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Extrablatt
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Außerordentliches in und um Schloss Miltach.
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Trauungen
im
Schloss Miltach:
Standesamtlich und kirchlich...
Im Schloss Miltach sind seit dem
Frühjahr 2011 auch
standesamtliche Eheschließungen möglich. Dazu lädt das
"Ritterzimmer" im Obergeschoss ein. Der Raum - unter
anderem mit vier bemalten Glasfenstern aus dem 15. Jahrhundert und
einem Kachelofen, der zu den Originalteilen des Schlosses zählt,
ausgestattet - wurde eigens für diesen Zweck gewidmet.
Die Familie Schleyerbach-Breu gab quasi die Anfragen von
heiratswilligen Paaren, ob es denn möglich wäre, sich im Schloss
Miltach das gesetzliche Ja-Wort zu geben, an die Gemeinde Miltach
weiter. Dem Antrag wurde per Gemeinderatsbeschluss vom 14. April
2011 stattgegeben.
Weitere Bilder vom Ritterzimmer -
zum Vergrößern anklicken:

Schon seit im November 2009, als die Schlosskapelle und der
Nepomuk-Altar
konsekriert wurden, darf dort kirchlich geheiratet werden.
Das stilvolle Ambiente von Schloss Miltach diente in den vergangenen
Jahren zahlreichen Hochzeitspaaren als idealer, zudem wettersicherer
Ort für gelungene Innen- und Außenaufnahmen, die einen "ganz
besonderen Tag" für immer festhalten sollen.
Dann wäre da noch der Schlosskeller (Jazzkeller), in dem sich
unschlagbar prima feiern lässt -> Prima
Cappuccino.
Hochzeit besiegeln, zelebrieren,
feiern und dokumentieren im Schloss Miltach.
Interesse? -> Tel. 09944/305044 |
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Dank idealer
Know-how-Verknüpfung:
Die Hausorgel spielt wieder

Superjob gemacht: Markus Eduard und Tobias Brandl von
der
Firma Treitinger brachten die Schloss-Hausorgel wieder zum Klingen.
Jahrelang stand sie still und
ignoriert, weil "irgendwie" kaputt, in einem Abstellraum -
die "Hausorgel" im Schloss. Und es schien, als würde sich
daran nicht viel ändern. Grund: Ein Blick in ihr (elektronisches)
Innenleben überforderte das Auge des Laien, und es schien eine
äußerst aufwändige, langwierige Sanierung vonnöten...
Bis Roland Heigl - er feierte im Frühjahr im Jazzkeller seinen
40-sten - davon erfuhr. Der Mitarbeiter der Fa. Zollner (Zandt)
veranlasste nach wenigen Blicken die gar nicht so dramatische
Reparatur und hatte für den Einbau bzw. die Zusammensetzung die
optimalen Fachkräfte bei der Hand, nämlich Markus Eduard und
Tobias Brandl von der Bad Kötztinger Firma Treitinger. Deren
Junior-Chefin wiederum ist Sonja Heigl, die Frau von Initiator und
Koordinator Roland Heigl.
Als Eduard und Brandl dem
Geräte-Puzzle die letzten Teile zufügten, war der spannende Moment
der Inbetriebnahme gekommen. Bob Vogl, dem Miltacher
Kirchenorganisten, und der Schlossherrin Christiane
Schleyerbach-Breu, die in ihrer Jugendzeit die Orgel ihrer
Heimatkirche bediente, war der erste Test vorbehalten. Und er gelang
zur vollen Zufriedenheit aller. Auch aus den Augen der Techniker
entwich der letzte Rest an Unsicherheit und machte dem satt
zufriedenen Lächeln des bravourösen Fachmanns Platz.
Superjob gemacht. Vielen Dank, Roland/Sonja, Markus, Tobias &
Co.!
Schon wenige Stunden später folgte
der Ernstfall: Bob Vogl ließ zur kirchlichen Hochzeit vom Sohn des
Hauses, Jakob, und seiner Braut Carina das Keyboard zu Hause.
Original-Orgelsound ist einfach unersetzlich.
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Harold Oertell zu Besuch in
ehemaliger Heimat:
Auf den Spuren der eigenen Kindheit

Harold Oertell (hellblaues Hemd), Familienangehörige
im Obergeschoss:
"Hier war unser Kinderzimmer."
- Text von Erwin Vogl für
"Kötztinger Zeitung" und "Kötztinger Umschau"
-
Miltach.
Der Besuch im
Schloss Miltach
war sowohl für die Familie Oertell (New York) als auch für das
Schlossbesitzerpaar Schleyerbach-Breu ein freudiges und nachhaltiges
Erlebnis. Der Gast aus den Staaten konnte dabei Erinnerungen
auffrischen, aber gleichzeitig auch Erinnerungen an die jüngeren
Familienmitglieder weitergeben. Die jetzigen Schlossbesitzer dagegen
erfuhren aus erster Hand Begebenheiten, die sich vor etwa 60 Jahren
im historischen Gebäude ereigneten. Die Nachkriegsjahre zwischen
1945 und 1955 können ohne Zweifel als ereignisreich bezeichnet
werden, die in Miltach wie auch in anderen Dörfern viele
Heimatvertriebene mitprägten.
Der
geschichtliche Hintergrund des Besuches geht auf das Jahr 1920 zurück,
als der Kunsthistoriker Dr. Richard Oertel aus Berlin das Schloss in
Miltach erwarb. Danach ging der Besitz an seinen Sohn Dr. jur. Edwin
Oertel über, verheiratet mit Gertrud Hüseler. Aus dieser Ehe
gingen die Kinder Ingeborg (1930 – 1947), Ingo (+ 2010),
Harro und Udo hervor. Der Sohn Harro wurde 1939 in Berlin geboren
und kam wegen der Kriegswirren 1941 nach Niederpöcking am
Starnberger See und im September 1945 nach Miltach, wo inzwischen
die ganze Familie wohnte. Zur schulischen Ausbildung besuchte Harro
ein Internat in Stein an der Traun. Bereits im Alter von 15 Jahren
wanderte er nach Amerika aus, wo sein Vater ab 1951 beruflich tätig
war. In den folgenden Jahrzehnten besuchte er einige Male die Stätten
seiner Kindheit in Deutschland.
Seit
einigen Tagen ist Harold Oertell, wie er jetzt offiziell heißt, in
der ehemaligen Heimat. Wie er erzählte, liegen die Motive der
Namensänderung darin, weil die Amerikaner große Schwierigkeiten
hatten, seinen angestammten Geburtsnamen korrekt auszusprechen.
Beruflich ist der 73-Jährige noch immer in der Branche als
Finanzdienstleister tätig, er will dies jedoch in nächster Zeit
aufgeben und in den Wintermonaten mit seiner Frau in Florida leben.
Momentan wohnen beide in New York, in Nähe des UN-Gebäudes.
Als
Gründe für die lange Besuchspause sagte Oertell, er wollte so
lange warten, bis seine Enkel verstandesmäßig alles erfassen und
auch in Erinnerung behalten können. In Begleitung des „ehemaligen
Miltachers“ befanden sich weiter seine Frau, sein Sohn mit Frau
sowie Tochter mit Mann sowie die sechs aufgeweckten Enkel, die alles
mit ihrer Digitalkamera festhielten, was ihnen ihr Opa erzählte.
Der Rundgang am Donnerstag führt die Gruppe im wahrsten Sinne vom
Keller bis zum obersten Dachgeschoss, wobei sich Alois Breu zu allen
Fragen als kompetenter
Gastgeber und historischer Erzähler zeigte, denn von der
ehemals reichlichen Oertelsammlung ist nichts mehr vorhanden. Alle
jetzigen Ausstattungsstücke brachte der neue Besitzer in das
Schloss.
Nach
dem Mittagessen setzte die 14 Personen umfassende Besuchergruppe den
Rundgang fort, wobei Oertell seinen Begleitern viele
Kindheitserinnerungen erzählte. So hatte er bei den Nachbarn
mitgeholfen Brot zu backen und war in der nahen Schlossbrauerei beim
Biersieden dabei. Am Ende des Besuchstages erwies sich Familie
Schleyerbach-Breu bei Kaffee und Kuchen als gute Gastgeber.
Die
Erinnerungen an die alte Zeit vor mehr als 60 Jahren endeten jedoch
nicht in Miltach, denn die Reisegruppe besuchte auf der Rückfahrt
noch Josef Späth sen. in Zandt, der eine reichhaltige Sammlung von
Oldtimern besitzt, darunter einen Ford V 8, Baujahr 1935, den früher
Dr. E. Oertel besaß und der um 1980 in den Besitz des Sammlers in
Zandt kam. Späth konnte den Besuchern, unter ihnen auch den mit
angereisten und sehr interessierten Stefan Oertel, einem Sohn von
Udo Oertel, sogar noch das originale Fahrtenbuch zeigen, in dem
viele Fahrten von Miltach nach Berlin dokumentiert waren.
Nach vielen geschossenen Fotos und Probesitzen im
historischen Auto ging es mit dem Bus nach München zurück. In den
nächsten Tagen wird die Reisegruppe noch Berlin und Stuttgart
besuchen, als weiteren Stationen der Familie Oertel.
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Viel Aktion,
überragender Besuch - und die Sonne machte auch mit:
Tolles Jubiläums-Sommerfest gefeiert

Die Wettervorhersage verhieß
nicht gerade sommerliche Temperaturen, von Sonnenschein war schon
gar keine Rede. Dennoch wurde um die Mittagszeit des bevorstehenden
Jubiläums-Sommerfestes ("30 Jahre offenes Schloss
Miltach") die Entscheidung getroffen, draußen
"anzurichten". Tatsächlich war es schon zu Beginn um 13
Uhr für diesjährige Verhältnisse angenehm warm, nach und nach
kaum auch die Sonne raus.
Wie auch immer: Der Besuch war überragend. Die Gäste nutzten die
Gelegenheit, das "von unten bis oben" geöffnete Schloss
zu besichtigen und machten reichlich Gebrauch von den angebotenen
Aktionen und Attraktionen.
Gudrun Linns eröffnete mit "Mustergültig" im ehemaligen
Tanzsaal (Obergeschoss, neben Schlosskapelle) eine weitere
Ausstellung historischer Tücher aus ihrer großen Sammlung aus den
vergangenen Jahrhunderten, die sie ab 2013 komplett in ihrem
Blaibacher Museum "Frauenfleiß" der Öffentlichkeit
zugänglich macht. Linn zeigte sich von der enormen Frequenz und dem
großen Interesse an ihren bestickten "Lieblingen"
begeistert. Die Ausstellung "Mustergültig" ist bis auf
weiteres im Rahmen der Standard-Schlossöffnungszeiten (-> Lage/Service)
zu besichtigen.
Noch mehr "Geschichte live" bot sich den Gästen bei einem
Rundgang durch das Obergeschoss mit seinen stilecht eingerichteten
Räumen, zahlreiche Originaleinrichtungen inklusive.
Ein Geschoss tiefer wurden die Artikel im Schlossladen an diesem Tag
mit einem Jubiläums-Nachlass angeboten. Und so fanden manche der
handgefertigten Keramiken und Stoffe sowie weitere Geschenk- und
Gebrauchsgegenstände neue Besitzer.
Im Schlossgarten hatte Andi Dünne (Leiter des Chamer "KUNSTbeTRIEBS")
einen kleinen Kunst-Workshop "Medium Holz" aufgebaut. Die
jungen Gäste ließen sich unter seiner Anleitung zur Herstellung
von schönen, farbenfrohen Tic Tac Toe-Spielen anregen, die sie mit
nach Hause nehmen konnten und dort künftig wohl einen Sonderstatus
einnehmen. Schließlich wurden sie eigenhändig gefertigt.
Als gegen 15 Uhr das "Roma Jazz Trio" begann, das Fest mit
swingenden Gypsy-Jazzklängen um eine Fülle ganz besonders feiner
Noten anzureichern, waren Sitzgelegenheiten bald Mangelware. Es ist
für Freunde (und Veranstalter) des Jazz schon eine tolle Sache,
solche Meister wie Sven Ochsenbauer (E-Piano), Ferry Baierl
(Gitarre) und Toni Nachreiner (Kontrabass) ganz in der Nähe zu
haben.
Die Jazzkeller-Treppe zur "Versorgungszentrale" (Prima
Cappuccino & mehr) wurde zeitweise zur Stauzone mit längerer
Verweildauer, was von den Gästen glücklicherweise mit Geduld und
Nachsicht "geahndet" wurde. So eine Kaffeemaschine ist
halt auch nur ein Mensch...
Alles in allem ein herrliches
Sommerfest.
Vielen Dank allen Beteiligten
und Gästen fürs tolle Mitmachen!


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Einzigartige
Nutzungsvielfalt nach „Wiederauferstehung“ 1982:
Jubiläum „30 Jahre offenes Schloss
Miltach“
Schloss Miltach feiert 2012
das 30-jährige Jubiläum seiner „Wiederauferstehung“. Dabei
wird durch mehrere Sonderaktionen dem vielfältigen Innenleben
Rechnung getragen.
Adel und Flüchtlinge
Das um 1600 durch Justinian
von Peilnstein erbaute Gebäude wurde historisch im wesentlichen von
der knapp 200-jährigen Ära (bis etwa 1850) durch das
Adelsgeschlecht der Schönprunner geprägt. Verschiedene Dokumente
und Überlieferungen zeugen von einer bewegten Geschichte, unzählige
Einzelschicksale inklusive. So waren die Schönprunner zumindest
unter ihresgleichen als noble Gastgeber und Ausrichter großer Feste
mit Musik und Tanz beliebt. Zum Ende des 2. Weltkrieges und in den
Jahren danach diente das Gebäude, dem bereits arg der Zahn der Zeit
zugesetzt hatte, als Unterkunft für zahlreiche Flüchtlinge.
In den 1970-er Jahren galt
das einst so prachtvolle und hochherrschaftlich genutzte Schloss längst
als lästiger Schandfleck. Letztendlich wurde sein Abriss nur durch
seinen Status „denkmalgeschützt“ vermieden.
Sanierung
und Revitalisierung
Die Bereitschaft der Familie
Schleyerbach aus Katharied, Landkreis Regensburg, 1979 das ruinöse
Schloss zu übernehmen und es (ab 1980) substantiell zu sanieren,
erwies sich als Glückstreffer für die einheimische Bevölkerung
und die „öffentlichen Zuständigkeiten“, zumal die Zuschüsse
kaum nennenswerte Beträge ausmachten.
Ausflugs-
und Einkaufsziel
Ein denkmalgeschütztes Gebäude
zu sanieren ist das eine, es zu erhalten das andere. Und so lautet
das Zauberwort „Revitalisierung“. Seit 1982 ist Schloss Miltach
für die Gesamtbevölkerung zugänglich - ein „offenes Haus“
quasi, das eine enorme Bereicherung für die Region darstellt, ohne
öffentliche Gelder zu verschlingen. Neben seiner historischen
Bedeutung entwickelte es sich im Laufe der Jahre auf den Feldern
Tourismus, Kultur, Handwerk, Gastronomie und Einzelhandel zu einem
beliebten Ausflugs-, Begegnungs- und Einkaufsziel.
Besichtigung,
Konzerte, Töpferei...
Einzigartig ist die
Nutzungsvielfalt innerhalb der alten Mauern. Das „Basisangebot“,
bestehend aus Schlossbesichtigung, klassischen Konzerten,
Schlossladen (seit 1982) und Töpferei (seit 1984) wurde ständig
erweitert, insbesondere nach einer weiteren Revitalisierungsmaßnahme
1996 bis 1998: Live-Jazz, „Black Partys“ und Café-Betrieb im
ehemaligen „Erdäpfelkeller“, verschiedene Ausstellungen, Kunst-
und Keramikkurse, Sommerfeste, Beteiligung an überregionalen
Aktionen wie „Internationaler Museumstag“ und „Tag des offenen
Denkmals“.
...Führungen,
Trauungen
Reisegruppen lassen sich in
persönlichen Führungen durch die Gastgeber einen kurzweiligen Mix
aus Historie, traditionellem Handwerk, Anekdoten, Nähkästchenplaudereien,
Legenden und (letzten) Geheimnissen angedeihen, während die jüngere
Generation eher am Schlossgeist – „Den gibt’s doch, oder?“ -
und dessen Umtrieben interessiert ist. Ebenso lehrreich wie
faszinierend sind für Schulklassen spezielle Führungen in der
Schlosstöpferei.
Seit kurzem wird das bereits
mehrfach im Fernsehen porträtierte und gern als Kulisse für Film-
und Fotoaufnahmen genutzte Schloss auch von Hochzeitern für
kirchliche (Schlosskapelle) und standesamtliche Trauungen
(Ritterzimmer) aufgesucht.
Lieblinge
auf dem Schlossdach
Seit 2000 thronen Störche,
die Lieblinge von Miltach und Umgebung, auf dem Schlossdach.
Immerhin 16 Jungstörche haben in ihrem Flugpass „Geburtsort:
Miltach“ vermerkt.
Sonderaktionen
im Jubiläumsjahr
Im Jahr 2012 „stehen
verschiedene Sonderaktionen auf dem Jubiläums-Programm „30 Jahre
offenes Schloss Miltach“. 1. April: Frühjahrsausstellung. 20.
Mai: Internationaler Museumstag mit Vorführung Stoffdruckerei. 6.
Juni: „Neue Keramik, reizvolle Floristik und Live-Musik“. 22.
Juli: Sommerfest! Kunst-Workshop „Medium Holz“ für Kinder, mit
Andi Dünne („KUNSTbeTRIEB“ Cham), Live-Musik, Kaffee/Kuchen.... 7. Oktober: Klassisches
Konzert. Der Kötztinger Kammermusikkreis musiziert. 17. und 18.
November: Adventsausstellung. |
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Siebhanddruck-Führungen bei
herrlichem Wetter:
Der Internat. Museumstag 2012 im Schloss

Bilder oben:
Christiane Schleyerbach-Breu bei einer ihrer zwei Führungen.
Das kleine Bild rechts (zum Vergrößern anklicken) zeigt die
wichtigsten Utensilien des Siebhanddrucks: Rahmensieb, Rakel - und
Hände.
Der Internationale Museumstag
diesen Sonntag stand unter dem Motto „Welt im Wandel –
Museen im Wandel“. Für
Schloss Miltach, das 2012 seine 30-jährige „Wiederauferstehung“ feiert, ist
der Leitgedanke besonders zutreffend, wird doch sein Innenleben maßgeblich
durch die Verquickung von Historie und zeitgemäßer Nutzung
bestimmt.
Schlossherrin Christiane
Schleyerbach-Breu ging bei zwei Führungen "unter der großen
Linde" - das herrliche Wetter verpflichtete dazu - auf die Geschichte ihrer Familie und deren Weg zum Hersteller von
handbedruckten Textilien ein. Nicht zuletzt war
ja die Sanierung von
Schloss Miltach
und dessen Revitalisierung erst durch diese
„Stoff-Erfolgsgeschichte“ möglich.
In die Führungen am Sonntag
waren Demonstrationen der wichtigsten Arbeitsschritte des
Siebhanddrucks integriert. Manche Besucher aller Altersklassen
machten von der Möglichkeit Gebrauch, das eben Erlernte gleich in
die Tat umzusetzen und konnten ihre kleinen Eigenprodukte auch
gleich mit nach Hause nehmen.
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Auf den Spuren der eigenen
Herkunft:
Nachfahrin der Schönprunner auf Schlossbesuch

Schönprunner-Nachfahrin Dorothee
Kroll mit Ehemann und Sohn im Obergeschoss (Oktober 2011) vor
Textfahnen, die über "Die Schönprunner auf Schloss
Miltach" Auskunft geben.
Die Geschichte von Schloss Miltach
wird besonders lebendig, wenn es Besuch von Gästen bekommt, deren
Vergangenheit in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Baudenkmal
steht. So tauchen immer wieder Personen auf, denen das Schloss in
der Zeit nach dem 2. Weltkrieg als erste "sichere"
Unterkunft diente.
Im Frühjahr 2010 gab sich ein Urururenkel vom Waldschmidt die Ehre,
als Szenen für einen Dokumentarfilm über das Leben des
Schriftstellers, dem das Schloss ja von 1872-75 gehörte, gedreht
wurden.
Besonders weit zurück wurde die Zeit gedreht, als am 23. Oktober
2011 Dorothee Kroll mit Ehemann Hartfried und Sohn Sebastian (wohnhaft in
bzw. bei München) dem Schloss einen Besuch abstattete. Frau Kroll
ist Nachfahrin der Schönprunner, die von Mitte des 17. Jahrhunderts
an fast 200 Jahre in Miltach residierten. Im Austausch mit der
Familie Schleyerbach-Breu ergaben sich für beide Seiten neue,
hochinteressante Kenntnisse, und das Puzzle der Schloss-Geschichte
wurde um einige Bestandteile ergänzt. |
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Copyright © 2013
Schloss Miltach |
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