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Geschichte und
Sanierung
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Stich von Michael Wening (um 1720)
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Das mittlere Westportal vor der Sanierung 1979
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Ansichtskarte von Miltach (um 1910) |
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Foto-Aufnahme von Miltach (vermutlich aus dem Jahr 1919)
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Schloss Miltach wurde vermutlich
von Justinian von Peilnstein Ende 16./Anfang 17. Jahrhundert
erbaut. Die späteren Besitzer, die Herren von Schönprunn, erweiterten um
1750 das zweigeschossige Gebäude von neun auf dreizehn Fensterachsen. Die
Schönprunner hatten das Schloss fast 200 Jahre im Familienbesitz.
Zeitgenossen aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert berichten von großen
Festen mit Musik und Tanz in den Räumen von Schloss Miltach, die meist
den Besuch von "hohen Herrschaften" zum Anlass hatten. So
verbrachte beispielsweise Simeon Piscevic, Adjutant unter Maria Theresia
von Österreich, General unter Katharina II. von Russland, den Winter
1744/45 bei dem Gastgeber Baron Johann Josef Wenzeslaus Freiherr von
Schönprunn.
Ein weiterer Besitzer von Schloss Miltach war von 1872-1875 der bekannte
Schriftsteller Maximilian Schmidt, genannt Waldschmidt.
Von 1875 bis 1918 gehörte es Elias Weinmann, einem Bankier aus
München; danach kam das Schloss an Josef Kyrein, der das Gebäude baulich
wieder etwas verbesserte. Im Oktober 1920 erwarb es Dr. Richard Oertel, um
hier seine Kunstsammlung unterzubringen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg diente Schloss Miltach vielen Flüchtlingen als
Unterkunft.Im Jahr 1979 erstand die Familie Schleyerbach aus Katharied, Landkreis
Regensburg,
das mittlerweile stark heruntergekommene Gebäude.
Bei der Renovierung (ab 1980) wurde darauf geachtet, dass der
ursprüngliche Zustand weitgehend erhalten bzw. wiederhergestellt wird,
was mit hohem Finanzaufwand - die Zuschüsse hielten sich sehr im Rahmen,
waren vielmehr verschwindend gering - für die Fam. Schleyerbach verbunden
war.
Nach zweieinhalb Jahren ununterbrochener Renovierarbeit konnte Schloss
Miltach im Jahr 1982 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Viele aufschlussreiche Details bezüglich Geschichte und
Renovierung sind beim Besuch von Schloss Miltach zu erfahren -> Besichtigung |
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Altes Miltach-Bild gefunden!
Schloss Miltach wurde auch von einem unbekannten
Maler in den Mittelpunkt seines Schaffens gerückt.
Die fast sensationelle Entdeckung dieses Werks machte der Miltacher
"Dorfkundler" Erwin Vogl vor ein paar Jahren in Rosenheim.
Eine dort ansässige Familie, Nachfahren der früheren Herren auf
Schloss Miltach, der "Schönprunner", ist im Besitz des 17
mal 23 cm großen Aquarells.
Das Gemälde ist sicherlich nach 1750 entstanden, da, wie bekannt,
Schloss Miltach um diese Zeit von neun auf 13 Fensterachsen
erweitert wurde. Wenn der Maler auch nur zwölf Fenster
"gezählt" hat, so ist es ihm dennoch mit Bravour
gelungen, wesentliche und auch heute noch leicht nachvollziehbare,
charakteristische Merkmale im Bild "festzuhalten". Neben
dem Schloss sind beispielsweise Schlossnebengebäude, Pfarrkirche
(mit etwas schlankem Turm), Seelenhaus, Hintergrundlandschaft und
der Flussverlauf des Regens wirklichkeitsgetreu dargestellt. Die
Holzbrücke über den Regen war in etwa an der Stelle, wo jetzt
beide Sportplätze aufeinanderstoßen. |
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Schloss Miltach |
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