Jazzkeller – Notizen

Proben fürs Bachelor-Abschlusskonzert:
Dominik Vogl & Kollegen beehrten Jazzkellergeister

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Neulich, im Mai 2016: Der Miltach-Oberndorfer Dominik Vogl, Student (Jazzgitarre, Gesang, Komposition) an der Hochschule für Nürnberg, bereitete sich im Jazzkeller auf sein Bachelor-Abschlusskonzert (Anfang Juli) vor.
Zusammen mit seinen Studienkollegen Martin Seitz (Tenorsaxofon), Paul Bießmann (Piano), Johannes Göller (E-Bass) und dem aus Viechtach stammenden Daniel Treimer (Schlagzeug) zog er im Schlossclub (seit 2015 quasi „außer Betrieb“) ein verlängertes, äußerst konzentriertes Intensiv-Probenwochenende durch. Die Jazzkellergeister hat’s gefreut. Und man spürte: Atmosphäre und die positiven Vibes hängen noch drin in den Gewölbekammern. Und die Soundanlage sowieso.
Der Schwerpunkt der Stücke – alle von Dominik Vogl komponiert und arrangiert – liegt im Bereich Groove-Jazz mit den Ablegern Fusion, Soul und Hip-Hop, appelliert also nicht nur ans einschlägig geneigte Jazzohr, sondern insbesondere an die Auf-die-2-Klatsch-Fraktion mit eingebauter Wippgelenksautomatik.
Kurz: Wer Jazz und seine engen Verwandten mag, kommt dicke auf seine Kosten. Insofern ist es fast zwingend und sehr wünschenswert, dass dieses Quintett am Tag des Abschlusskonzerts nicht etwa sein künstlerisches Ende erfährt, sondern danach vielmehr erst so richtig durchstartet (wenn dieser Terminus im eher nüchternen Jazzdialog ausnahmsweise erlaubt ist). Ein geeigneter Bandname sollte sich finden lassen. Möglicherweise gibt’s ihn ja schon (?).

Dominik und Kollegen, wir wünschen Euch viel Erfolg und weiterhin viel Spaß zusammen!

Euer Jazzfreund Boda & Ghosts
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Zum Gedenken an einen Musikfreund:
Albert Achatz

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Albert „Archie“ Achatz erlag am 28. Februar 2016 einem Herzversagen. Die Fassungslosigkeit über den völlig unerwarteten Tod des feinen Menschen und großartigen Musikers hält unvermindert an.

Seit in den 1990-er Jahren die Musik in besonderem Maße das kulturelle Innenleben von Schloss Miltach prägte – zunächst durch klassische Konzerte im Obergeschoss, ab 1998 im Jazzkeller -, war Albert dabei:
als brillanter Mitwirkender (Stimme und Gitarre) in den Genres Klassik, Kirchenmusik, Rock, Klezmer und Jazz; als Stammgast, insbesondere als Mitglied der kleinen Jazzkeller-Familie, als wertvoller Multiplikator, Mutmacher, Sound-Ratgeber und Zur-Verfügung-Steller musikalischer Utensilien (wie beispielsweise der Gitarren- und Bassverstärker für das legendäre Gastspiel des Pee Wee Ellis Assembly im Dezember 2012).

Über die außerordentlichen Verdienste von Albert Achatz wurde in den Tagen der Trauerfeierlichkeiten gebührend gesprochen. Und man wird immer wieder darüber sprechen.

Albert Achatz war AUCH ein Glücksfall für Schloss Miltach. Was für ein Glück, ihn als Verbündeten im eigenen Dorf gehabt zu haben!

Vielen Dank für alles, Archie! Ruhe in Frieden.

Dein Musikfreund Alois „Boda“ Breu,
stellvertretend für Deine Jazzkeller-Freunde
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Nach Intensiv-Trainingslager im Jazzkeller:
„Flut“ gewinnt Bruno-Rother-Jazzwettbewerb!

Die Legende Sun Ra (1914-1993) und sein Schaffen waren Thema beim 2016-er Bruno-Rother-Jazzwettbewerb, dem sich im Fürther Kulturforum sechs Combos der Hochschule für Musik Nürnberg stellten und der traditionell vom Rotary-Club Nürnberg-Fürth gefördert wird.
Es galt, ein Stück des Musikers und – wer wusste es? – Dichters neu arrangiert umzusetzen sowie ein Gedicht zu vertonen. Eine höchst anspruchsvolle Angelegenheit also, für deren Darbietung 15 Minuten zur Verfügung standen.
Den ersten (mit 3.000 Euro versüßten) Preis vergab die Jury an das Trio „Flut“ mit Christopher Kunz (Tenorsaxophon), Isabel Rößler (Kontrabass) und Max Breu (Schlagzeug).

Da es sich bei letzterem um den Juniorchef des Miltacher Jazzclubs handelt, war klar, wo sich die Combo auf den Wettbewerb vorbereitete. Vier Tage (und Nächte) dauerte das Intensiv-Trainingslager im „besten Jazzkeller von ganz Miltach“.
(Dessen Geister freuten sich um so mehr über frische, kreative Live-Töne, da bekanntlich an gleicher Stelle seit 2015 keine Live-Veranstaltungen mehr stattfinden.)

Herzlichen Glückwunsch, Chris, Isi und Max!
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Made by Ulli B.:

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Musiker, Gäste, Wetter und Atmosphäre vom Feinsten:
Ein ziemlich perfekter Abschied
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Kalendarisch hat der Sommer zwar noch gar nicht angefangen. Aber angenehm-sommerlicher als am 12. Juni kann es 2015 kaum mehr werden. Als die Temperaturen gegen 22 Uhr auf Normal-Tagesmaß abkühlten, lief im Schlossgarten bereits seit über zwei Stunden ein Jazzabend „Made at home“ der Superlative. Großartige Musiker aus der Region (Schwerpunkt Straubing), die zum größten Teil mehrmals bis oft zu tollen Konzerten im „besten Jazzkeller von ganz Miltach“ beitrugen, darüber hinaus über viele Jahre der Jazzkeller-Sessiontruppe „Bodaman’s Friends“ angehörten, bildeten die äußerst potente Basis.

Köstlicher Jazz-Cocktail

So legten Hans Meidinger (Schlagzeug), der in seiner Funktion als Boss und Leiter der Bodaman’s Friends (BF) die Band sprichwörtlich zusammentrommelte, Jochen Benkert (E-Bass), Herbert Hutterer (E-Piano), Michael Binder (Altsaxofon), Jonas Brinckmann (Baritonsaxofon) und Miltach-Neuling Michael Reiß (Gitarre) gleich mit einem köstlichen Jazz-Cocktail aus den Zutaten Swing, Bop, Latin, Blues, Funk und Fusion los, der das zahlreiche, blendend aufgelegte, zuweilen Beifallsorkane spendende Publikum von den ersten Takten an mit ins Boot nahm. Sommer-Jazz-Laune pur.
Das Angebot, „einzusteigen“, bei Jam-Sessions ja die Regel, wurde in einem Maß angenommen, das die (hohen) Erwartungen von Meidinger und Club-Chef Boda trotz der Ankündigung mehrerer Musiker sogar übertraf.

Groove-Orkan bis Mitternacht

Nacheinander begaben sich Hans Ramsauer (Posaune) – frisch „eingeflogen“ von der Wettzeller 900-Jahr-Feier, zu der er mit seiner Blaskapelle Weißenregen beitrug -, die „Bombe“ am Tenorsaxofon Michael Ausserbauer, dessen „Tenor Steps“-Partnerin Sara Gallitz (Tenorsaxofon), Jürgen Haas (Gitarre), Judith Schwarz (Gesang), Ralph Ausserbauer (Schlagzeug), ein weiterer Bassist (Name unbekannt, sorry), Luis Berra (E-Piano, Gesang), Josef „Striez“ Wollinger (Gitarre) und Jazzkeller-Juniorchef Max Breu (Schlagzeug) auf die „Pavillon-Bühne“. Kurz gesagt: Der Abend behielt ohne geringsten Hänger seinen wunderbaren „Lauf“, die Gäste blieben zum großen Teil bis zum letzten Ton (da war es schon nach Mitternacht), der dem Groove-Orkan um Striez, Herbert, Jochen, Max und den immer wieder einsetzenden Bläsern – die zusammen so ganz nebenbei und immer wieder Big-Band-Riffs einstreuten – vorbehalten war. Müßig zu erwähnen, dass sich da die einschlägig bekannten Black-Party-Tänzer um das Hüftgenie Heiko an der Schlossmauer zusammenrotten mussten, um äußerst bewegt/bewegend abzugrooven.
Ungefähr um halb nach zwölfe, da heulten dann die Wölfe und riefen „runter“ in den Club, wo „es“ dann noch weiterging, bis die Vögel den Tag anzwitscherten. Schließlich musste mal wieder die Welt gerettet werden…

Herzlichen Dank an die brillanten Musiker und das fantastische Publikum! Mehr geht nicht.

Bildergalerie eines historischen Abends – bitte blättern!

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Nostalgie-Galerie – Bodaman’s Friends & Friends
(Bildauswahl blitzschnell getroffen)
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Rückblicke: Neulich – im Frühjahr, Sommer und Herbst 14