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Außerordentliches in und um Schloss Miltach.

Trauungen/Hochzeiten im Schloss Miltach...
Zelebrieren, besiegeln, festhalten, feiern...

... oder alles auf einmal.
Längst wird Schloss Miltach von Hochzeitern als ideale und wettersichere Kulisse zum fotografischen/filmischen Festhalten ihres ganz besonderen Anlasses genutzt. Die originale, stilvolle Einrichtung der verschiedenen Räume im Obergeschoss sowie Schlossgarten (Dorfseite) und "Unter der großen Linde" (Westseite) bieten tausendundein Motiv für einen unvergesslichen Tag.
Ebenfalls "gut eingefahren" ist der "beste Jazzkeller von ganz Miltach", wo sich neben Geburtstag, Klassentreffen, Betriebsfeier etc. eben auch eine Trauung (oder der Polterabend davor) ganz prima feiern lässt (-> Prima Cappuccino).
Seit 2009 bzw. 2011 bietet sich das alte Gebäude zudem als Ort für die kirchliche und standesamtliche Eheschließung an (siehe auch Artikel weiter unten).
Ob hier nun "nur" zelebriert, besiegelt, fotografiert oder gefeiert wird oder alles zusammen: Schloss Miltach inkl. Schlossgeist und die Familie Schleyerbach-Breu wünschen den Brautleuten für die Zukunft alles Gute und immer positive Rückblicke auf diesen sehr besonderen Anlass!

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Trauungen im Schloss Miltach:
Standesamtlich und kirchlich...

Im Schloss Miltach sind seit dem Frühjahr 2011 auch standesamtliche Eheschließungen möglich. Dazu lädt das "Ritterzimmer" im Obergeschoss ein. Der Raum - unter anderem mit vier bemalten Glasfenstern aus dem 15. Jahrhundert und einem Kachelofen, der zu den Originalteilen des Schlosses zählt, ausgestattet - wurde eigens für diesen Zweck gewidmet.
Die Familie Schleyerbach-Breu gab quasi die Anfragen von heiratswilligen Paaren, ob es denn möglich wäre, sich im Schloss Miltach das gesetzliche Ja-Wort zu geben, an die Gemeinde Miltach weiter. Dem Antrag wurde per Gemeinderatsbeschluss vom 14. April 2011 stattgegeben.

Weitere Bilder vom Ritterzimmer - zum Vergrößern anklicken:
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Schon seit im November 2009, als die Schlosskapelle und der Nepomuk-Altar konsekriert wurden, darf dort kirchlich geheiratet werden.
Das stilvolle Ambiente von Schloss Miltach diente in den vergangenen Jahren zahlreichen Hochzeitspaaren als idealer, zudem wettersicherer Ort für gelungene Innen- und Außenaufnahmen, die einen "ganz besonderen Tag" für immer festhalten sollen.
Dann wäre da noch der Schlosskeller (Jazzkeller), in dem sich unschlagbar prima feiern lässt -> Prima Cappuccino.

Hochzeit besiegeln, zelebrieren, feiern und dokumentieren im Schloss Miltach.
Interesse? -> Tel. 09944/305044

Dank idealer Know-how-Verknüpfung:
Die Hausorgel spielt wieder


Superjob gemacht: Markus Eduard und Tobias Brandl von der
Firma Treitinger brachten die Schloss-Hausorgel wieder zum Klingen.

Jahrelang stand sie still und ignoriert, weil "irgendwie" kaputt, in einem Abstellraum - die "Hausorgel" im Schloss. Und es schien, als würde sich daran nicht viel ändern. Grund: Ein Blick in ihr (elektronisches) Innenleben überforderte das Auge des Laien, und es schien eine äußerst aufwändige, langwierige Sanierung vonnöten...
Bis Roland Heigl - er feierte im Frühjahr im Jazzkeller seinen 40-sten - davon erfuhr. Der Mitarbeiter der Fa. Zollner (Zandt) veranlasste nach wenigen Blicken die gar nicht so dramatische Reparatur und hatte für den Einbau bzw. die Zusammensetzung die optimalen Fachkräfte bei der Hand, nämlich Markus Eduard und Tobias Brandl von der Bad Kötztinger Firma Treitinger. Deren Junior-Chefin wiederum ist Sonja Heigl, die Frau von Initiator und Koordinator Roland Heigl.

Als Eduard und Brandl dem Geräte-Puzzle die letzten Teile zufügten, war der spannende Moment der Inbetriebnahme gekommen. Bob Vogl, dem Miltacher Kirchenorganisten, und der Schlossherrin Christiane Schleyerbach-Breu, die in ihrer Jugendzeit die Orgel ihrer Heimatkirche bediente, war der erste Test vorbehalten. Und er gelang zur vollen Zufriedenheit aller. Auch aus den Augen der Techniker entwich der letzte Rest an Unsicherheit und machte dem satt zufriedenen Lächeln des bravourösen Fachmanns Platz.
Superjob gemacht. Vielen Dank, Roland/Sonja, Markus, Tobias & Co.!

Schon wenige Stunden später folgte der Ernstfall: Bob Vogl ließ zur kirchlichen Hochzeit vom Sohn des Hauses, Jakob, und seiner Braut Carina das Keyboard zu Hause. Original-Orgelsound ist einfach unersetzlich.

Harold Oertell zu Besuch in ehemaliger Heimat:
Auf den Spuren der eigenen Kindheit


Harold Oertell (hellblaues Hemd), Familienangehörige im Obergeschoss:
"Hier war unser Kinderzimmer."

- Text von Erwin Vogl für "Kötztinger Zeitung" und "Kötztinger Umschau" -

Miltach. Der Besuch im Schloss Miltach war sowohl für die Familie Oertell (New York) als auch für das Schlossbesitzerpaar Schleyerbach-Breu ein freudiges und nachhaltiges Erlebnis. Der Gast aus den Staaten konnte dabei Erinnerungen auffrischen, aber gleichzeitig auch Erinnerungen an die jüngeren Familienmitglieder weitergeben. Die jetzigen Schlossbesitzer dagegen erfuhren aus erster Hand Begebenheiten, die sich vor etwa 60 Jahren im historischen Gebäude ereigneten. Die Nachkriegsjahre zwischen 1945 und 1955 können ohne Zweifel als ereignisreich bezeichnet werden, die in Miltach wie auch in anderen Dörfern viele Heimatvertriebene mitprägten.

Der geschichtliche Hintergrund des Besuches geht auf das Jahr 1920 zurück, als der Kunsthistoriker Dr. Richard Oertel aus Berlin das Schloss in Miltach erwarb. Danach ging der Besitz an seinen Sohn Dr. jur. Edwin Oertel über, verheiratet mit Gertrud Hüseler. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Ingeborg (1930 – 1947), Ingo (+ 2010), Harro und Udo hervor. Der Sohn Harro wurde 1939 in Berlin geboren und kam wegen der Kriegswirren 1941 nach Niederpöcking am Starnberger See und im September 1945 nach Miltach, wo inzwischen die ganze Familie wohnte. Zur schulischen Ausbildung besuchte Harro ein Internat in Stein an der Traun. Bereits im Alter von 15 Jahren wanderte er nach Amerika aus, wo sein Vater ab 1951 beruflich tätig war. In den folgenden Jahrzehnten besuchte er einige Male die Stätten seiner Kindheit in Deutschland.

Seit einigen Tagen ist Harold Oertell, wie er jetzt offiziell heißt, in der ehemaligen Heimat. Wie er erzählte, liegen die Motive der Namensänderung darin, weil die Amerikaner große Schwierigkeiten hatten, seinen angestammten Geburtsnamen korrekt auszusprechen. Beruflich ist der 73-Jährige noch immer in der Branche als Finanzdienstleister tätig, er will dies jedoch in nächster Zeit aufgeben und in den Wintermonaten mit seiner Frau in Florida leben. Momentan wohnen beide in New York, in Nähe des UN-Gebäudes.

Als Gründe für die lange Besuchspause sagte Oertell, er wollte so lange warten, bis seine Enkel verstandesmäßig alles erfassen und auch in Erinnerung behalten können. In Begleitung des „ehemaligen Miltachers“ befanden sich weiter seine Frau, sein Sohn mit Frau sowie Tochter mit Mann sowie die sechs aufgeweckten Enkel, die alles mit ihrer Digitalkamera festhielten, was ihnen ihr Opa erzählte. Der Rundgang am Donnerstag führt die Gruppe im wahrsten Sinne vom Keller bis zum obersten Dachgeschoss, wobei sich Alois Breu zu allen Fragen als kompetenter Gastgeber und historischer Erzähler zeigte, denn von der ehemals reichlichen Oertelsammlung ist nichts mehr vorhanden. Alle jetzigen Ausstattungsstücke brachte der neue Besitzer in das Schloss.

Nach dem Mittagessen setzte die 14 Personen umfassende Besuchergruppe den Rundgang fort, wobei Oertell seinen Begleitern viele Kindheitserinnerungen erzählte. So hatte er bei den Nachbarn mitgeholfen Brot zu backen und war in der nahen Schlossbrauerei beim Biersieden dabei. Am Ende des Besuchstages erwies sich Familie Schleyerbach-Breu bei Kaffee und Kuchen als gute Gastgeber.

Die Erinnerungen an die alte Zeit vor mehr als 60 Jahren endeten jedoch nicht in Miltach, denn die Reisegruppe besuchte auf der Rückfahrt noch Josef Späth sen. in Zandt, der eine reichhaltige Sammlung von Oldtimern besitzt, darunter einen Ford V 8, Baujahr 1935, den früher Dr. E. Oertel besaß und der um 1980 in den Besitz des Sammlers in Zandt kam. Späth konnte den Besuchern, unter ihnen auch den mit angereisten und sehr interessierten Stefan Oertel, einem Sohn von Udo Oertel, sogar noch das originale Fahrtenbuch zeigen, in dem viele Fahrten von Miltach nach Berlin dokumentiert waren.  Nach vielen geschossenen Fotos und Probesitzen im historischen Auto ging es mit dem Bus nach München zurück. In den nächsten Tagen wird die Reisegruppe noch Berlin und Stuttgart besuchen, als weiteren Stationen der Familie Oertel.

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Viel Aktion, überragender Besuch - und die Sonne machte auch mit:
Tolles Jubiläums-Sommerfest gefeiert

Die Wettervorhersage verhieß nicht gerade sommerliche Temperaturen, von Sonnenschein war schon gar keine Rede. Dennoch wurde um die Mittagszeit des bevorstehenden Jubiläums-Sommerfestes ("30 Jahre offenes Schloss Miltach") die Entscheidung getroffen, draußen "anzurichten". Tatsächlich war es schon zu Beginn um 13 Uhr für diesjährige Verhältnisse angenehm warm, nach und nach kaum auch die Sonne raus.
Wie auch immer: Der Besuch war überragend. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, das "von unten bis oben" geöffnete Schloss zu besichtigen und machten reichlich Gebrauch von den angebotenen Aktionen und Attraktionen.
Gudrun Linns eröffnete mit "Mustergültig" im ehemaligen Tanzsaal (Obergeschoss, neben Schlosskapelle) eine weitere Ausstellung historischer Tücher aus ihrer großen Sammlung aus den vergangenen Jahrhunderten, die sie ab 2013 komplett in ihrem Blaibacher Museum "Frauenfleiß" der Öffentlichkeit zugänglich macht. Linn zeigte sich von der enormen Frequenz und dem großen Interesse an ihren bestickten "Lieblingen" begeistert. Die Ausstellung "Mustergültig" ist bis auf weiteres im Rahmen der Standard-Schlossöffnungszeiten (-> Lage/Service) zu besichtigen.
Noch mehr "Geschichte live" bot sich den Gästen bei einem Rundgang durch das Obergeschoss mit seinen stilecht eingerichteten Räumen, zahlreiche Originaleinrichtungen inklusive.
Ein Geschoss tiefer wurden die Artikel im Schlossladen an diesem Tag mit einem Jubiläums-Nachlass angeboten. Und so fanden manche der handgefertigten Keramiken und Stoffe sowie weitere Geschenk- und Gebrauchsgegenstände neue Besitzer.
Im Schlossgarten hatte Andi Dünne (Leiter des Chamer "KUNSTbeTRIEBS") einen kleinen Kunst-Workshop "Medium Holz" aufgebaut. Die jungen Gäste ließen sich unter seiner Anleitung zur Herstellung von schönen, farbenfrohen Tic Tac Toe-Spielen anregen, die sie mit nach Hause nehmen konnten und dort künftig wohl einen Sonderstatus einnehmen. Schließlich wurden sie eigenhändig gefertigt.
Als gegen 15 Uhr das "Roma Jazz Trio" begann, das Fest mit swingenden Gypsy-Jazzklängen um eine Fülle ganz besonders feiner Noten anzureichern, waren Sitzgelegenheiten bald Mangelware. Es ist für Freunde (und Veranstalter) des Jazz schon eine tolle Sache, solche Meister wie Sven Ochsenbauer (E-Piano), Ferry Baierl (Gitarre) und Toni Nachreiner (Kontrabass) ganz in der Nähe zu haben.
Die Jazzkeller-Treppe zur "Versorgungszentrale" (Prima Cappuccino & mehr) wurde zeitweise zur Stauzone mit längerer Verweildauer, was von den Gästen glücklicherweise mit Geduld und Nachsicht "geahndet" wurde. So eine Kaffeemaschine ist halt auch nur ein Mensch...

Alles in allem ein herrliches Sommerfest.

Vielen Dank allen Beteiligten und Gästen fürs tolle Mitmachen!

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Einzigartige Nutzungsvielfalt nach „Wiederauferstehung“ 1982:
Jubiläum „30 Jahre offenes Schloss Miltach“

Schloss Miltach feiert 2012 das 30-jährige Jubiläum seiner „Wiederauferstehung“. Dabei wird durch mehrere Sonderaktionen dem vielfältigen Innenleben Rechnung getragen.

Adel und Flüchtlinge

Das um 1600 durch Justinian von Peilnstein erbaute Gebäude wurde historisch im wesentlichen von der knapp 200-jährigen Ära (bis etwa 1850) durch das Adelsgeschlecht der Schönprunner geprägt. Verschiedene Dokumente und Überlieferungen zeugen von einer bewegten Geschichte, unzählige Einzelschicksale inklusive. So waren die Schönprunner zumindest unter ihresgleichen als noble Gastgeber und Ausrichter großer Feste mit Musik und Tanz beliebt. Zum Ende des 2. Weltkrieges und in den Jahren danach diente das Gebäude, dem bereits arg der Zahn der Zeit zugesetzt hatte, als Unterkunft für zahlreiche Flüchtlinge.

In den 1970-er Jahren galt das einst so prachtvolle und hochherrschaftlich genutzte Schloss längst als lästiger Schandfleck. Letztendlich wurde sein Abriss nur durch seinen Status „denkmalgeschützt“ vermieden.

Sanierung und Revitalisierung

Die Bereitschaft der Familie Schleyerbach aus Katharied, Landkreis Regensburg, 1979 das ruinöse Schloss zu übernehmen und es (ab 1980) substantiell zu sanieren, erwies sich als Glückstreffer für die einheimische Bevölkerung und die „öffentlichen Zuständigkeiten“, zumal die Zuschüsse kaum nennenswerte Beträge ausmachten.

Ausflugs- und Einkaufsziel

Ein denkmalgeschütztes Gebäude zu sanieren ist das eine, es zu erhalten das andere. Und so lautet das Zauberwort „Revitalisierung“. Seit 1982 ist Schloss Miltach für die Gesamtbevölkerung zugänglich - ein „offenes Haus“ quasi, das eine enorme Bereicherung für die Region darstellt, ohne öffentliche Gelder zu verschlingen. Neben seiner historischen Bedeutung entwickelte es sich im Laufe der Jahre auf den Feldern Tourismus, Kultur, Handwerk, Gastronomie und Einzelhandel zu einem beliebten Ausflugs-, Begegnungs- und Einkaufsziel.

Besichtigung, Konzerte, Töpferei...

Einzigartig ist die Nutzungsvielfalt innerhalb der alten Mauern. Das „Basisangebot“, bestehend aus Schlossbesichtigung, klassischen Konzerten, Schlossladen (seit 1982) und Töpferei (seit 1984) wurde ständig erweitert, insbesondere nach einer weiteren Revitalisierungsmaßnahme 1996 bis 1998: Live-Jazz, „Black Partys“ und Café-Betrieb im ehemaligen „Erdäpfelkeller“, verschiedene Ausstellungen, Kunst- und Keramikkurse, Sommerfeste, Beteiligung an überregionalen Aktionen wie „Internationaler Museumstag“ und „Tag des offenen Denkmals“.

...Führungen, Trauungen

Reisegruppen lassen sich in persönlichen Führungen durch die Gastgeber einen kurzweiligen Mix aus Historie, traditionellem Handwerk, Anekdoten, Nähkästchenplaudereien, Legenden und (letzten) Geheimnissen angedeihen, während die jüngere Generation eher am Schlossgeist – „Den gibt’s doch, oder?“ - und dessen Umtrieben interessiert ist. Ebenso lehrreich wie faszinierend sind für Schulklassen spezielle Führungen in der Schlosstöpferei.

Seit kurzem wird das bereits mehrfach im Fernsehen porträtierte und gern als Kulisse für Film- und Fotoaufnahmen genutzte Schloss auch von Hochzeitern für kirchliche (Schlosskapelle) und standesamtliche Trauungen (Ritterzimmer) aufgesucht.

Lieblinge auf dem Schlossdach

Seit 2000 thronen Störche, die Lieblinge von Miltach und Umgebung, auf dem Schlossdach. Immerhin 16 Jungstörche haben in ihrem Flugpass „Geburtsort: Miltach“ vermerkt.

Sonderaktionen im Jubiläumsjahr

Im Jahr 2012 „stehen verschiedene Sonderaktionen auf dem Jubiläums-Programm „30 Jahre offenes Schloss Miltach“. 1. April: Frühjahrsausstellung. 20. Mai: Internationaler Museumstag mit Vorführung Stoffdruckerei. 6. Juni: „Neue Keramik, reizvolle Floristik und Live-Musik“. 22. Juli: Sommerfest! Kunst-Workshop „Medium Holz“ für Kinder, mit Andi Dünne („KUNSTbeTRIEB“ Cham), Live-Musik, Kaffee/Kuchen.... 7. Oktober: Klassisches Konzert. Der Kötztinger Kammermusikkreis musiziert. 17. und 18. November: Adventsausstellung.

Siebhanddruck-Führungen bei herrlichem Wetter:
Der Internat. Museumstag 2012 im Schloss

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Bilder oben:
Christiane Schleyerbach-Breu bei einer ihrer zwei Führungen.
Das kleine Bild rechts (zum Vergrößern anklicken) zeigt die wichtigsten Utensilien des Siebhanddrucks: Rahmensieb, Rakel - und Hände.
 

Der Internationale Museumstag diesen Sonntag stand unter dem Motto „Welt im Wandel – Museen im Wandel“. Für Schloss Miltach, das 2012 seine 30-jährige „Wiederauferstehung“ feiert, ist der Leitgedanke besonders zutreffend, wird doch sein Innenleben maßgeblich durch die Verquickung von Historie und zeitgemäßer Nutzung bestimmt.

Schlossherrin Christiane Schleyerbach-Breu ging bei zwei Führungen "unter der großen Linde" - das herrliche Wetter verpflichtete dazu - auf die Geschichte ihrer Familie und deren Weg zum Hersteller von handbedruckten Textilien ein. Nicht zuletzt war ja die Sanierung von Schloss Miltach und dessen Revitalisierung erst durch diese „Stoff-Erfolgsgeschichte“ möglich.

In die Führungen am Sonntag waren Demonstrationen der wichtigsten Arbeitsschritte des Siebhanddrucks integriert. Manche Besucher aller Altersklassen machten von der Möglichkeit Gebrauch, das eben Erlernte gleich in die Tat umzusetzen und konnten ihre kleinen Eigenprodukte auch gleich mit nach Hause nehmen.

Auf den Spuren der eigenen Herkunft:
Nachfahrin der Schönprunner auf Schlossbesuch

Schönprunner-Nachfahrin Dorothee Kroll mit Ehemann und Sohn im Obergeschoss (Oktober 2011) vor Textfahnen, die über "Die Schönprunner auf Schloss Miltach" Auskunft geben.

Die Geschichte von Schloss Miltach wird besonders lebendig, wenn es Besuch von Gästen bekommt, deren Vergangenheit in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Baudenkmal steht. So tauchen immer wieder Personen auf, denen das Schloss in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg als erste "sichere" Unterkunft diente.
Im Frühjahr 2010 gab sich ein Urururenkel vom Waldschmidt die Ehre, als Szenen für einen Dokumentarfilm über das Leben des Schriftstellers, dem das Schloss ja von 1872-75 gehörte, gedreht wurden.
Besonders weit zurück wurde die Zeit gedreht, als am 23. Oktober 2011 Dorothee Kroll mit Ehemann Hartfried und Sohn Sebastian (wohnhaft in bzw. bei München) dem Schloss einen Besuch abstattete. Frau Kroll ist Nachfahrin der Schönprunner, die von Mitte des 17. Jahrhunderts an fast 200 Jahre in Miltach residierten. Im Austausch mit der Familie Schleyerbach-Breu ergaben sich für beide Seiten neue, hochinteressante Kenntnisse, und das Puzzle der Schloss-Geschichte wurde um einige Bestandteile ergänzt.

Copyright © 2013 Schloss Miltach