan“ stehen. Die seit Tagen wieder anhaltende Hitze scheint der Storchenfamilie wenig anhaben zu können, wenngleich die beiden „Futterbeschaffer“ ihren Aktionsradius (zuletzt wurden sie oft in der Blaibacher/Kreuzbacher Gegend gesehen) in vollem Umfang ausnützen.
Eine interessante Theorie ließ der Miltacher Storchenwart Manfred Renner unlängst vom Stapel: Während Papa Storch sicher der Gleiche aus den Vorjahren ist, könnte es sich seiner Meinung nach bei der „Gattin“ um eine neue, junge und relativ unerfahrene Störchin handeln. Als einzige Indizien dafür kann Renner allerdings nur ein etwas „tölpelhaftes Gestell“ der Dame beim Geschlechtsakt sowie die „nur“ zwei Jungen anführen (die „Häufigkeit“ der Nachwuchsbemühungen ließ ursprünglich auf mehr Junge hoffen; siehe auch weiter unten). „Vielleicht hat sie es in der langen Zeit der Enthaltsamkeit auch nur verlernt“, entgegnete ein Tischgenosse Renners…
Wie dem auch sei: Die Störche lassen selbst die abgebrühteste Natur-Dumpfbacke nicht ungerührt.
– – – – –Stand 30. Juni: Der Miltacher Storchenwart Manfred Renner bestätigt endgültig, dass es „genau“ zwei Jungstörche sind, die „rasend schnell“ wachsen und auch schon die ersten Trocken-Flugübungen hinter sich haben. Mittlerweile machen sich auch schon mal beide Storcheneltern gleichzeitig zur Futterbeschaffung auf. Im Vergleich zu den ersten drei Jahren also ein geradezu „langweiliges“ Miltacher Storchenjahr. Angesichts des Stresses, den die Altstörche in den Vorjahren hatten, ist man geneigt zu bemerken: „Gott sei Dank“.
Die versprochenen Fotos? Kommen in Kürze.
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Stand 17. Juni: Manfred Renner meint, es wären nun doch „nur“ zwei Junge, die von ihren Eltern aufopferungsvoll gefüttert und – vor allem – durch deren große Flügelspannen vor der Gluthitze geschützt werden. Wenn das auch „Negativrekord“ wäre: Zwei Jungstörche sind „normal“ und allemal Grund zur großen Freude. Im Übrigen müssen auch die erst mal großgezogen werden. In wenigen Tagen werden wir es genau wissen. Und dann gibt’s auch Fotos…

– – – – –

Zwischenstand 28. Mai: Das Storchenpaar ist schwer mit Brüten und Horstausbau beschäftigt. Der Miltacher Storchenbetreuer Manfred Renner teilt mit, dass es möglicherweise wieder vier Junge sein könnten, die voraussichtlich Anfang der zweiten Juni-Woche schlüpfen müssten. Wir sind schon sehr gespannt!

– – – – –

Seit Montag, 28. April, ist das Miltacher Storchen-„Ehepaar“ wieder komplett, als Frau Storch vom vier Tage zuvor angekommenen Gatten freudig klappernd begrüßt wurde. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um die gleichen „Alttiere“ der letzten Jahre.
Seitdem macht sich das glückliche Paar in geradezu beneidenswerter Intensität daran, die in den drei Vorjahren – zweimal drei, einmal gar vier Junge! – äußerst gelungene Nachwuchsarbeit (siehe auch unten) fortzusetzen.
In den nächsten Wochen wird auf dieser Seite ausführlich die „Miltacher Storchenstory 2003“ dokumentiert.

Nachtrag:

Anerkennung durch LBV

Darüber haben wir uns sehr gefreut: In Heft „2003“ der Chamer Ausgabe des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern (LBV) hat sich der Vorsitzende des LBV-Zentrums „Mensch und Natur“, Heribert Mühlbauer, im Rahmen eines Rückblicks auf das Storchenjahr 2002 sehr anerkennend über Schloss Miltach geäußert:
„… Erfreulich war im Jahre 2002 das tolle Ergebnis in Miltach! Vier flügge Jungstörche auf dem Dach des Miltacher Schlosses bereiteten Freude und lohnten den Einsatz der vorbildlich aufgeschlossenen Schlosseigentümer, der LBV-Kreisgruppe Cham und des „Storchenvaters“ Manfred Renner…“

Mehr über den LBV, Kreisgruppe Cham: www.lbvcham.de.

Einfach optimal gelaufen: 

Die „Storchenjahre“ 2000, 2001 und 2002

Ausführliche Dokumentation siehe im Anschluss unten.

Die Bilder zum Vergrößern bitte anklicken:

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Storchenhorst auf dem Schlossdach
– Vom ersten Gedanken bis zum „Vollzug“ –

Anfangs der 90er Jahre rasteten immer wieder einzelne Weißstörche für einige Stunden bis maximal einen ganzen Tag auf einem der Schlosskamine, ließen ihren Blick über Miltach schweifen und dachten sich vielleicht: „Hier müsste ein Horst sein!“
Von den Schlossbewohnern darauf angesprochen, gaben Manfred und Dieter Renner, Miltacher Mitglieder des LBV (Landesbund für Vogelschutz) diese Beobachtungen an die Verantwortlichen der Kreisgruppe Cham mit Sitz im LBV-Zentrum „Mensch und Natur“ in Nößwartling/Arnschwang weiter. Der Gedanke reifte immer mehr, bis man im Jahr 1997 Taten folgen ließ und unter ziemlich waghalsigen Bedingungen (allen voran natürlich Zimmerermeister Matthias Simstich) einen Horst auf das Schlossdach setzte. Die LBV-Leute meinten, in frühestens drei bis vier Jahren bestünde Hoffnung, dass ein Storchenpaar den Miltacher Horst ausprobieren könnte (alte Storchenpaare fliegen aus ihrem Winterdomizil im südlichen Afrika immer wieder die gleichen Horste an.).

Erster „Volltreffer“ im Jahr 2000

Waren es in den Jahren 97, 98 und 99 einzelne Störche und auch kleine Gruppen (jeweils Jungstörche), die auf dem Schlossdach höchstens stundenweise verweilten, so war auch im Jahr 2000 nicht mehr damit zu rechnen, dass – von vier „Durchzüglern“ Anfang April abgesehen – ein Storchenpaar mit „ernsten Absichten“ das Miltacher Heim beziehen würde.
Doch am Dienstag, 9. Mai 2000, zur Mittagszeit kündigten erstmals laute Klappergeräusche vom Schlossdach die Zweisamkeit eines Paares an. Nach kurzen aber heftigen Kämpfen mit einem Artgenossen, der dann das Weite suchte, ließen sie durch ein unzweideutiges Paarungsverhalten ebenso wie durch den intensiven Ausbau des vorgegebenen Nestes erkennen, dass ihnen das Dorf an Regen und Perlbach sowie die nähere Umgebung durchaus zusagte. Nach einer Woche war der Horst ständig besetzt, das heißt, die beiden wechselten sich beim Brüten der Eier ab.
Die Zeit drängte: Gegenüber dem von der Natur vorgegebenen „normalen“ Zeitplan hatte das Paar gut einen Monat Rückstand; schließlich sollen die Jungstörche Ende August, spätestens Anfang September alle Eigenschaften haben, um den weiten Flug ins Winterlager Afrika (über den Bosporus) antreten und überstehen zu können. Nach 33 Tagen Brutzeit schlüpften im Abstand von jeweils zwei Tagen tatsächlich drei Junge, was am 21. Juni durch LBV-Horstbetreuer und -beobachter Manfred bestätigt wurde. Von ein paar Störenfrieden abgesehen – ein paar „Fremdstörche“, die in regelmäßigen Abständen schauten, was auf dem Schloss „los ist“ – entwickelte sich die Familie Storch prächtig. Anfang August wurde es den Storcheneltern „im Eigenheim“ zu eng und sie verbrachten die Nächte entweder auf den Schlosskaminen in unmittelbarer Nähe oder auf dem Kamin über der alten Bäckerei der Fa. Welter in der Dorfmitte.
Große Aufregung herrschte am Donnerstag, 10. August: Mindestens zehn Fremdstörche, vermutlich „afrikaflugbereite“ Jungspunde, belagerten das Schlossdach und wollten offenbar die Miltacher Jungen „abholen“. Diese hatten zu dem Zeitpunkt aufgrund ihrer „Verspätung“ jedoch gerade die ersten „Trockenübungen“ hinter sich. Papa und Mama Storch hatten alle Flügel und Schnäbel voll zu tun, um die Störenfriede zu vertreiben.
Am Montag, 21. August, absolvierten die drei Jungstörche endlich ihre ersten Flüge. Trotzdem: Es wird eng.
Am 31. August konnte man noch beobachten, dass die Jungen sogar noch von den Eltern zugefüttert werden . . .
5. September: Die Jungstörche und „Mama“ sind weg und wohl gemeinsam die weite Reise angetreten. Eine vernünftige Lösung. Denn ganz ohne Begleitung hätte es der unerfahrene Nachwuchs wohl nicht geschafft.
Papa Storch verbringt die nächsten Tage allein in Miltach und werkelt fleißig am Horst rum, den er quasi „winterfest“ macht.
Am 10. September wurde er zum letzten Mal gesehen.

Das Storchenjahr 2001 – kurz beleuchtet

Anfang April 2001: Der Storchenpapa präpariert den Horst tagelang für die „Gattin“, bevor er sich dann über eine Woche nicht mehr sehen lässt.
Am Dienstag, 24. April, dann ein vorläufiges Happy End: Ein Storchenpaar – laut Manfred Renner das gleiche wie im Vorjahr – ließ sich auf Schloss Miltach nieder.
12. Juni: Manfred Renner gibt bekannt, dass es tatsächlich vier Jungstörche sind, die es gilt, in den nächsten Wochen zu füttern, vor Wind, Wetter und „Eindringlingen“ (Fremdstörchen) zu schützen und sie schließlich auf den ca. 10.000 km langen Flug ins afrikanische Winterlager vorzubereiten.
27. Juni: 1 Jungstorch tot. Laut Manfred Renner musste man damit rechnen, da eines der Jungen immer beträchtlich hinter der Entwicklung der anderen „Prachtexemplare“ herhinkte. Vermutlich konnte es sich schließlich nicht mehr genügend durchsetzen, wenn es um die „Zuteilung“ des von den Eltern herangeschafften Futters ging, und verhungerte dadurch. Dass es durch einen „Gewalteingriff“ seitens der Eltern sterben musste – quasi um das Überleben der anderen zu sichern – ist so lange Zeit nach dem Schlüpfen ziemlich unwahrscheinlich. Schloss-Hausmeister Boda Breu und einem LBV-Mitarbeiter blieb nichts anderes übrig, als den verendeten Jungstorch aus dem Schneefanggitter unmittelbar unter dem Horst zu holen . . .
Die übrigen drei Jungstörche entwickelten sich prächtig.
Am Samstag, 11. August, absolvierten sie ihre „Erstflüge“.
Am 27. August verließen sie, ohne ein Elternteil, Miltach in Richtung Afrika.
Am 29. August mussten die Eltern die Besetzung des Horstes durch drei Fremdstörche abwehren.
30. August: Frau Storch fliegt ihren Jungen nach.
Am 3. September verlässt auch der Papa Miltach.

Das Storchenjahr 2002
– 
zunächst dramatisch/seltsam, dann überaus erfolgreich –

31. März: Der Miltacher Storchenpapa (zu 99,9 % jedenfalls der gleiche wie im Vorjahr) stiehlt mit seiner Ankunft genau am Ostersonntag dem Osterhasen die Schau. Er lässt sich kurz von den Dorfbewohnern und ihren Feiertagsgästen bewundern und macht sich sogleich ans Werk, sprich: richtet das Nest für die Gattin her.
Weiter im Telegrammstil:
Die Gattin kommt nicht – Nach eineinhalb Wochen vergeblichen Wartens verschwindet auch der Storchenmann wieder. 15. April: Der Storch ist wieder da, macht in und um Miltach Erkundungsflüge, baut dann wieder am Nest rum; er langweilt sich; aber Frau Storch kommt einfach nicht.
26. April: Frau Storch ist da! „Heftiges Eheleben“ ist angesagt; allerdings nur ein paar Tage lang.
Anfang Mai: Eheglück offenbar nicht von langer Dauer: Die Störchin brütet allein, der Gatte ist weg . . .
13. Mai: Die Leistung der allein brütenden Störchin ist trotz der schier aussichtslosen Lage als phänomenal zu bezeichnen. Sie brütet, wehrt Eindringlinge ab, baut den Horst aus, fliegt (zur Selbstversorgung) aus, das ungeschützte Nest immer im Blickfeld . . . und das nun seit fast zwei Wochen.
15. Mai: Alles in Butter? Storchenpaar glücklich vereint.
3. Juni: Wieder nur ein Altstorch bei den Eiern. 6. Juni: Das Elternpaar wieder vereint.
10. Juni: Es sieht so aus, als seien Junge geschlüpft. Wie viele sind es? Und sind sie o.k.? . . . Wenn das einigermaßen klappen sollte, dann ist das eine unglaubliche Leistung der meist allein gelassenen Störchin!
13. Juni: Vier Junge!!! Manfred Renner meint, alle sind wohlauf. Diesmal kein schwächeres Jungtier dabei.
Juli: Prächtige Entwicklung aller vier Jungtiere.
8. August: Hohe Storchendichte über Miltachs Luftraum: Alle vier Jungstörche absolvieren erfolgreich ihre Erstflüge, die üblichen „Landeprobleme“ (Horst wird zu hoch angeflogen) inklusive.
30. August: Die Jungen und wohl auch Frau Storch verlassen Miltach.
3. September: Herr Storch folgt seiner Familie nach Afrika.

Landkreis Cham gesamt: Schlechtes Storchenjahr 2002

Insgesamt ist das Storchenjahr 2002 katastrophal ausgefallen, was sich auch im Landkreis Cham widerspiegelt. Nur sieben Jungtiere, die vier Miltacher bereits mitgerechnet!!!

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